Ephemere, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Worttrennung Ephe-me-re
DWDS-Verweisartikel

Bedeutung

Synonym zu Ephemera

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ephemer · ephemerisch · Ephemera · Ephemere1 · Ephemere2
ephemer Adj. ‘von kurzer Dauer, ohne bleibende Bedeutung’, Entlehnung aus griech. ephḗmeros (ἐφήμερος) ‘nur einen Tag lebend, vergänglich’, exozentrische Bildung (s. epi-) zu griech. hēméra (ἡμέρα) ‘Tag’. Im Dt. geläufig seit dem 18. Jh. (ein ephemer Fieber 1712, ein ephemeres Glück 1788) neben älterem ephemerisch Adj. (16. Jh.), das im 19. Jh. aufgegeben wird. Bereits im 16. Jh. vereinzelt auch das Substantiv Ephemera, Ephemere1 f. ‘eintägiges Fieber’. Im Hinblick auf griech. ephḗmeron (zṓon) (ἐφήμερον ζῷον) ‘nur einen Tag lebendes Wesen’ bildet Linné den Namen zoolog.-lat. Ephemera für Eintagsfliegen (1748), daraus Ephemere2 f. ‘Eintagsfliege’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Ephemere‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier ist für den Dichter ein Ansatzpunkt gegeben, die radikalisierte Qual des Ephemeren gewissermaßen aus den Angeln zu heben.
Süddeutsche Zeitung, 12.08.2000
Wie bändigt man das Ephemere, Flüchtige, Schwerelose in vermittelbaren Zeichen?
Süddeutsche Zeitung, 29.04.1997
Sondern weil auch das Ephemere zyklisch funktioniert und es nach ein paar Umdrehungen Zeit wird weiterzuziehen.
Die Zeit, 23.09.2002, Nr. 38
Seine Forcierung und Vergegenwärtigung des Ephemeren stieß an die Grenzen der Institution.
Der Tagesspiegel, 14.12.2001
Zitationshilfe
„Ephemere“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ephemere>, abgerufen am 21.01.2022.

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