Einvernahme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Einvernahme · Nominativ Plural: Einvernahmen
Aussprache 
Worttrennung Ein-ver-nah-me
Grundform einvernehmen
Wortbildung  mit ›Einvernahme‹ als Letztglied: ↗Parteieinvernahme
eWDG

Bedeutung

österreichisch, schweizerisch, Jura Vernehmung, Verhör
Beispiele:
die Einvernahme der Zeugen, von Sachverständigen
eine polizeiliche Einvernahme anordnen
bei seiner Einvernahme durch die österreichische Sicherheitsbehörde
auf die Einvernahme verzichten
im Verlaufe der Einvernahmen

Thesaurus

Synonymgruppe
Anhörung · ↗Befragung · ↗Untersuchung · ↗Verhör · ↗Vernehmung  ●  Einvernahme  österr., schweiz. · ↗Einvernehmung  österr., schweiz.
Assoziationen
  • (die) Aussage verweigern · (die) Omertà gilt (für) · (sich) bedeckt halten · aus jemandem ist nichts herauszubekommen · beharrlich schweigen · jede Antwort verweigern · keine Aussage machen · nicht aussagen · nicht aussagen (gegen) · nicht kooperieren (mit Ermittlungsbehörden) · nichts sagen · nichts sagen wollen (zu) · zusammenhalten wie Pech und Schwefel  ●  ↗(sich) ausschweigen  Hauptform · (den) Mund halten  ugs. · (die) Zähne nicht auseinanderbekommen  ugs. · der Omertà unterworfen (sein)  geh. · ↗dichthalten  ugs. · ↗dichtmachen  ugs. · nicht mit der Sprache herausrücken  ugs. · nicht singen  ugs., Jargon
  • ausfragen · ↗befragen · ↗verhören · ↗vernehmen · zur Rede stellen  ●  ↗inquirieren  veraltend · (jemanden) einvernehmen (bürokrat./jurist.)  fachspr. · ↗(jemanden) grillen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Einvernahme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Einvernahme‹.

Verwendungsbeispiele für ›Einvernahme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Erklärung dafür seien die beiden bei der Einvernahme schuldig geblieben.
Süddeutsche Zeitung, 30.01.2004
Eine erneute Einvernahme des Schmidt zeitigt nur die bekannte intransigente Haltung.
Die Zeit, 07.02.1949, Nr. 06
Ich lege also auf die Einvernahme dieser Zeugen keinen Wert.
o. A.: Zweihundertdritter Tag. Mittwoch, 14. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 583
Damals wartete ich noch täglich auf meine Einvernahme und Entlassung.
Langhoff, Wolfgang: Die Moorsoldaten, Stuttgart: Verl. Neuer Weg 1978 [1935], S. 39
Um die Einheitlichkeit der Einvernahme zu gewährleisten, würde es vielleicht besser sein, jetzt eine Pause einzulegen.
o. A.: Einhundertzweiundneunzigster Tag. Donnerstag, 1. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 26611
Zitationshilfe
„Einvernahme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Einvernahme>, abgerufen am 19.01.2021.

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