Entdecker, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Entdeckers · Nominativ Plural: Entdecker
Aussprache 
Worttrennung Ent-de-cker
Wortbildung  mit ›Entdecker‹ als Erstglied: ↗Entdeckerdrang · ↗Entdeckerfreude · ↗Entdeckergeist · ↗Entdeckerlust · ↗Entdeckerstolz · ↗entdeckerisch
eWDG

Bedeutung

jmd., der eine für die Wissenschaft wichtige Entdeckung gemacht hat
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

entdecken · Entdecker · Entdeckung
entdecken Vb. ‘Unbekanntes, Verborgenes auffinden’, mit Dativ auch ‘jmdm. etw., sich offenbaren’, ahd. in(t)thecken (8. Jh.), mhd. endecken, mnd. en(t)decken ‘aufdecken, entblößen, erkennbar machen, offenbaren’, mnl. nl. ontdekken ‘auf-, abdecken, offenbaren, auffinden’. Die Präfixbildung (s. ↗ent-) zu dem unter ↗decken (s. d.) dargestellten Verb bezeichnet zunächst im konkreten Sinne das Abnehmen einer Bedeckung (so nl. noch heute, im Dt. bis ins 18. Jh.), doch zeigt bereits das Ahd. metaphorischen Gebrauch ‘enthüllen, offenbaren’. Die in der Gegenwart vorherrschende Verwendung ‘durch Auffinden von Unbekanntem das Wissen über die Welt erweitern’ ist seit dem 16. Jh. nachzuweisen. Dazu Entdecker m. ‘wer Unbekanntes auffindet’ (17. Jh.), vorher ‘Abdecker, Schinder’ (15. Jh.); Entdeckung f. ‘das Auffinden von Unbekanntem’, auch ‘überraschend Aufgefundenes, neues Wissen’, spätmhd. entdeckunge ‘Offenbarung’, mnd. en(t)deckinge ‘Anzeige, Offenbarung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Entdecker · Entdeckungsreisender · Forschungsreisender
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Entdecker‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Entdecker‹.

Verwendungsbeispiele für ›Entdecker‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als man ihn findet, gebärdet er sich wie ein wildes Tier und tötet zwei seiner Entdecker.
Bild, 21.01.2000
Ich beschloß, sie mit dem Recht des Entdeckers in Besitz zu nehmen.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 66
Und so empfindet man es bald den ersten Entdeckern nach.
Süddeutsche Zeitung, 15.10.1996
Um unsere Überlegung nicht mit dem Problem der Darstellung zu belasten, denken wir dabei nicht an einen Künstler, sondern an Organisatoren, Entdecker.
Gehlen, Arnold: Urmensch und Spätkultur, Bonn: Athenäum 1956, S. 99
Sie waren die eigentlichen Entdecker des reinen Begriffs und des reinen Operierens mit Begriffen.
Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067
Zitationshilfe
„Entdecker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Entdecker>, abgerufen am 26.02.2021.

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