Entdeckung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Entdeckung · Nominativ Plural: Entdeckungen
Aussprache
WorttrennungEnt-de-ckung
Wortbildung mit ›Entdeckung‹ als Erstglied: ↗Entdeckungsfahrt · ↗Entdeckungsreise · ↗Entdeckungsreisende
 ·  mit ›Entdeckung‹ als Letztglied: ↗Neuentdeckung
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von entdecken (Lesart 1 u. 2)
entsprechend der Bedeutung von entdecken (Lesart 1)
Beispiele:
eine für die Wissenschaft große, bedeutende, wichtige Entdeckung machen
die Entdeckung neuer Sterne, Erdteile
entsprechend der Bedeutung von entdecken (Lesart 2)
Beispiele:
dieses Talent war eine unerwartete Entdeckung
das Mädchen ist eine Entdeckung für ihn
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

entdecken · Entdecker · Entdeckung
entdecken Vb. ‘Unbekanntes, Verborgenes auffinden’, mit Dativ auch ‘jmdm. etw., sich offenbaren’, ahd. in(t)thecken (8. Jh.), mhd. endecken, mnd. en(t)decken ‘aufdecken, entblößen, erkennbar machen, offenbaren’, mnl. nl. ontdekken ‘auf-, abdecken, offenbaren, auffinden’. Die Präfixbildung (s. ↗ent-) zu dem unter ↗decken (s. d.) dargestellten Verb bezeichnet zunächst im konkreten Sinne das Abnehmen einer Bedeckung (so nl. noch heute, im Dt. bis ins 18. Jh.), doch zeigt bereits das Ahd. metaphorischen Gebrauch ‘enthüllen, offenbaren’. Die in der Gegenwart vorherrschende Verwendung ‘durch Auffinden von Unbekanntem das Wissen über die Welt erweitern’ ist seit dem 16. Jh. nachzuweisen. Dazu Entdecker m. ‘wer Unbekanntes auffindet’ (17. Jh.), vorher ‘Abdecker, Schinder’ (15. Jh.); Entdeckung f. ‘das Auffinden von Unbekanntem’, auch ‘überraschend Aufgefundenes, neues Wissen’, spätmhd. entdeckunge ‘Offenbarung’, mnd. en(t)deckinge ‘Anzeige, Offenbarung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Entdeckung · ↗Feststellung · ↗Fund · Kenntniserlangung
Synonymgruppe
Entdeckung · ↗Erfindung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Currywurst Erfindung Eroberung Jahrestag Kernspaltung Langsamkeit Massengrab Planet Röntgenstrahl Seeweg Zeitalter archäologisch aufregend bahnbrechend bedeutend eigentlich erstaunlich gemacht grausig harren interessant naturwissenschaftlich schrecklich sensationell spektakulär verblüffend verdanken wissenschaftlich zufällig überraschend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Entdeckung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eigenartigerweise handelt es sich bei diesem Gemälde um eine Entdeckung.
Die Welt, 02.04.2005
Auf letzterem Gebiet machte er eine Entdeckung, eine Art chemisches Gesetz, das bis heute nach seinem Namen benannt ist.
Der Tagesspiegel, 20.04.2003
Die elektrotechnische Industrie baut auf physikalischen Entdeckungen in anderer Weise auf.
Gerlach, Walther: Fortschritte der Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 16593
Allerdings schützte ein feiner weißer Nebel, der über der Erde lagerte, sie vor Entdeckung.
Brief von Kurt Rohrbach vom 26.08.1915. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 228
Und beide Männer machten ihre Entdeckungen der scholastischen Sprache zum Trotz.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26551
Zitationshilfe
„Entdeckung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Entdeckung>, abgerufen am 20.05.2019.

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