Emergenz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungEmer-genz
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Begriff der neueren englischen Philosophie, wonach höhere Seinsstufen durch neu auftauchende Qualitäten aus niederen entstehen
2.
Botanik Auswuchs einer Pflanze, an dessen Aufbau nicht nur die Epidermis, sondern auch tiefer liegende Gewebe beteiligt sind

Thesaurus

Synonymgruppe
Auftauchen · Emergenz · Fulguration · Sichtbarwerden · Übersummativität

Typische Verbindungen
computergeneriert

Begriff Ebene Phänomen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Emergenz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer sich gleichsam von oben, von der philosophischen Betrachtungsweise nähert, wird die spontane und einmalige Emergenz bevorzugen.
Die Zeit, 29.09.2008, Nr. 39
Nach der Lektüre dieses wunderbaren Gedichtbandes möchte man Enzensberger regelrecht den Sänger der Emergenz nennen.
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003
Die hierarchische Organisation des Organismus führt zu sprunghaftem Auftauchen neuer, nicht voraussehbarer Eigenschaften, zu Komplexität und Emergenz.
Der Tagesspiegel, 22.09.2000
Nach dem Prinzip der Emergenz weisen sie spezifische Eigenschaften auf, die sich aus der Kenntnis der Komponenten allein nicht vorhersagen lassen.
Die Welt, 31.07.1999
Nur aus der Selbstreferenz, nicht aus der Kausalität, folgt der Realitätsaufbau als Emergenz unterschiedlicher Systemtypen.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 980
Zitationshilfe
„Emergenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Emergenz>, abgerufen am 17.06.2019.

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