Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Emotion, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Emotion · Nominativ Plural: Emotionen
Aussprache 
Worttrennung Emo-ti-on
Wortbildung  mit ›Emotion‹ als Erstglied: emotional · emotionell · emotionsarm · emotionslos
Herkunft aus gleichbedeutend émotionfrz
eWDG

Bedeutung

gehoben Gemütsbewegung, Gefühl
Beispiele:
etw. löst eine Emotion aus
jmd. ist erfüllt, bestimmt von Emotionen
seine Emotionen beherrschen, zügeln
große, gewaltige Emotionen
Er stockte, weil das, was Alfred Emotion und Ressentiment genannt hätte, ihm die Kehle zuschnürte [ BöllWaage34]
Emotionen flauen ab, sie entarten auch [ H. MannZeitalter460]
Ich fürchte, ich habe keine starken Emotionen [ BaumKristall189]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Emotion · emotional
Emotion f. ‘Aufregung, Gemütsbewegung’, Entlehnung (um 1700) von gleichbed. frz. émotion, bis ins 19. Jh. auch ‘Volksbewegung, Empörung’ (daher im Dt. ebenfalls gelegentlich in diesem Sinne). Frz. émotion, mfrz. esmotion ist nach dem Vorbild von frz. motion, afrz. mocion ‘Bewegung’ (lat. mōtio, zu lat. movēre, mōtum ‘bewegen, erregen, erschüttern’) gebildet zu frz. émouvoir, afrz. esmovoir ‘in Bewegung setzen, erregen’, aus lat. exmovēre, Nebenform von häufigerem lat. ēmovēre ‘hinaus-, wegschaffen, entfernen, erschüttern’. emotional Adj. ‘aus Emotionen folgend, gefühlsmäßig’ (Ende 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Emotion · Empfindung · Gefühlsaufwallung · Gefühlsbewegung · Gefühlserregung · Gefühlsregung · Gefühlswallung · Gemütsbewegung · Gespür · Regung · Sentiment · Stimmungslage · menschliche Regung  ●  Gefühl  Hauptform · Affekt  fachspr.
Oberbegriffe
  • psychologische Eigenschaft

Typische Verbindungen zu ›Emotion‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Emotion‹.

Verwendungsbeispiele für ›Emotion‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle seine Emotionen, ungereinigt wie sie sind, kommen hier ins Spiel. [Hofmannsthal, Hugo von: Balzac. In: Mathias Bertram (Hg.) Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 27855]
Das mit den schlaflosen Nächten ist schon fast zuviel der Emotionen. [Die Zeit, 31.10.1997, Nr. 45]
Es sagt aber etwas über das Risiko, solche Emotionen zu benutzen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1995]]
Die Interessen des Proletariats gingen in einer rauschhaften patriotischen Emotion unter. [konkret, 1984]
Wir müssen doch einmal loskommen von den Emotionen auf diesem Gebiet. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1969]]
Zitationshilfe
„Emotion“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Emotion>.

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