Eis, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Eises · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Eis‹ als Erstglied: ↗Eisbahn · ↗Eisbank · ↗Eisbar · ↗Eisbecher · ↗Eisbeere · ↗Eisbeil · ↗Eisbein · ↗Eisberg · ↗Eisbeutel · ↗Eisblock · ↗Eisblume · ↗Eisbombe · ↗Eisbrecher · ↗Eisbär · ↗Eisbärenfell · ↗Eiscafé · ↗Eiscreme · ↗Eiscrème · ↗Eisdeckchen · ↗Eisdecke · ↗Eisdiele · ↗Eisdom · ↗Eisdrift · ↗Eisente · ↗Eisesblick · ↗Eiseshauch · ↗Eiseskälte · ↗Eisfabrik · ↗Eisfeld · ↗Eisfläche · ↗Eisfuchs · ↗Eisgang · ↗Eisgetränk · ↗Eisglätte · ↗Eisgrenze · ↗Eishacke · ↗Eishai · ↗Eishaken · ↗Eishalle · ↗Eishauch · ↗Eisheilige · ↗Eisheiligen · ↗Eishockey · ↗Eishockeyspieler · ↗Eishöhle · ↗Eisjacht · ↗Eiskaffee · ↗Eiskasten · ↗Eiskeller · ↗Eiskern · ↗Eisklumpen · ↗Eiskonditor · ↗Eiskonfekt · ↗Eiskonsum · ↗Eiskorn · ↗Eiskristall · ↗Eiskruste · ↗Eiskunstlauf · ↗Eiskälte · ↗Eiskübel · ↗Eislauf · ↗Eislawine · ↗Eisloch · ↗Eisluft · ↗Eismann · ↗Eismaschine · ↗Eismeer · ↗Eisnadel · ↗Eispalast · ↗Eispanzer · ↗Eispapier · ↗Eisperle · ↗Eispickel · ↗Eisplatte · ↗Eisregen · ↗Eisregion · ↗Eisrevue · ↗Eisriese · ↗Eisschicht · ↗Eisschießen · ↗Eisschmelze · ↗Eisschnell-Lauf · ↗Eisschnell-Laufen · ↗Eisschnell-Läufer · ↗Eisschnelllauf · ↗Eisschnelllaufen · ↗Eisschnellläufer · ↗Eisscholle · ↗Eisschrank · ↗Eisspalte · ↗Eisspeedwayrennen · ↗Eissport · ↗Eisspross · ↗Eissprosse · ↗Eisstau · ↗Eisstollen · ↗Eisstoß · ↗Eisstrom · ↗Eissturz · ↗Eisstück · ↗Eistanz · ↗Eistaucher · ↗Eistee · ↗Eistüte · ↗Eisverkäufer · ↗Eisvogel · ↗Eiswaffel · ↗Eiswagen · ↗Eiswolle · ↗Eiswürfel · ↗Eiswüste · ↗Eisyacht · ↗Eiszacke · ↗Eiszapfen · ↗Eiszeit · ↗Eiszeitalter · ↗Eiszone · ↗Eiszunge · ↗eisblau · ↗eisekalt · ↗eisfrei · ↗eisgekühlt · ↗eisglatt · ↗eisgrau · ↗eiskalt · ↗eislaufen · ↗eisähnlich
 ·  mit ›Eis‹ als Letztglied: ↗Ananaseis · ↗Binneneis · ↗Blitzeis · ↗Blockeis · ↗Drifteis · ↗Erdbeereis · ↗Glatteis · ↗Gletschereis · ↗Grundeis · ↗Inlandeis · ↗Kristalleis · ↗Kunsteis · ↗Natureis · ↗Packeis · ↗Pfannkucheneis · ↗Polareis · ↗Roheis · ↗Schelfeis · ↗Schokoladeneis · ↗Scholleneis · ↗Softeis · ↗Speiseeis · ↗Treibeis · ↗Trockeneis · ↗Unterwassereis · ↗Vanilleeis · ↗Wassereis
 ·  mit ›Eis‹ als Binnenglied: ↗Welteislehre  ·  mit ›Eis‹ als Grundform: ↗eisen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
durch Frost erstarrtes Wasser
Beispiele:
eine Decke, Schicht von Eis bedeckte den Flusslauf
auf den Pfützen war, lag Eis
dickes, dünnes, durchsichtiges, kristallenes, spiegelglattes, blankes, blauschillerndes, welliges, brüchiges, trügerisches Eis
das Eis trägt, kracht, birst, bricht (durch), schmilzt, taut
auf dem Eis (Schlittschuh) laufen
auf dem Eis schlittern, rutschen, hinfallen
Eis und Schnee bedeckte die Gipfel
die Expedition war allein in Schnee und Eis
die Zone, Region ewigen (= niemals völlig auftauenden) Eises
das Eis überqueren
Stangen, Blöcke aus künstlichem Eis
diese Lebensmittel werden über Nacht auf Eis gelegt
den Sekt in einen Kübel mit Eis stellen
kleine, quadratische Stückchen von Eis schwammen auf dem Getränk
er war wie Eis zu mir
jmd. ist wie zu Eis erstarrt
sie erschrak, dass ihr Blut (wie) zu Eis wurde
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche [GoetheFaustI 903]
übertragen
Beispiel:
das an einem Sonnenstrahl der Güte schmelzende Eis der Herzen [C. F. Meyer4,122]
ein Herz aus Eisein gefühlloses Herz
Beispiele:
sie hat ein Herz aus Eis
mit ihrem Herzen aus Eis
das Eis brechenSteifheit, Hemmungen überwinden; Widerstände überwinden
Beispiele:
als das (anfängliche) Eis durch diese komische Bemerkung gebrochen war, lachte alles lustig durcheinander
das Eis der Knechtschaft, Sklaverei wurde durch dieses Gesetz endgültig gebrochen
jmd. geht aufs Eis tanzen (= jmd. riskiert im Übermut viel)
sich auf dünnes Eis begeben (= sehr viel riskieren)
jmdn. aufs Eis (= in eine schwierige Lage) führen
sprichwörtlich wenn's dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis tanzen (= wenn es jmdm. zu gut geht, wird er übermütig)
es war das Gefühl, auf Eis zu gehen, auf dünnem Eis über eine Wasserfläche, deren Tiefe unbekannt ist [BöllHaus88]
etw. auf Eis legenetw. nicht weiter bearbeiten, auf später verschieben
Beispiele:
die Frage der Reform wurde zunächst auf Eis gelegt
Forderungen, einen Film auf Eis legen
Man soll nicht Groll und Verärgerung auf Eis legen (= soll sie nicht im Gedächtnis bewahren) [A. ZweigJunge Frau188]
2.
wohlschmeckende, künstlich gefrorene Flüssigkeit, Speiseeis, Gefrorenes
Beispiele:
bitte ein Eis!
ein Eis mit Früchten, Sahne
jmd. löffelt in seinem Eis
das Eis zergeht, zerläuft, wird wieder flüssig
ein Eis am Stiel
Kinder essen, lutschen gern Eis
wir gehen heute Eis essen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eis · Eisbahn · eisig · loseisen · Eisvogel
Eis n. ‘gefrorenes Wasser’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. īs, mnl. nl. ijs, afries. īs, aengl. īs, engl. ice, anord. īss, schwed. is. Für germ. *īsa- lassen sich iran. Parallelen beibringen, awest. aēxa- ‘Frost, Eis’, isav- ‘frostig, eisig’, pers. yak, afghan. jah̨, osset. ich (ux) ‘Eis’, wobei umstritten ist, ob im Iran. das s oder die Gutturallaute ursprünglich sind. Specht Dekl. 18 vertritt hinsichtlich des Awest. die zweite Ansicht. Einen altertümlichen Wechsel von suffixalem s und n sieht er (339) dagegen zwischen den germ. und den zugehörigen balt. und slaw. Formen lit. ýnis, aslaw. inii, russ. ínej (иней) ‘Reif’. Erschließbar ist eine Wurzel ie. *ei-, *ī- ‘Eis, Frost’. Eisbahn f. ‘Schlittschuhbahn’ (17. Jh.). eisig Adj. ‘eiskalt’, mhd. īsec; in jüngerer Sprache übertragen im Sinne von ‘unnahbar, kalt, ablehnend’. loseisen Vb. ‘losmachen’, eigentlich ‘ein im Eis festliegendes Schiff befreien’ (18. Jh.). Eisvogel m. farbenprächtiger Vogel, auch Martinsvogel und Wintervogel genannt, ahd. īsfogal (Hs. 12. Jh.), mhd. īsvogel. Ursprüngliche Bezeichnung ist ahd. īsa(r)nfogal (um 1100), aengl. īsearn, eigentlich ‘eiserner Vogel’ (s. ↗Eisen), nach dem metallisch glänzenden Federkleid. Hieraus ist Eisvogel, wohl unter Einfluß des Berichts bei Plinius, der Vogel brüte im Winter, umgedeutet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Eis · ↗Eiscreme · ↗Speiseeis  ●  ↗Eiskrem  alte Schreibung bis 2011 · ↗Eiskreme  alte Schreibung bis 2011 · ↗Glace  schweiz.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Eisbecher  ●  Glace-Töpfli  schweiz.
Geografie
Synonymgruppe
Eis · gefrorenes Wasser
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arktis Feuer Finsternis Gletscher Kuchen Kälte Schmelzen Schnee Stiel antarktisch arktisch bedecken bewegen blank brechen brüchig dick dünn erstarren essen ewig gebrechen gefrieren glatt kühlen legen schlecken schmelzen schmelzend tauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fast drei Jahre seines Lebens hat er schon auf dem driftenden Eis verbracht.
Die Zeit, 25.06.2007, Nr. 26
Die meisten der rund neunzig Arten leben weit vom Eis entfernt in eher warmen Ländern.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 93
Man kann nicht mit Eis darüber verhandeln, ob es schmelzen will.
Tange, Ernst Günter: Zitatenschatz zur Politik, Frankfurt a. M.: Eichborn 2000, S. 75
Jubelnd rannte die ganze Schar fort über das blaublanke Eis.
Matthiessen, Wilhelm: Das Rote U. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1932], S. 72
Wir betraten zunächst mit brennenden Lichtern in Händen eine ins blanke Eis gehauene Kapelle.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 25945
Zitationshilfe
„Eis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eis#1>, abgerufen am 24.08.2019.

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eis, das

Alternative SchreibungEis
GrammatikSubstantiv (Neutrum)
DWDS-Basisartikel, 2016

Bedeutung

Tonbezeichnung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eis · Eisbahn · eisig · loseisen · Eisvogel
Eis n. ‘gefrorenes Wasser’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. īs, mnl. nl. ijs, afries. īs, aengl. īs, engl. ice, anord. īss, schwed. is. Für germ. *īsa- lassen sich iran. Parallelen beibringen, awest. aēxa- ‘Frost, Eis’, isav- ‘frostig, eisig’, pers. yak, afghan. jah̨, osset. ich (ux) ‘Eis’, wobei umstritten ist, ob im Iran. das s oder die Gutturallaute ursprünglich sind. Specht Dekl. 18 vertritt hinsichtlich des Awest. die zweite Ansicht. Einen altertümlichen Wechsel von suffixalem s und n sieht er (339) dagegen zwischen den germ. und den zugehörigen balt. und slaw. Formen lit. ýnis, aslaw. inii, russ. ínej (иней) ‘Reif’. Erschließbar ist eine Wurzel ie. *ei-, *ī- ‘Eis, Frost’. Eisbahn f. ‘Schlittschuhbahn’ (17. Jh.). eisig Adj. ‘eiskalt’, mhd. īsec; in jüngerer Sprache übertragen im Sinne von ‘unnahbar, kalt, ablehnend’. loseisen Vb. ‘losmachen’, eigentlich ‘ein im Eis festliegendes Schiff befreien’ (18. Jh.). Eisvogel m. farbenprächtiger Vogel, auch Martinsvogel und Wintervogel genannt, ahd. īsfogal (Hs. 12. Jh.), mhd. īsvogel. Ursprüngliche Bezeichnung ist ahd. īsa(r)nfogal (um 1100), aengl. īsearn, eigentlich ‘eiserner Vogel’ (s. ↗Eisen), nach dem metallisch glänzenden Federkleid. Hieraus ist Eisvogel, wohl unter Einfluß des Berichts bei Plinius, der Vogel brüte im Winter, umgedeutet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Eis · ↗Eiscreme · ↗Speiseeis  ●  ↗Eiskrem  alte Schreibung bis 2011 · ↗Eiskreme  alte Schreibung bis 2011 · ↗Glace  schweiz.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Eisbecher  ●  Glace-Töpfli  schweiz.
Geografie
Synonymgruppe
Eis · gefrorenes Wasser
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arktis Feuer Finsternis Gletscher Kuchen Kälte Schmelzen Schnee Stiel antarktisch arktisch bedecken bewegen blank brechen brüchig dick dünn erstarren essen ewig gebrechen gefrieren glatt kühlen legen schlecken schmelzen schmelzend tauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die 9 Archonten erhielten auch damals nur 4 Obolen eis sitnsin für sich und ihren Herold und Flötenbläser - dies Amt blieb also wesentlich Ehrenamt.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 22694
Trotzdem ist die Philosophie und speziell der philosophische Th. paidagôgos eis Christon, aber immer nur in ihrem Scheitern bzw. Nicht-zu Ende-Kommen.
Klein, J.: Theismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 5880
Nicht minder wurde im Staatsmann (273 D eis ton tês anomoiotêtos apeiron onta topon) der Begriff des Ungleichartigen mit dem des Unbestimmten eng verknüpft.
Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067
Zitationshilfe
„eis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eis#2>, abgerufen am 24.08.2019.

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