Energiesteuer, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Energiesteuer · Nominativ Plural: Energiesteuern
Aussprache [enɛʁˈgiːʃtɔɪ̯ɐ]
Worttrennung Ener-gie-steu-er
Wortzerlegung  Energie Steuer2
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

Steuerwesen Verbrauchssteuer, die (indirekt) auf fossile und synthetisch hergestellte Energieträger erhoben wird   Das Energiesteuergesetz (EnergieStG) löste am 15. Juli 2006 das Mineralölsteuergesetz (MinöStG) ab. Statt des Begriffs »Mineralölsteuer« wird in Deutschland in offiziellen Kontexten seitdem der weiter gefasste Begriff »Energiesteuer« verwendet.
siehe auch Mineralölsteuer
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine höhere, gestiegene, steigende, niedrigere Energiesteuer
als Akkusativobjekt: die Energiesteuer erhöhen, anheben, senken, zahlen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Energiesteuer auf Treibstoffe
in Präpositionalgruppe/-objekt: jmdn. von der Energiesteuer befreien, ausnehmen; die Einnahmen, das Aufkommen aus der Energiesteuer
in Koordination: Energiesteuer und Mehrwertsteuer
als Genitivattribut: die Einführung, Erhöhung, Senkung der Energiesteuer
Beispiele:
Zum Kraftstoff‑Produktpreis und die Energiesteuer kommt in Deutschland die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. [Südkurier, 31.01.2020]
Umweltministerin Svenja Schulze […] hatte eine Steuer auf das klimaschädliche Kohlendioxid als Erhöhung der Energiesteuern für Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas vorgeschlagen. [Mittelbayerische, 13.08.2019]
Das Versprechen der rot‑grünen Bundesregierung, Bio‑Kraftstoffe von der Mineralöl‑Besteuerung auszunehmen, wurde von der Großen Koalition durch Einführung der Energiesteuer aufgekündigt. [Fränkischer Tag, 11.04.2009]
Inzwischen entpuppt sich die Behauptung, Deutschland besteuere Energie nicht oder nicht ausreichend hoch, zunehmend als eine Mär. So weist eine Studie der Europäischen Umweltagentur (»Environmental Taxes«; 1996) aus, daß der Anteil der Energiesteuern am Gesamtsteueraufkommen schon heute in Deutschland höher ist als in Dänemark, den Niederlanden, Finnland oder Österreich. [Die Zeit, 27.08.1998]
allgemeiner in der Schweiz   Verbrauchssteuer, die (indirekt) auf fossile Energien erhoben wird und die dem Ausbau erneuerbarer Energien dient
Beispiele:
Die Schweiz besteuert seit 1997 leichtes Heizöl mit hohem Schwefelgehalt aus Umweltgründen stärker; zudem wurden die allgemeinen Energiesteuern angehoben, um damit die Förderung der Solarenergie zu finanzieren. [Frankfurter Rundschau, 21.04.1998]
Die nationale Initiative »Energie‑ statt Mehrwertsteuer« wurde von den Grünen Nidwalden einstimmig befürwortet. Mit einer Energiesteuer lasse sich die Energieeffizienz erhöhen, erneuerbare Energien fördern und den CO2‑Ausstoss massiv reduzieren. [Luzerner Zeitung, 07.02.2015]
Gefordert wird nichts anderes als ein radikaler Umbau des Steuersystems. Die Mehrwertsteuer würde abgeschafft. Stattdessen würde eine Energiesteuer erhoben, und zwar auf der Einfuhr und der inländischen Erzeugung nicht erneuerbarer Energie. [Neue Zürcher Zeitung, 28.11.2012]

letzte Änderung:

Thesaurus

Politik, Ökonomie
Synonymgruppe
Energiesteuer · Mineralölsteuer
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Energiesteuer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Energiesteuer‹.

Zitationshilfe
„Energiesteuer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Energiesteuer>, abgerufen am 25.10.2021.

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