Eremitage, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Eremitage · Nominativ Plural: Eremitagen
Aussprache
WorttrennungEre-mi-ta-ge
HerkunftGriechisch
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet einsam gelegenes Gartenhäuschen, intimes Lustschlösschen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eremit · Eremitage
Eremit m. ‘Einsiedler, Klausner’, entlehnt (um 1500, heremit, 13. Jh.) aus gleichbed. kirchenlat. ērēmīta, griech. erēmī́tēs (ἐρημίτης), eigentlich ‘zur Wüste gehörig, in der Wüste lebend’; zugrunde liegt das Adjektiv griech. erḗmos, érēmos (ἐρῆμος, ἔρημος) ‘einsam, unbewohnt, verlassen’. Das zugehörige Substantiv Eremitage f. ‘Einsiedelei, Klause, einsam liegendes Schlößchen’ (Anfang 17. Jh.) stammt dagegen aus frz. ermitage (zu frz. ermite ‘Einsiedler’), ist aber im Dt. lautlich an die griech.-lat. Form Eremit angeglichen. Heute ist Eremitage oder Ermitage vor allem als Name des Staatlichen Museums (Kunstsammlungen) in St. Petersburg bekannt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einsiedelei · Einsiedlergrotte · Einsiedlerklause · Eremitage · ↗Eremitei · Eremo · Ermitage · ↗Grotte · ↗Klause · Mönchsklause
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bestand Beutekunst Dependance Depot Direktor Geheimdepot Gemälde Guggenheim Kunstsammlung Kunstschatz Kunstwerk Leihgabe Leningrad Leningrader Louvre Meisterwerk Moskauer Museum Petersburg Petersburger Prado Puschkin-Museum Sammlung Schatz Winterpalais Winterpalast besichtigen lagern staatlich weltberühmt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eremitage‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am nächsten Tag spaziert Ganz durch die Eremitage, ein Gespenst der Geschichte im schönsten Museum der Welt.
Der Tagesspiegel, 24.09.2003
Die Eremitage, behaupten wir, ist das wunderbarste Museum der Welt.
Die Zeit, 27.11.1992, Nr. 49
Wissen Sie außer der Zerstörung des Winterpalastes, der »Eremitage«, auch etwas über die Zerstörung anderer Kulturdenkmäler?
o. A.: Fünfundsechzigster Tag. Freitag, 22. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2427
So hatte über den Idyllen und Eremitagen von Wusterhausen und Rheinsberg doch nur unermeßliches Leiden gelastet?
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 690
Es folgt die Aufzählung der Abgaben für Weihrauch und andere Bedürfnisse der Eremitage und ihre Deckung.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 193
Zitationshilfe
„Eremitage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eremitage>, abgerufen am 08.12.2019.

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