Emulsion, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Emulsion · Nominativ Plural: Emulsionen
Aussprache
WorttrennungEmul-si-on
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Chemie Gemenge von zwei Flüssigkeiten, die ineinander nicht mischbar oder löslich sind, sodass die eine Flüssigkeit in feinste schwebende Tröpfchen zerteilt ist
2.
Fotografie lichtempfindliche Schicht auf Platten, Filmen und Papieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Emulsion f. Gemisch von ineinander unlöslichen Flüssigkeiten, von denen die eine in Form feinster Tröpfchen verteilt ist. Zu lat. ēmulsum, Part. Perf. von ēmulgēre ‘ausmelken’ (zu lat. mulgēre ‘melken’), wird als Fachausdruck der Naturwissenschaften, namentlich der Pharmazie, das Verbalsubstantiv nlat. ēmulsio (Genitiv ēmulsiōnis) gebildet; dieses findet sich Anfang des 18. Jhs. in dt. Texten, seit der Mitte des 18. Jhs. Emulsion; vgl. älteres frz. émulsion (16. Jh.) und engl. emulsion (17. Jh.). In der Fotografie wird Emulsion Ende des 19. Jhs. als Bezeichnung für die aus Gelatine und Silbersalzen bestehende lichtempfindliche Schicht üblich.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Creme Suspension Wasser auftragen fotografisch herstellen stabil wässerig Öl Ölen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Emulsion‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur einfrieren darf man sie nicht, denn dann brechen die Emulsionen.
Die Zeit, 16.03.1984, Nr. 12
Damit lädt man in seine Kamera immer nur andere Emulsionen.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 234
Eine fotografische Emulsion erzeugt für jede auf sie treffende Helligkeit eine bestimmte Schwärzung.
Opfermann, Hans Carl: Die neue Schmalfilm-Schule, Harzburg: Heering 1940, S. 195
Lavendel-Körpermilch ist eine Emulsion, die die Haut weich und geschmeidig macht und rasch einzieht.
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2001
Die Salze und Emulsionen eignen sich besonders für die Imprägnierung grüner und frisch geschlagener Hölzer.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 389
Zitationshilfe
„Emulsion“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Emulsion>, abgerufen am 16.11.2018.

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