Empfängnis, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Empfängnis · Nominativ Plural: Empfängnisse · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungEmp-fäng-nis (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Empfängnis‹ als Erstglied: ↗Empfängnisverhütung · ↗Empfängniszeit · ↗empfängnisfähig
eWDG, 1967

Bedeutung

das Schwangerwerden, die Befruchtung des Eis
Beispiele:
die Zeit für eine Empfängnis
eine Empfängnis verhüten
Religion die Unbefleckte Empfängnis
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

empfangen · Empfang · Empfänger · empfänglich · Empfängnis
empfangen Vb. ‘bekommen, entgegennehmen, in Empfang nehmen’, ahd. intfāhan (um 800), mhd. enphāhen, entvāhen, asächs. antfāhan, mnd. entfān, aengl. onfōn, Präfixbildung (s. ↗ent-) zu dem unter ↗fangen (s. d.) behandelten Verb (wo Weiteres zur Lautentwicklung). Seit dem Ahd. in vielfachen Verwendungen mit persönlichem und sachlichem Objekt; auch ‘schwanger werden’ (meist absolut gebraucht); jung eine (Rund)funksendung empfangen. Empfang m. ‘Entgegennahme, Aufnahme, offizielle Begrüßung’, ahd. antfang (9. Jh.), mhd. antvanc. Empfänger m. ‘Entgegennehmender, Empfangsgerät’, ahd. intfangāri, intfangeri ‘Beschützer, Helfer’, eigentlich ‘wer jmdn. bei sich aufnimmt, empfängt’ (9. Jh.), mhd. enphāhære ‘Empfänger’; nhd. Empfaher überwiegend bis ins 16. Jh., vereinzelt noch bis ins 18. Jh., daneben seit dem 17. Jh. Empfanger, Empfänger. Die Bedeutung ‘Empfangsgerät’ lebt hauptsächlich in Zusammensetzungen wie Rundfunk-, Fernsehempfänger (1. Hälfte 20. Jh.). empfänglich Adj. ‘aufnahmebereit, -fähig, anfällig’, ahd. antfanglīh (9. Jh.), mhd. enphenclich ‘angenehm, willkommen, annehmbar, aufnahmebereit’. In der Bedeutung ‘angenehm, annehmbar’ geläufig bis ins 17. Jh. Empfängnis f. ‘Schwangerwerden’, ahd. intfangnissa (9. Jh.), spätmhd. en(t)phencnisse ‘Annahme’, auch ‘Schwangerschaft’ (14. Jh.). Im Nhd. wird der Gebrauch auf ‘Schwangerwerden’ eingeschränkt.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Befruchtung · Empfängnis  ●  ↗Konzeption  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenblick Definition Dogma Dogmatisierung Fest Frucht Geburt Glaube Jungfrau Kathedrale Kirche Lehre Menschenleben Moment Mysterium Schoß Schwangerschaft Symbol Unfehlbarkeit Verhütung Verkündigung Zeitpunkt Zeugung befleckt jungfräulich natürlich unbefleckt vergehen verhüten verkünden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Empfängnis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie garantiert das Recht auf Leben, jedoch nicht vom Zeitpunkt der Empfängnis an.
Süddeutsche Zeitung, 05.11.1999
Dreiviertel aller amerikanischen Mädchen, die im Alter von 15 bis 19 Jahren schwanger werden, sind zum Zeitpunkt der Empfängnis unverheiratet.
Die Zeit, 12.07.1974, Nr. 29
Er ist im Individuum mit seinem Entstehen schon angelegt: das Altern und Sterben beginnt mit der Empfängnis.
Ströker, E.: Tod. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 43181
Man wird jedenfalls die unter gewissen Umständen geübte Verhütung der Empfängnis keineswegs als unmoralisch und verwerflich bezeichnen dürfen.
Gerling, Reinhold: Was muß man vor der Ehe von der Ehe wissen? In: ders., Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg 1933 [1901], S. 286
Die unbefleckte Empfängnis der christlichen Mutter Gottes ist nur eine andere Erscheinungsform asiatischer, büßender Gottesmütter.
Meisel-Hess, Grete: Die sexuelle Krise. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8652
Zitationshilfe
„Empfängnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Empfängnis>, abgerufen am 21.05.2019.

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