Einbrecher, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Einbrechers · Nominativ Plural: Einbrecher
WorttrennungEin-bre-cher (computergeneriert)
Wortzerlegungeinbrechen-er
Wortbildung mit ›Einbrecher‹ als Erstglied: ↗Einbrecheralarm · ↗Einbrecherbande · ↗Einbrecherwerkzeug
 ·  mit ›Einbrecher‹ als Letztglied: ↗Gewohnheitseinbrecher
eWDG, 1967

Bedeutung

jmd., der bei jmdm. einbricht
entsprechend der Bedeutung von einbrechen (Lesart 1)
Beispiele:
hier, bei uns, in unserem Hause sind Einbrecher am Werk gewesen
ein nächtlicher Einbrecher
den Einbrecher überraschen, dingfest machen, verhaften, festnehmen
die Einbrecher konnten ungesehen entkommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brechen · Brecher · aufbrechen · Aufbruch · ausbrechen · einbrechen · Einbruch · Einbrecher · gebrechen · Gebrechen · gebrechlich · verbrechen · Verbrechen · Verbrecher · verbrecherisch
brechen Vb. ‘in Stücke teilen, zerfallen’, ahd. brehhan ‘brechen, reißen, vernichten’ (8. Jh.), mhd. brechen, asächs. brekan, mnd. mnl. brēken, nl. breken, afries. breka, aengl. brecan, engl. to break, got. brikan (germ. *brekan) sind verwandt mit den im Ablautverhältnis stehenden Bildungen ↗Brache, ↗Bruch m. und ↗Brocken (s. d.) sowie mit lat. frangere ‘(zer)brechen’ (mit nur präsentischem n; s. ↗Fraktur), so daß sich ie. *bhreg̑- ‘brechen, krachen’ als Ausgangsform erschließen läßt. Brecher m. ‘Sturzsee’ (19. Jh., nach engl. breaker). aufbrechen Vb. ‘sich auf den Weg machen, gewaltsam öffnen’, mhd. ūfbrechen; Aufbruch m. mhd. ūfbruch. ausbrechen Vb. ahd. ūʒbrehhan (Hs. 13. Jh.), mhd. ūʒbrechen. einbrechen Vb. ‘gewaltsam eindringen’, ahd. inbrehhan ‘eindringen, hineinstürzen’ (9. Jh.), mhd. īnbrechen; Einbruch m. mhd. īnbruch ‘das Eindringen, Eingriff, Schaden’; Einbrecher m. ‘wer gewaltsam eindringt und sich an fremdem Eigentum vergreift’ (16. Jh.). gebrechen Vb. ‘fehlen, mangeln’, mhd. gebrechen ‘brechen, fehlen, mangeln’; nur noch in es gebricht (mir) an etw., z. B. an Geld, Zeit, Mut (d. h. etw. bricht „geht“ mir ab, daher ‘es fehlt mir’). Vgl. ahd. gibrehhan ‘zerschmettern’, reflexiv ‘sich unterwerfen’ (11. Jh.). Dazu gehört der substantivierte Infinitiv Gebrechen n. ‘körperlicher Fehler, Krankheit’ (14. Jh.); vgl. dagegen mhd. gebreche m. ‘Mangel, Beschwerde, Krankheit’; gebrechlich Adj. ‘hinfällig’, mhd. gebrechlich. verbrechen Vb. ‘das Gesetz brechen, sich schwer vergehen’, ahd. firbrehhan (9. Jh.), mhd. verbrechen ‘zerschlagen, zerstören’, ursprünglich verstärktes brechen (wie zerbrechen), doch schon in mhd. Rechtssprache ‘eine Verbindlichkeit, ein Gebot übertreten, verletzen’. Der substantivierte Infinitiv Verbrechen n. ‘Straftat, schweres Vergehen’ in diesem juristischen Sinne erst im 17. Jh. Verbrecher m. ‘Gesetzesbrecher’ (17. Jh.); dagegen bezeichnet mhd. frühnhd. verbrecher jeden, der sich eines kleinen Vergehens schuldig macht. verbrecherisch Adj. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Einbrecher [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autodieb Beute Dieb Hehler abschrecken aufhebeln ausräumen dreist durchwühlen eindringen einsteigen entwenden entwendet erbeuten erbeutet ertappen ertappt flüchtend hebeln heimsuchen jugendlich klauen knacken mutmaßlich schnappen stehlen unbekannt verwüsten verzaubert vorbestraft

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Einbrecher‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Einbrecher durchwühlten versehentlich das Haus des Gärtners statt das von Madonna.
Bild, 10.06.2000
Insgesamt erhielten die Einbrecher 35 000 Mark für alle Taten.
Der Tagesspiegel, 03.08.1999
Sanft wie ein geübter Einbrecher zog er sich an den Fenstern hoch.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 12
Obwohl er auf dem Einbrecher lag, wagte er es nicht, sich zu rühren.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 151
Solange sie diesen Salat ißt, braucht sie sich nicht mehr vor dem Sterben zu fürchten, vor Einbrechern schon gar nicht.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 38
Zitationshilfe
„Einbrecher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Einbrecher>, abgerufen am 19.09.2019.

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