Erörterung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erörterung · Nominativ Plural: Erörterungen
Aussprache
WorttrennungEr-ör-te-rung (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von erörtern
Beispiele:
nähere, gründliche, genaue, endlose, fruchtlose, theoretische, kritische Erörterungen
sich nicht auf längere Erörterungen einlassen
Erörterungen anstellen
der Gegenstand der Erörterung
gehoben diese Frage bedarf einer besonderen Erörterung
Die Erörterungen wurden mit Heftigkeit geführt [Feuchtw.Teufel80]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

erörtern · Erörterung
erörtern Vb. ‘eingehend beraten, durchsprechen, darlegen’, zuerst in der Rechtssprache (Anfang 16. Jh.) in der Bedeutung ‘verhandeln, entscheiden’ gebraucht und bald allgemein im heutigen Sinne verwendet. Das Präfixverb schließt sich an spätmhd. örtern ‘genau untersuchen’ an, das von mhd. örter Plur. (zu mhd. ort ‘äußerster Punkt nach Raum und Zeit, Anfang, Ende, Spitze, Ecke, Rand, Platz, Stelle’, s. ↗Ort) abgeleitet ist, also eigentlich ‘bis ans äußerste Ende verfolgen’ bedeutet. Daneben begegnet im 16. Jh. gleichbed. ausörtern. Vgl. auch ähnlich entstandenes, im 15. und 16. Jh. bezeugtes ausecken. Die dt. Bildungen sind wohl in Anlehnung an lat. dētermināre und lat. dēfinīre (s. ↗determinieren und ↗definieren) enstanden. Erörterung f. ‘eingehende Beratung’ (Anfang 16. Jh.), zuerst in der Rechtssprache im Sinne von ‘Verhandlung, gerichtlicher Entscheid’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Erhebung · Erörterung · ↗Studie · ↗Untersuchung  ●  ↗Evaluation  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Behandlung · ↗Darlegung · ↗Erläuterung · ↗Eruierung · Erörterung · ↗Überlegung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abrüstungsfrage Einwendung Frage Friedensvertrag Gegenstand Konferenz Mittelpunkt Schuldfrage Sicherheitsfrage ausführlich bedürfen detailliert dialektisch einberufen eingehend entspinnen ernsthaft gründlich langwierig lebhaft mündlich philosophisch sachlich theologisch theoretisch umständlich vertagen vertieft weitschweifig öffentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erörterung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ob die eintreten oder nicht, ist eine zunächst theoretische Erörterung.
Der Tagesspiegel, 06.10.2001
Gewiß ist von der Erörterung dieser Fragen bis zu ihrer Durchführung noch ein weiter Weg.
Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 399
Die Erörterung dieses Problems wird freilich nicht schon dadurch überflüssig, daß alle Welt von ihm Kenntnis genommen hat.
Die Zeit, 31.07.1964, Nr. 31
Wenn ich nunmehr auf rechtliche Fragen eingehe, so soll das keinesfalls eine umfassende Erörterung darstellen.
o. A.: Einhundertachtundsiebzigster Tag. Montag, 15. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 13664
Andere Fragen des deutsch-tschechischen Problems sind zur Zeit für eine öffentliche Erörterung ungeeignet.
o. A.: Einhundertdreiundsechzigster Tag. Dienstag, 25. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 11672
Zitationshilfe
„Erörterung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erörterung>, abgerufen am 21.05.2019.

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