Einbruch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Einbruch(e)s · Nominativ Plural: Einbrüche
Aussprache
WorttrennungEin-bruch
Grundformeinbrechen
Wortbildung mit ›Einbruch‹ als Erstglied: ↗Einbruchbecken · ↗Einbruchdiebstahl · ↗Einbruchgebiet · ↗Einbruchgefahr · ↗Einbruchkessel · ↗Einbruchkriminalität · ↗Einbruchmeer · ↗Einbruchsbecken · ↗Einbruchsdiebstahl · ↗Einbruchsgebiet · ↗Einbruchsgefahr · ↗Einbruchsicherung · ↗Einbruchskessel · ↗Einbruchskriminalität · ↗Einbruchsmeer · ↗Einbruchssicherung · ↗Einbruchsstelle · ↗Einbruchstelle · ↗Einbruchswerkzeug · ↗Einbruchszone · ↗Einbruchwerkzeug · ↗Einbruchzone · ↗einbruchsicher · ↗einbruchssicher
 ·  mit ›Einbruch‹ als Letztglied: ↗Absatzeinbruch · ↗Bankeinbruch · ↗Börseneinbruch · ↗Ertragseinbruch · ↗Fluteinbruch · ↗Frosteinbruch · ↗Föhneinbruch · ↗Gewinneinbruch · ↗Kaltlufteinbruch · ↗Konjunktureinbruch · ↗Kälteeinbruch · ↗Ladeneinbruch · ↗Laubeneinbruch · ↗Stolleneinbruch · ↗Umsatzeinbruch · ↗Warmlufteinbruch · ↗Wassereinbruch · ↗Wohnungseinbruch
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das gewaltsame und heimliche Eindringen, um zu stehlen
Beispiele:
ein nächtlicher, frecher Einbruch
einen Einbruch verüben
hier muss ein Einbruch geschehen sein
mehrere Einbrüche sind noch unaufgeklärt
2.
Durchbruch
Beispiele:
der Einbruch von Wasser in das Marschland
der Einbruch kälterer Luftmassen, eines Kältetiefs, Hagelwetters
bakterielle Einbrüche im menschlichen Körper
ein erster, ernsthafter, tiefer Einbruch in die gegnerische Front
bewaffnete Einbrüche
durch den Einbruch der neuen Völker in eine alte Welt [PinderWesen1,43]
übertragen
Beispiel:
Für sie handelte es sich nicht um unsaubere Geschichten, sondern um den jähen und schmerzlichen Einbruch des Todes in ihre so wohlbehütete Jugend [OelfkenTraum191]
3.
nur im Singular
gehoben Beginn
entsprechend der Bedeutung von einbrechen (Lesart 3)
Beispiele:
der Einbruch der Nacht
noch vor, bei Einbruch der Dunkelheit
der Einbruch des Winters, der Regenzeit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brechen · Brecher · aufbrechen · Aufbruch · ausbrechen · einbrechen · Einbruch · Einbrecher · gebrechen · Gebrechen · gebrechlich · verbrechen · Verbrechen · Verbrecher · verbrecherisch
brechen Vb. ‘in Stücke teilen, zerfallen’, ahd. brehhan ‘brechen, reißen, vernichten’ (8. Jh.), mhd. brechen, asächs. brekan, mnd. mnl. brēken, nl. breken, afries. breka, aengl. brecan, engl. to break, got. brikan (germ. *brekan) sind verwandt mit den im Ablautverhältnis stehenden Bildungen ↗Brache, ↗Bruch m. und ↗Brocken (s. d.) sowie mit lat. frangere ‘(zer)brechen’ (mit nur präsentischem n; s. ↗Fraktur), so daß sich ie. *bhreg̑- ‘brechen, krachen’ als Ausgangsform erschließen läßt. Brecher m. ‘Sturzsee’ (19. Jh., nach engl. breaker). aufbrechen Vb. ‘sich auf den Weg machen, gewaltsam öffnen’, mhd. ūfbrechen; Aufbruch m. mhd. ūfbruch. ausbrechen Vb. ahd. ūʒbrehhan (Hs. 13. Jh.), mhd. ūʒbrechen. einbrechen Vb. ‘gewaltsam eindringen’, ahd. inbrehhan ‘eindringen, hineinstürzen’ (9. Jh.), mhd. īnbrechen; Einbruch m. mhd. īnbruch ‘das Eindringen, Eingriff, Schaden’; Einbrecher m. ‘wer gewaltsam eindringt und sich an fremdem Eigentum vergreift’ (16. Jh.). gebrechen Vb. ‘fehlen, mangeln’, mhd. gebrechen ‘brechen, fehlen, mangeln’; nur noch in es gebricht (mir) an etw., z. B. an Geld, Zeit, Mut (d. h. etw. bricht „geht“ mir ab, daher ‘es fehlt mir’). Vgl. ahd. gibrehhan ‘zerschmettern’, reflexiv ‘sich unterwerfen’ (11. Jh.). Dazu gehört der substantivierte Infinitiv Gebrechen n. ‘körperlicher Fehler, Krankheit’ (14. Jh.); vgl. dagegen mhd. gebreche m. ‘Mangel, Beschwerde, Krankheit’; gebrechlich Adj. ‘hinfällig’, mhd. gebrechlich. verbrechen Vb. ‘das Gesetz brechen, sich schwer vergehen’, ahd. firbrehhan (9. Jh.), mhd. verbrechen ‘zerschlagen, zerstören’, ursprünglich verstärktes brechen (wie zerbrechen), doch schon in mhd. Rechtssprache ‘eine Verbindlichkeit, ein Gebot übertreten, verletzen’. Der substantivierte Infinitiv Verbrechen n. ‘Straftat, schweres Vergehen’ in diesem juristischen Sinne erst im 17. Jh. Verbrecher m. ‘Gesetzesbrecher’ (17. Jh.); dagegen bezeichnet mhd. frühnhd. verbrecher jeden, der sich eines kleinen Vergehens schuldig macht. verbrecherisch Adj. (18. Jh.).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Börsencrash · ↗Börsenkrach · ↗Börsenkrise · ↗Börsensturz · ↗Crash · Einbruch · ↗Kursverfall · Schwarzer Freitag · ↗Wertverlust · ↗Zusammenbruch
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Abschwung · ↗Baisse · ↗Bärenmarkt · Einbruch · Fallen der Kurse · ↗Konjunktureinbruch · Kursabfall · ↗Kurssturz · ↗Kursverfall · ↗Preissturz  ●  ↗Deroute  geh., franz., veraltet, selten
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Einbruch  Hauptform · ↗Bruch  fachspr., Jargon
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktienmarkt Anzeigengeschäft Auftragseingang Autodiebstahl Diebstahl Dunkelheit Dämmerung Einfamilienhaus Gewerbesteuer Raub Raubüberfall Steuereinnahme Winter befürchtet begehen dramatisch drastisch erbeuten erholen erleiden konjunkturell massiv regelrecht scharf stehlen tief versucht verzeichnen verüben örtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Einbruch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Danach ging lange keiner mehr nach Einbruch der Nacht aus dem Haus.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 632
Am längsten liegt ein Einbruch aus dem Jahr 1985 zurück.
Die Welt, 01.04.2005
In allen Fällen waren die Bewohner zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht anwesend.
Der Tagesspiegel, 19.01.2004
Bei Einbruch der Nacht kamen sie zum wasserverschliffenen Stein zurück.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 181
Ein Einbruch der Zeit in das Spiel, der als Bruch im Spiel erkennbar wäre, scheint mir hier gerade nicht vorzuliegen.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 471
Zitationshilfe
„Einbruch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Einbruch>, abgerufen am 23.10.2019.

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