Epitheton, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Epithetons · Nominativ Plural: Epitheta
Aussprache
WorttrennungEpi-the-ton
HerkunftGriechisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Sprachwissenschaft Beiwort
Beispiele:
Goethe! Das war kurz und gut. Die Fremde gab ihm gegen mich ... weiter kein Epitheton [KügelgenJugenderinnerungen125]
der leuchtende Religionsnebel um seine Person wird noch dadurch intensiviert, daß sich religiöse Epitheta einstellen [KlempererLTI123]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Epitheton n. ‘Beiwort’, Übernahme des 17. Jhs. von griech.-lat. epitheton (ἐπίθετον) ‘Beiname, Beiwort’, substantiviertem Part. Perf. von griech. epitithénai (ἐπιτιθέναι) ‘hinzusetzen, -fügen’. Oft in der Verbindung Epitheton ornans ‘schmückendes, das Typische kennzeichnendes Beiwort’ (19. Jh.); zu lat. ornāre ‘schmücken’ (s. ↗Ornament).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Beifügung · ↗Beiwort  ●  Attributivum  geh. · Epitheton (Rhetorik)  fachspr., bildungssprachlich
Unterbegriffe
  • Artzusatz · zweiter Teil des Artnamens  ●  Art-Epitheton  geh. · Epitheton  geh., griechisch · artspezifisches Epitheton  geh.
Assoziationen
Botanik
Synonymgruppe
Artzusatz · zweiter Teil des Artnamens  ●  Art-Epitheton  geh. · Epitheton  geh., griechisch · artspezifisches Epitheton  geh.
Oberbegriffe
  • Beifügung · ↗Beiwort  ●  Attributivum  geh. · Epitheton (Rhetorik)  fachspr., bildungssprachlich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

schmückend versehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Epitheton‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Epitheta galten real-existierenden Personen, deren Wirken alles andere als Spiel war.
Die Welt, 04.08.1999
Nie zuvor war in der republikanischen Geschichte unserer Nation dieses Epitheton so wertvoll wie heute.
Die Zeit, 10.12.1965, Nr. 50
Dieses Engagement bringt ihm bis heute alle Epitheta der Empörung ein, von "widerlich" über "abstoßend" bis "unverzeihlich".
Süddeutsche Zeitung, 22.05.2003
Derselbe Gott wird später als Radigast bezeichnet, wohl ein Epitheton.
Unbegaun, B. O.: Slawische Religion. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22729
Das zeigt vor allem die Benutzung der Adjektive und die Benutzung stehender Epitheta.
Barthel, Henner (Hg.), Politische Reden in der DDR, St. Ingbert: Röhrig 1998, S. 68
Zitationshilfe
„Epitheton“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Epitheton>, abgerufen am 20.11.2019.

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