Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Enterich, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Enterichs · Nominativ Plural: Enteriche
Aussprache  [ˈɛntəʀɪç]
Worttrennung En-te-rich
formal verwandt mitEnte1
eWDG

Bedeutung

männliche Ente, Erpel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ente1 · Enterich
Ente1 f. Schwimmvogel, ahd. anut (10. Jh.), enita (11. Jh.; dagegen ahd. anata, 10. Jh., und aneta, 11. Jh., aus vlat. anata?), mhd. ant, ente, mnd. ānt, ānet, mnl. aent, eent, ent, nl. eend, aengl. ened, anord. ǫnd, schwed. and setzen germ. *anuð- bzw. *anuði- oder (mit Suffixablaut) *anið- voraus. Mit lat. anas (Genitiv anatis), lit. ántis, kslaw. ǫty, russ. útka (утка) wird germ. *anuð- auf ie. *anət- ‘Ente, Wasservogel’ zurückgeführt, wozu ablautend (ie. *ṇ̄ti̯-) griech. nḗssa (νῆσσα), (att.) nḗtta (νῆττα) ‘Ente’ und vielleicht auch aind. ātíḥ, ātī́ ‘Wasservogel’. Ente bezeichnet sowohl den wildlebenden wie auch den gezähmten Wasservogel; dazu die verdeutlichenden Komposita Wildente, Hausente (beide 15. Jh.). – Enterich m. ‘männliche Ente’ (neben Erpel, s. d.), ahd. anutrehho (11. Jh.), mhd. antreche, antrach, entrech, antreich, entreich, nhd. (schwäb.) Antrech, mnd. āntreke, āntdrāke. Das zweite Kompositionsglied, verwandt mit nd. Drāke, engl. drake ‘Enterich’ (Herkunft ungeklärt), hat sich in seiner Entwicklung den Eigennamen auf -rich angeglichen.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Ente · Enterich · Erpel
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Chilenische Pfeifente · Chilepfeifente
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Enterich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Enterich dagegen gilt als Symbol und wenig schmeichelhafte Bezeichnung für einen polygamen Mann. [Röhrich, Lutz: Ente. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 24675]
Seinen berühmten Enterich hatte der Walt‑Disney‑Zeichner in den dreißiger Jahren erfunden. [Süddeutsche Zeitung, 26.08.2000]
Das macht die nicht nachlassende Anziehungskraft dieses sehr menschlichen Enterichs verständlich. [Süddeutsche Zeitung, 10.06.1994]
Aber der Enterich ist noch weniger leicht zu fassen als die Ente; beide sind so gut wie ungreifbar. [Die Zeit, 04.07.1957, Nr. 27]
Und wie beim Enterich hat das viel mit dem Straßenverkehr und mit der Fliegerei zu tun. [Süddeutsche Zeitung, 25.06.2003]
Zitationshilfe
„Enterich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Enterich>.

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