Erbfehler, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungErb-feh-ler
WortzerlegungerbenFehler
eWDG, 1967

Bedeutung

von den Eltern oder Vorfahren geerbte schlechte Eigenschaft oder körperliche Missbildung
Beispiele:
sein Leichtsinn, ihre Kurzsichtigkeit ist ein Erbfehler
scherzhaft meine Unpünktlichkeit ist ein alter Erbfehler von mir

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und wenn das vor vielen Jahren durch die Sonnenbestrahlung kam, also, es wäre absolut kein Erbfehler.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 02.12.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Es scheint mir ein Erbfehler der Deutschen, ihre Gemeinheiten immer ethisch rechtfertigen zu wollen.
Tucholsky, Kurt: Bettschnüffler. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]
Das betrifft auch die Entscheidung für oder gegen vorgeburtliche diagnostische Maßnahmen sowie für oder gegen das Austragen eines Kindes mit schweren Erbfehlern.
Süddeutsche Zeitung, 24.02.1994
Er stimmte einem Antrag Baden-Württembergs zu, bei der anstehenden Hundezuchtverordnung auch die Zucht von Hunden mit Erbfehlern zu untersagen.
Die Welt, 20.05.2000
Ganze fünf bis zehn Prozent aller Behinderungen beruhen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation auf Chromosomenanomalien und Erbfehlern.
Die Zeit, 22.09.1989, Nr. 39
Zitationshilfe
„Erbfehler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erbfehler>, abgerufen am 26.06.2019.

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