Entlastung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Entlastung · Nominativ Plural: Entlastungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungEnt-las-tung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Entlastung‹ als Erstglied: ↗Entlastungsbogen · ↗Entlastungsfrage · ↗Entlastungsmaterial · ↗Entlastungszeuge · ↗Entlastungszug
 ·  mit ›Entlastung‹ als Letztglied: ↗Kostenentlastung · ↗Nettoentlastung · ↗Steuerentlastung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von entlasten (Lesart 1)
Beispiele:
die neue Maschine bedeutet eine große Entlastung für die Arbeiter
durch Diätkost wird eine Entlastung für den Kreislauf geschaffen
während der Feiertage ist eine Entlastung der Züge, des Reiseverkehrs durch Sonderzüge vorgesehen
Entlastung des Berufsverkehrs durch Busse
das Geständnis war für sie eine große seelische Entlastung
2.
(teilweise) Befreiung von einer Schuld, die jmdm. zur Last gelegt wurde
Beispiele:
bei der Gerichtsverhandlung wurden alle die Umstände vorgebracht, die der Entlastung dienen konnten
die Aussage dieses Zeugen bedeutete für den Angeklagten eine Entlastung
3.
Bankwesen
Beispiel:
die Entlastung eines Kontos (= Tilgung eines Schuldbetrages auf einem Konto)
4.
Kaufmannssprache Kontrolle und Billigung einer Geschäftsführung
Beispiele:
halbjährlich ist der Leitung Entlastung zu erteilen
die Versammlung erteilte bei der Hauptjahresversammlung dem Vorstand Entlastung

Thesaurus

Jura
Synonymgruppe
Entlastung · ↗Rechtfertigung · Schuldbefreiung  ●  ↗Exkulpation  fachspr., lat.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitnehmer Arbeitskosten Arbeitsmarkt Aufsichtsrat Beitragszahler Bundeshaushalt Bürger Einkommen Einkommensteuer Familie Haushalt Kommune Lohnnebenkosten Mittelstand Rentenkasse Rentenversicherung Steuerreform Steuerzahler Umwelt Vorstand erhoffen erhofft finanziell nennenswert spürbar steuerlich versprechen versprochen vertagen verweigern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Entlastung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von einer Entlastung für Klar kann derzeit noch überhaupt nicht die Rede sein.
Die Zeit, 23.04.2007, Nr. 17
Dass Süß einen so begabten Spieler wie Boll vor der Nase hat, empfindet er als Entlastung, nicht als Belastung.
Der Tagesspiegel, 28.03.2004
Das Aufkommen des Fernsehens brachte auch hier die segensreiche Entlastung vom ideologischen Druck.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 378
Mehr kann Ich zur Entlastung nicht sagen, da ich es nicht beweisen kann.
o. A.: Einhundertster Tag. Freitag, 5. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 17017
Wenn er das sagte, schaffte er sich nur eine Entlastung.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 146
Zitationshilfe
„Entlastung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Entlastung>, abgerufen am 17.10.2019.

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