Einmaleins

GrammatikSubstantiv
WorttrennungEin-mal-eins
Wortbildung mit ›Einmaleins‹ als Letztglied: ↗Hexeneinmaleins
eWDG, 1967

Bedeutung

Zahlenreihe, die die Vervielfältigung der Zahlen unter 20 angibt
siehe auch eins (Lesart 1 u. 2)
Beispiele:
das kleine Einmaleins (= Zahlenreihe der Vervielfältigungen von 1 bis 10)
das große Einmaleins (= Zahlenreihe der Vervielfältigungen von 11 bis 20)
das Einmaleins lernen, aufsagen, wiederholen, beherrschen
bildlich (kindliche) Anfangsgründe
Beispiele:
etw. gehört zum Einmaleins
wer von dem Einmaleins des Kaufmanns auch nur das Geringste versteht [G. HermannKubinke45]
du kennst ja nicht mal das Einmaleins [DöblinAlexanderpl.413]
das ist ... das kleine Einmaleins [F. WolfGrenze5,307]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

einmal · Einmaleins · einmalig
einmal Adv. ‘ein einziges Mal, einst, später’, im 16. Jh. zusammengerückt aus dem Akkusativ ein Mal (s. ↗ein Num. und ↗-mal, ↗Mal). Voraus gehen präpositionale und genitivische Fügungen wie ahd. zi einemo, zeinemo māle ‘zu einem Zeitpunkt, einmal’, mhd. ze einem, zeinem māle, eines māles ‘einmal, mit einemmal’. einmal wird durchgehend sowohl als Wiederholungszahlwort wie auch als temporales Adverb verwendet. Mit Präpositionen oder anderen Adverbien geht es feste Verbindungen ein, die neue Bedeutungen entwickeln, so z. B. auf einmal ‘gleichzeitig, plötzlich’, mit einmal ‘unversehens’, noch einmal ‘zum zweitenmal’; in abgeschwächter Bedeutung steht es nach Adverbien wie nun und erst. Einmaleins n. Reihe der Vervielfältigungszahlen von 1 bis 20, die sich durch Multiplikation mit den Zahlen von 1 bis 10 ergeben; kleines Einmaleins (1 bis 10), großes Einmaleins (11 bis 20); Substantivierung der Fügung ein mal eins (15. Jh.), frühnhd. öfters auch Einmalein. einmalig Adj. ‘unwiederholbar, einzigartig’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abc Alphabet Betriebswirtschaft Fluchen Fußball Kapitalismus Krippenbau Marketing Marktwirtschaft Rechtschreibung Segeln Skepsis Volkswirtschaft abfragen aufsagen beherrschen beibringen betriebswirtschaftlich büffeln erlernen klein lehren lernen pauken unterrichten verlernen volkswirtschaftlich Ökonomie ökonomisch üben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Einmaleins‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist das kleine Einmaleins, nur diesmal ist es völlig auf den Kopf gestellt.
Der Tagesspiegel, 07.04.1999
Um sie zu lösen, reicht das kleine Einmaleins nicht aus.
Die Zeit, 23.05.1997, Nr. 22
Die Romantik war für ihn das große Veto gegen das Einmaleins der Vernunft.
Hahn, Ulla: Unscharfe Bilder, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2003, S. 176
Er schnurrt die Glanzpunkte der Geschichte so sicher herunter wie das kleine Einmaleins.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 266
Nach dem Einmaleins der römischen Nobilität besaß er für dieses Amt wenig Chancen.
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 9042
Zitationshilfe
„Einmaleins“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Einmaleins>, abgerufen am 26.08.2019.

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