Eintönigkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Eintönigkeit · Nominativ Plural: Eintönigkeiten · wird selten im Plural verwendet
Aussprache  [ˈaɪ̯ntøːnɪçkaɪ̯t]
Worttrennung Ein-tö-nig-keit
Wortzerlegung  eintönig -keit
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Beschaffenheit, Zustand, die bzw. der Langeweile auslöst
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ermüdende, lähmende, triste, trostlose Eintönigkeit
als Akkusativobjekt: die Eintönigkeit durchbrechen, unterbrechen
mit Genitivattribut: die Eintönigkeit des Alltags, des Lebens, der Umgebung
in Koordination: Eintönigkeit und Langeweile
Beispiele:
Nachdem die ersten Wochen im Gipswerk vergangen waren, hatten wir uns an die Eintönigkeit unseres Lebens hier gewöhnt. Unsere Tage waren so gleichförmig wie die endlose Weite der Steppe, die uns umgab. [Hautzig, Esther Rudomin: Die endlose Steppe. Frankfurt a. M. [u. a.] 1988]
Ein Motivationskiller ist oftmals die Eintönigkeit beim Sporttreiben. [Effektives Training für jedes Level, 30.07.2021, aufgerufen am 30.07.2021]
Abgesehen von der gähnenden Langeweile, Eintönigkeit und dem Frust, über den Online‑Unterricht nichts ordentliches zu lernen, ist der Verlust der Freunde und der sozialen Gruppe – also kurz gesagt die Einsamkeit – für die deutschen Schüler wahrscheinlich das Schlimmste am Homeschooling. [Depressionen und Verzweiflung, 11.03.2021, aufgerufen am 12.03.2021]
Ihr Porträt einer Beamtin zeigt exemplarisch eine der größten Belastungen der modernen Arbeitswelt: die zermürbende Eintönigkeit. [Die Zeit, 02.09.1999]
2.
Dominanz eines einzigen Tons oder Farbtons
Beispiele:
Es gibt ja unzählige Kinderbücher, die sich mit Farben beschäftigen, und nicht eben wenige, in denen es auch ganz konkret darum geht, wie die Farben in die Welt kommen – ein magischer Moment, wenn aus monochromer Eintönigkeit auf einmal Farben blühen und erstrahlen. [Kurzfilm zum Wochenende, 17.10.2014, aufgerufen am 31.08.2020]
Es ist Grafs eigene Stimme, die schwallte, zuweilen packend war und am Ende doch in wohltönender Eintönigkeit langweilte. [Die Welt, 02.01.2001]
[…] Geborgenheit muss nicht gleichbedeutend sein mit Eintönigkeit, gleich in welcher Farbschattierung. […] Ganz im Gegenteil: Es kann unterschiedliches Grün geben. [»Gemischtwaren« am Gartenzaun, 30.06.2021, aufgerufen am 30.06.2021]
So nett bunte Freizeitkleidung oft im Alltag die graue Eintönigkeit beleben kann, paßt sie doch nicht zum kultiviert‑festlichen Rahmen eines großen Opernhauses. [Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.): Gutes Benehmen. Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 13344]
Dieselbe wortlose Synthese wurde am Jahrhundertende in der Musik versucht. Sie strebte hinaus über die Eintönigkeit und die begrenzte Mehrstimmigkeit. Die Polyphonie, im anglonormannischen Westfrankreich als Kirchenmusik ausgestaltet, ließ nun jede Stimme sich ganz ausleben; der Diskant, die Gegenbewegung zur Hauptmelodie, wurde ebenso zugelassen wie der Kanon, der Rundgesang, bei dem die gleichlautenden Stimmen nacheinander einsetzten. [Borst, Arno: Religiöse und geistige Bewegungen im Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7869]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Einerlei · Eintönigkeit · Gleichförmigkeit · Monotonie · Stumpfsinn · Öde · Ödnis  ●  Ennui  geh. · Langeweile  ugs. · Langweile  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Eintönigkeit‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eintönigkeit‹.

Zitationshilfe
„Eintönigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eint%C3%B6nigkeit>, abgerufen am 24.01.2022.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
eintönig
eintitschen
eintippen
Eintiefung
eintiefen
Eintopf
eintopfen
Eintopfessen
Eintopfgericht
Eintracht