Eleganz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Eleganz · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungEle-ganz
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
geschmackvolle, modische Gewähltheit
Beispiele:
die Eleganz der Kleidung
sportliche, strenge, dezente, damenhafte, echte, verfeinerte, billige, fadenscheinige Eleganz
ein Raum von behaglicher Eleganz
die geschmackvolle Eleganz der Ausstattung
Er kleidete sich mit letzter Eleganz [Feuchtw.Goya195]
Rauchen erschien mir damals der Inbegriff der Eleganz [RinserMitte47]
2.
Gewandtheit, Geschick
Beispiele:
die Eleganz der Bewegungen, des Sprungs
Jenen Anflug von Betroffenheit oder Verstimmung ... hatte Settembrini sofort mit Eleganz überwunden [Th. MannZauberb.2,529]
3.
Kultiviertheit
Beispiele:
die Eleganz des Dialoges auf der Bühne
bei aller Eleganz der Rede [Feuchtw.Söhne481]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

elegant · Elegant · Eleganz
elegant Adj. ‘geschmackvoll, gewählt, modisch’, Entlehnung (18. Jh.) von frz. élégant ‘geschmackvoll’, das gleichbed. lat. ēlegāns (Genitiv ēlegantis) aufnimmt, eine Nebenform zu ēligēns, Part. Präs. von lat. ēligere ‘auslesen, auswählen’ (vgl. lat. legere, s. ↗Legion). Im Dt. charakterisiert das Adjektiv (wie im Frz.) zunächst die Formvollendung sprachlicher und künstlerischer Darstellung, bald auch die äußere modisch-geschmackvolle Erscheinung von Personen und Dingen. Elegant m. ‘nach letzter Mode gekleideter Mann’ (um 1800), Übernahme von substantiviertem gleichbed. frz. élégant. Eleganz f. ‘modischer Geschmack, Gewandtheit’, bereits im 16. Jh. als Ausdruck der Rhetorik entlehnt aus lat. ēlegantia ‘geschmackvolle feine Wahl, Feinheit (des Ausdrucks), Anstand’. In seiner heutigen Verwendung (seit 18. Jh.) folgt die Bedeutung dem Substantiv frz. élégance sowie dem Gebrauch des dt. Adjektivs elegant.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dignität · ↗Distinktion · Eleganz · ↗Erhabenheit · ↗Gefasstheit · ↗Grandezza · ↗Gravität · ↗Haltung · ↗Stolz · ↗Vornehmheit · würdevolles Benehmen  ●  ↗Getragenheit  geh. · ↗Pathetik  geh. · ↗Weihe  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anmut Charme Chic Einfachheit Esprit Finesse Grazie Inbegriff Leichtigkeit Luxus Lässigkeit Noblesse Präzision Raffinesse Schönheit Sportlichkeit bestechen bestechend dezent gediegen kühl lässig schlicht spielerisch sprachlich stilistisch tänzerisch unaufdringlich zeitlos zurückhaltend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eleganz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die absterbende Kultur der Hüte ist nicht eine Frage mangelnder Eleganz.
Süddeutsche Zeitung, 13.06.1998
Die Eleganz, mit der diese Führung unternommen wird, ist frappierend.
Der Tagesspiegel, 06.09.1996
Konnte es so etwas wie bürgerliche Eleganz, noch dazu verbildlicht, geben?
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 308
In der Kleidung ersetzt die sprichwörtliche Eleganz beneidenswert locker die formelle Kleidung.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 10267
Und wahre Eleganz ist nur der äußere Ausdruck einer inneren Haltung.
Meißner, Hans-Otto: Man benimmt sich wieder, Giessen: Brühl 1950, S. 52
Zitationshilfe
„Eleganz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eleganz>, abgerufen am 17.12.2018.

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