Elf, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Elf · Nominativ Plural: Elfen
Aussprache
Grundformelf
Wortbildung mit ›Elf‹ als Letztglied: ↗Meisterelf · ↗Stammelf · ↗Startelf · ↗Werkelf · ↗Werkself
eWDG, 1967

Bedeutung

Sport aus 11 Spielern bestehende Fußballmannschaft, Handballmannschaft, Hockeymannschaft
Beispiel:
die gegnerische Elf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

elf · elfter · Elf1 · Elfmeter
elf Num. Das Zahlwort ahd. einlif (Anfang 9. Jh.), mhd. einlif, einlef, eilif, eilef, eilf, mnd. el(le)ven, elf, mnl. elf, ellef, nl. elf, aengl. endleofon, -lufon, ellefne, engl. eleven, anord. ellifu, schwed. elva, got. ainlif beruht auf einer Zusammensetzung aus dem unter ↗ein (s. d.) behandelten Numerale und einem Element germ. *-lif, *-liƀ- (neben wohl sekundär ablautendem *-luf, *-luƀ-), das auch in ↗zwölf (s. d.) wiederkehrt und unterschiedlich erklärt wird. Man kann Verwandtschaft mit nhd.bleiben (s. d.), got. laiba, ahd. leiba ‘Überbleibsel, Rest’ (um 800), anord. lifa ‘übrig sein’, lifna ‘übrigbleiben’ (zu ie. *leip- ‘kleben’) annehmen. Germ. *ain(a)lif- ist die Zahl, bei der nach dem Zählen bis zehn eins übrigbleibt. In der Bildungsweise vergleichbar ist lit. vienúolika ‘elf’, zu víenas ‘eins’ (vgl. dvý-, trýlika ‘zwölf, dreizehn’ usw.), dessen zweites Element ie. *-liku̯- zur Wurzel ie. *leiku̯- ‘lassen, zurück-, übriglassen’ (s. ↗leihen) gehört. Sommer Zum Zahlwort 62 f. stellt zwischen dem Germ. und Lit. einen unmittelbaren etymologischen Zusammenhang her. Er geht auch für das Germ. von ie. *liku̯- aus und nimmt an, daß in der germ. Grundform von ↗zwölf (s. d.) der Guttural (Labiovelar) des zweiten Wortelements dem Labial des Wortanfangs angeglichen und das so entstandene germ. *-lif, *-liƀ- dann auf die vorangehende Zahl elf übertragen worden sei. elfter Num. Ord. ahd. einlifto (9. Jh.), mhd. einlift, einleft, eilft, asächs. ellifto, mnd. ellevede, el(le)fte. Elf1 f. ‘aus elf Spielern bestehende Mannschaft’; Elfmeter m. ‘vom Elfmeterpunkt ausgeführter Strafstoß beim Fußball’, verkürzt aus Elfmeterball (beide Ende 19. Jh.).

Elfe · Elf2
Elfe f. Elf2 m. ‘Natur-, Märchengeist von anmutiger Zartheit’, im 18. Jh. aus gleichbed. engl. elf (verwandt mit ↗Alb, s. d.) entlehnt, zuerst von Bodmer in seiner Übersetzung von Miltons „Paradise Lost“ (1742) verwendet, durch Wielands Übersetzung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ (1764) eingebürgert. Anfangs ausschließlich im Plur. gebraucht, von dem bald darauf der Sing. die Elfe, aber auch der Elf abgeleitet wird, wozu Anfang des 19. Jhs. auch die Elfin.

Thesaurus

Sport
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausscheiden Bundestrainer Bundestrainerin Coach Darbietung EM Fee Fußball-Bund Namenlosen Teamchef Teammanager Trainer Troll Vorrundenspiel Zwerg aufbieten auflaufen betreut deutsch eingespielt ersatzgeschwächt erspielen neuformiert ranlassen schlagkräftig sieglos siegreich spielend vertrauen verunsichert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Elf‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Einsatz mag stimmen in seiner Elf, was sie jedoch zu oft vermissen lässt, ist die spielerische Klasse.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2004
Er ist der Trainer, er hat seine Elf im Kopf.
Bild, 05.06.1999
Elf dieser Unterhaltungen sind durch ein Prüfungsverfahren als erhebliches Beweismaterial für diese Zeit bestimmt worden.
o. A.: Achter Tag. Donnerstag, 29. November 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 23011
Wenn ich merke, daß die Elf zu leger und unkonzentriert ist, kann ich auch mal laut werden.
Der Spiegel, 08.08.1994
Elf Millionen Flüchtlinge brauchten zusätzlich ein Dach über dem Kopf.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1993, Nr. 10
Zitationshilfe
„Elf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Elf#1>, abgerufen am 20.11.2019.

Weitere Informationen …

Elf, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Elfen · Nominativ Plural: Elfen
Wortbildung mit ›Elf‹ als Erstglied: ↗Elfenkönigin · ↗Elfin
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von Elfe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

elf · elfter · Elf1 · Elfmeter
elf Num. Das Zahlwort ahd. einlif (Anfang 9. Jh.), mhd. einlif, einlef, eilif, eilef, eilf, mnd. el(le)ven, elf, mnl. elf, ellef, nl. elf, aengl. endleofon, -lufon, ellefne, engl. eleven, anord. ellifu, schwed. elva, got. ainlif beruht auf einer Zusammensetzung aus dem unter ↗ein (s. d.) behandelten Numerale und einem Element germ. *-lif, *-liƀ- (neben wohl sekundär ablautendem *-luf, *-luƀ-), das auch in ↗zwölf (s. d.) wiederkehrt und unterschiedlich erklärt wird. Man kann Verwandtschaft mit nhd.bleiben (s. d.), got. laiba, ahd. leiba ‘Überbleibsel, Rest’ (um 800), anord. lifa ‘übrig sein’, lifna ‘übrigbleiben’ (zu ie. *leip- ‘kleben’) annehmen. Germ. *ain(a)lif- ist die Zahl, bei der nach dem Zählen bis zehn eins übrigbleibt. In der Bildungsweise vergleichbar ist lit. vienúolika ‘elf’, zu víenas ‘eins’ (vgl. dvý-, trýlika ‘zwölf, dreizehn’ usw.), dessen zweites Element ie. *-liku̯- zur Wurzel ie. *leiku̯- ‘lassen, zurück-, übriglassen’ (s. ↗leihen) gehört. Sommer Zum Zahlwort 62 f. stellt zwischen dem Germ. und Lit. einen unmittelbaren etymologischen Zusammenhang her. Er geht auch für das Germ. von ie. *liku̯- aus und nimmt an, daß in der germ. Grundform von ↗zwölf (s. d.) der Guttural (Labiovelar) des zweiten Wortelements dem Labial des Wortanfangs angeglichen und das so entstandene germ. *-lif, *-liƀ- dann auf die vorangehende Zahl elf übertragen worden sei. elfter Num. Ord. ahd. einlifto (9. Jh.), mhd. einlift, einleft, eilft, asächs. ellifto, mnd. ellevede, el(le)fte. Elf1 f. ‘aus elf Spielern bestehende Mannschaft’; Elfmeter m. ‘vom Elfmeterpunkt ausgeführter Strafstoß beim Fußball’, verkürzt aus Elfmeterball (beide Ende 19. Jh.).

Elfe · Elf2
Elfe f. Elf2 m. ‘Natur-, Märchengeist von anmutiger Zartheit’, im 18. Jh. aus gleichbed. engl. elf (verwandt mit ↗Alb, s. d.) entlehnt, zuerst von Bodmer in seiner Übersetzung von Miltons „Paradise Lost“ (1742) verwendet, durch Wielands Übersetzung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ (1764) eingebürgert. Anfangs ausschließlich im Plur. gebraucht, von dem bald darauf der Sing. die Elfe, aber auch der Elf abgeleitet wird, wozu Anfang des 19. Jhs. auch die Elfin.

Thesaurus

Sport
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausscheiden Bundestrainer Bundestrainerin Coach Darbietung EM Fee Fußball-Bund Namenlosen Teamchef Teammanager Trainer Troll Vorrundenspiel Zwerg aufbieten auflaufen betreut deutsch eingespielt ersatzgeschwächt erspielen neuformiert ranlassen schlagkräftig sieglos siegreich spielend vertrauen verunsichert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Elf‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Einsatz mag stimmen in seiner Elf, was sie jedoch zu oft vermissen lässt, ist die spielerische Klasse.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2004
Er ist der Trainer, er hat seine Elf im Kopf.
Bild, 05.06.1999
Elf dieser Unterhaltungen sind durch ein Prüfungsverfahren als erhebliches Beweismaterial für diese Zeit bestimmt worden.
o. A.: Achter Tag. Donnerstag, 29. November 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 23011
Wenn ich merke, daß die Elf zu leger und unkonzentriert ist, kann ich auch mal laut werden.
Der Spiegel, 08.08.1994
Elf Millionen Flüchtlinge brauchten zusätzlich ein Dach über dem Kopf.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1993, Nr. 10
Zitationshilfe
„Elf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Elf#2>, abgerufen am 20.11.2019.

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