Empfängnis, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Empfängnis · Nominativ Plural: Empfängnisse · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Emp-fäng-nis
Wortzerlegung empfangen -nis
Wortbildung  mit ›Empfängnis‹ als Erstglied: Empfängnisverhütung · Empfängniszeit · empfängnisfähig · empfängnisverhütend
eWDG

Bedeutung

das Schwangerwerden, die Befruchtung des Eis
Beispiele:
die Zeit für eine Empfängnis
eine Empfängnis verhüten
Religiondie Unbefleckte Empfängnis
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

empfangen · Empfang · Empfänger · empfänglich · Empfängnis
empfangen Vb. ‘bekommen, entgegennehmen, in Empfang nehmen’, ahd. intfāhan (um 800), mhd. enphāhen, entvāhen, asächs. antfāhan, mnd. entfān, aengl. onfōn, Präfixbildung (s. ent-) zu dem unter fangen (s. d.) behandelten Verb (wo Weiteres zur Lautentwicklung). Seit dem Ahd. in vielfachen Verwendungen mit persönlichem und sachlichem Objekt; auch ‘schwanger werden’ (meist absolut gebraucht); jung eine (Rund)funksendung empfangen. Empfang m. ‘Entgegennahme, Aufnahme, offizielle Begrüßung’, ahd. antfang (9. Jh.), mhd. antvanc. Empfänger m. ‘Entgegennehmender, Empfangsgerät’, ahd. intfangāri, intfangeri ‘Beschützer, Helfer’, eigentlich ‘wer jmdn. bei sich aufnimmt, empfängt’ (9. Jh.), mhd. enphāhære ‘Empfänger’; nhd. Empfaher überwiegend bis ins 16. Jh., vereinzelt noch bis ins 18. Jh., daneben seit dem 17. Jh. Empfanger, Empfänger. Die Bedeutung ‘Empfangsgerät’ lebt hauptsächlich in Zusammensetzungen wie Rundfunk-, Fernsehempfänger (1. Hälfte 20. Jh.). empfänglich Adj. ‘aufnahmebereit, -fähig, anfällig’, ahd. antfanglīh (9. Jh.), mhd. enphenclich ‘angenehm, willkommen, annehmbar, aufnahmebereit’. In der Bedeutung ‘angenehm, annehmbar’ geläufig bis ins 17. Jh. Empfängnis f. ‘Schwangerwerden’, ahd. intfangnissa (9. Jh.), spätmhd. en(t)phencnisse ‘Annahme’, auch ‘Schwangerschaft’ (14. Jh.). Im Nhd. wird der Gebrauch auf ‘Schwangerwerden’ eingeschränkt.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Befruchtung · Empfängnis  ●  Konzeption  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Empfängnis‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Empfängnis‹.

Verwendungsbeispiele für ›Empfängnis‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dreiviertel aller amerikanischen Mädchen, die im Alter von 15 bis 19 Jahren schwanger werden, sind zum Zeitpunkt der Empfängnis unverheiratet. [Die Zeit, 12.07.1974, Nr. 29]
Sie garantiert das Recht auf Leben, jedoch nicht vom Zeitpunkt der Empfängnis an. [Süddeutsche Zeitung, 05.11.1999]
Da hilft auch keine unbefleckte Empfängnis, das ist auch bei der Mutter Gottes so. [Süddeutsche Zeitung, 13.04.1996]
Sieben Monate verbrachte die werdende Mutter nach der endlich gelungenen Empfängnis im Bett. [Süddeutsche Zeitung, 25.06.1994]
Man wird jedenfalls die unter gewissen Umständen geübte Verhütung der Empfängnis keineswegs als unmoralisch und verwerflich bezeichnen dürfen. [Gerling, Reinhold: Was muß man vor der Ehe von der Ehe wissen? In: ders., Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg 1933 [1901], S. 286]
Zitationshilfe
„Empfängnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Empf%C3%A4ngnis>.

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