Embryo, der oder das

GrammatikSubstantiv (Maskulinum, Neutrum) · Genitiv Singular: Embryos · Nominativ Plural: Embryonen
Aussprache
WorttrennungEm-bryo · Emb-ryo
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Embryo‹ als Erstglied: ↗Embryoforschung · ↗Embryogenese · ↗Embryologie · ↗Embryonenforschung · ↗Embryonenschutz · ↗Embryonenschutzgesetz · ↗Embryopathie · ↗Embryosack · ↗Embryotomie · ↗Embryotransfer · ↗embryonal · ↗embryonisch
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
Anthropologie, Zoologie im Anfangsstadium der Entwicklung befindlicher Organismus, beim Menschen die Leibesfrucht von der vierten Schwangerschaftswoche bis zum Ende des vierten Schwangerschaftsmonats
b)
seltener, Medizin Fetus
2.
Botanik Teil des Samens der Samenpflanzen, der aus Keimachse, Keimwurzel u. Keimblättern besteht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Embryo m. n. ‘ungeborene Leibesfrucht’ (Keim bei Mensch und Tier in frühen Entwicklungsstadien), Entlehnung (15. Jh.) von gleichbed. spätlat. embryo, griech. émbryon ἔμβρυον) n., eigentlich ‘in etw. Wachsendes’, zu griech. en (ἐν) ‘in, darin’ und brýein (βρύειν) ‘sprossen, strotzen, keimen’. Übertragen embryo ‘das Ursprüngliche, Keim’ (16. Jh., Paracelsus). In der Fachsprache der Medizin begegnet neben Embryo im 18. Jh. als Nominativ Sing. auch dem Griech. folgendes Embryon n.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
(ein) Ungeborenes · Embryo · ↗Fetus · ↗Fötus · ↗Leibesfrucht · ungeborenes Leben  ●  Nasciturus  fachspr., juristisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Befruchtung Einnistung Einpflanzung Eizelle Erzeugung Forschung Forschungszweck Fötus Gebärmutter Gentest Klon Klonen Lebensrecht Mutterleib Reagenzglas Selektion Stammzelle Tötung Zelle befruchtet eingefroren einpflanzen erzeugt geklont gezeugt klonen menschlich tiefgefroren verwaist überzählig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Embryo‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu diesem Zeitpunkt hat der Embryo noch keine Organe ausgebildet.
Die Welt, 09.01.2004
Mehr geht nach dem Gesetz nicht, denn aus jedem Embryo kann theoretisch ein Kind werden.
Der Tagesspiegel, 05.11.2001
Zum ersten Mal ist die Wirkung von L. S. D. auf menschliche Embryos dokumentiert.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 338
Diese Bestimmung geht in allen Fällen von der ersten nachweisbaren Anlage im Embryo aus.
Portmann, Adolf: Einführung in die vergleichende Morphologie der Wirbeltiere, Basel: Schwabe 1959 [1948], S. 2
Der Mensch ist seines Lebens froh gewöhnlich nur als Embryo!
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 85
Zitationshilfe
„Embryo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Embryo>, abgerufen am 24.06.2019.

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