Energiequelle, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Energiequelle · Nominativ Plural: Energiequellen
Aussprache  [enɛʁˈgiːkvɛlə]
Worttrennung Ener-gie-quel-le
Wortzerlegung EnergieQuelle
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Stoff, physikalisches Phänomen oder Vorrichtung, woraus Energie (II) gewonnen werden kann
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: regenerative, erneuerbare, alternative, umweltfreundliche, regenerierbare, saubere, fossile, unerschöpfliche Energiequellen
als Akkusativobjekt: eine Energiequelle anzapfen, erschließen, nutzen, entwickeln, entdecken, besitzen
in Präpositionalgruppe/-objekt: Strom, Stromerzeugung, Elektrizität aus, die Abhängigkeit von [fossilen, erneuerbaren] Energiequellen; der Umstieg auf [erneuerbare] Energiequellen
als Prädikativ: Kernfusion, Wasserstoff, Kernkraft, Brennstoffzellen, Wind als Energiequelle
Beispiele:
Aktuell ist die Atomenergie mit einem Anteil von zehn Prozent an der weltweiten Stromversorgung die zweitwichtigste emissionsarme Energiequelle – nach Wasser mit 16 Prozent. [Die Welt, 29.05.2019]
Der Netzausbau müsse entscheidend vorangebracht werden, damit mehr Strom aus regenerativen Energiequellen nutzbar werde und der angestrebte Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien bis 2030 erreicht werden könne. [Die Welt, 28.05.2019]
Die Energie für ihre quirligen Bewegungen gewinnt die Maus aus der Nahrung. […] Alle Lebewesen verfügen über eine solche Energiequelle – Tiere verzehren andere Organismen, und verwerten ihre Bestandteile, Pflanzen fangen die Energie der Sonne ein. [Welt am Sonntag, 13.01.2019]
Nach Berechnung des Energieversorgers […] werden Windparks, Solaranlagen und andere erneuerbare Energiequellen schon im Laufe dieser Woche mehr Strom produziert haben als im gesamten Vorjahr. [Süddeutsche Zeitung, 12.12.2018]
Von einem etwas anderen Gesichtspunkte betrachtet man die Ernährung, wenn man alle diejenigen Stoffe als Nährstoffe bezeichnet, die in unserem Körper eine Energiequelle bilden. [Hesse, Richard: Der Tierkörper als selbständiger Organismus. Leipzig [u. a.]: B. G. Teubner 1910, S. 258]
übertragen etw., woraus jemand Energie (I) schöpft
Beispiele:
Die familiäre und persönliche Atmosphäre macht das Bali Mandala zu einem Ort der Inspiration und Energiequelle, um Körper, Geist und Seele miteinander in Einklang zu bringen. [Bali Mandala: Wohlfühlen mit Yoga und Massagen, 01.08.2020, aufgerufen am 01.09.2020]
Und etwas wehmütig klingt Alt‑Star Michael Holm (»Tränen lügen nicht«), als er auf die Frage nach seiner Energiequelle antwortet: »Erstens, zweitens und drittens das Publikum«. [Neue Osnabrücker Zeitung, 31.12.2020]
Wer sein eigenes, persönliches Wintermärchen erleben will, sollte sich den Schlaf als Energiequelle erschliessen. [Luzerner Zeitung, 25.11.2020]
Der Workshop »Ressourcen stärken« kann dabei helfen, die persönlichen Stressfaktoren – auch die unbewussten – zu identifizieren, seine Energiequellen zu finden und sich seiner Stärken und Ressourcen im Kampf gegen Stress bewusstzuwerden. [Mittelbayerische, 24.07.2020]
Haß ist seine einzige Energiequelle. [Berliner Zeitung, 07.02.1946]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Energiequelle‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Energiequelle‹.

Zitationshilfe
„Energiequelle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Energiequelle>, abgerufen am 22.06.2021.

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