Eigner, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Eigners · Nominativ Plural: Eigner
Aussprache
WorttrennungEig-ner
Wortbildung mit ›Eigner‹ als Letztglied: ↗Anteilseigner · ↗Bootseigner · ↗Kapitaleigner · ↗Mehrheitseigner
eWDG, 1967

Bedeutung

Schiffseigentümer
Beispiel:
ich ... war jetzt Eigner eines gediegenen, nagelneuen Frachtmotorschiffes [WeitendorfLogbuch195]
veraltet Eigentümer
Beispiel:
[ein Schreiben an die Gerichte] worin er dieselben ... ersuchte, den dermaligen Aufenthalt derselben [der Rappen] zu erforschen, und den Eigner, wer er auch sei, aufzufordern und anzuhalten [KleistKohlhaas3,197]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

eignen · Eigner · Eignung
eignen Vb. mit Dativ ‘einer Person oder Sache zugehörig sein’, heute meist reflexiv ‘passend, tauglich sein’, ahd. eiganen ‘für sich beanspruchen’ (9. Jh., daneben ahd. gieiganōn ‘sich aneignen’, 11. Jh.), mhd. eigenen ‘zu eigen machen, aneignen’, mnd. ēgenen ‘zu eigen geben, zukommen’, mnl. eigenen ‘zu eigen geben, machen’, aengl. āgnian ‘zu eigen machen, besitzen, beanspruchen’, anord. eigna ‘sich aneignen, erwerben’, schwed. ägna ‘widmen, geziemen, sich eignen’, got. gaaiginōn ‘in Beschlag nehmen, übervorteilen’ gehören als Ableitungen zu dem unter ↗eigen (s. d.) behandelten Adjektiv. Neben der im Frühnhd. noch geläufigen Bedeutung ‘etw. zu eigen machen, geben’, die auch verdeutlichenden Präfixbildungen wie mhd. vereigenen, nhd. zueignen, enteignen (beide 15. Jh.), aneignen (16. Jh.) zugrunde liegt, entwickelt sich im 16. Jh. eine jüngere Verwendung ‘jmdm. zugehörig sein’, oft im Sinne von ‘für jmdn., etw. charakteristisch sein’. Daran schließt sich die Bedeutung ‘jmdm. zustehen, gebühren, angemessen sein’ (ebenfalls 16. Jh.) an, die es ermöglicht, seit Ende des 18. Jhs. sich eignen ‘passend, tauglich sein’ als Ersatzwort für bis dahin übliches sich qualifizieren (s. ↗qualifizieren) sowie das Part.adj. geeignet ‘passend, tauglich’ statt qualifiziert zu gebrauchen. Eigner m. ‘Eigentümer’, mnd. gleichbed. ēgenēre, ēgener, hd. seit dem 17. Jh.; jetzt nur noch ‘Eigentümer eines Schiffes’. Eignung f. ‘Tauglichkeit, Befähigung’ (Anfang 19. Jh.), zuvor ‘Übereignung’ (mhd. eigenunge, 14. Jh.), ‘Aneignung’ (17. Jh.), auch ‘Widmung’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Besitzer · ↗Eigentümer · Eigner · Inh. · ↗Inhaber · ↗Träger

Typische Verbindungen zu ›Eigner‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bankgesellschaft Boot Crew EHC Eisbär Finanzspritze Frachter Fußballklub Fährschiff Gestüt Havarist Kapitän Medienkonzern Milliardär Reederei Schiff Skipper Sparkassenverband Steuermann Tanker Werft Yacht alleinig bisherig derzeitig kommunal norwegisch rechtmäßig zuschießen zweitgroß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eigner‹.

Verwendungsbeispiele für ›Eigner‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Namen des ursprünglichen Eigners spiegelt diese Lösung ebenfalls wider.
Der Tagesspiegel, 02.05.2001
Bisher hatten die Eigner einen Verkauf allerdings in allen Fällen blockiert.
Die Welt, 21.03.2000
Doch die Übergabe an die alten Eigner kommt nicht in Gang.
Der Spiegel, 18.06.1990
Das 24981 BRT große Schiff war 1974 an die Sowjetunion verkauft worden, nachdem ihr Eigner in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.
o. A. [(dpa)]: Maxim Gorki. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1989]
Sie setzten 150000 Seeleute sowie 350000 Reedereibedienstete und Hafenarbeiter in Brot und machten ihre Eigner durch die Salpeterfahrten nach Chile zu Millionären.
o. A. [so.]: Windjammer. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1980]
Zitationshilfe
„Eigner“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eigner>, abgerufen am 17.02.2020.

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