Erfolg, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Erfolg(e)s · Nominativ Plural: Erfolge
Aussprache
WorttrennungEr-folg (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Erfolg‹ als Erstglied: ↗Erfolghascherei · ↗Erfolgsaussicht · ↗Erfolgsbuch · ↗Erfolgschance · ↗Erfolgsdenken · ↗Erfolgsdruck · ↗Erfolgserie · ↗Erfolgsfaktor · ↗Erfolgsgeschichte · ↗Erfolgskontrolle · ↗Erfolgskurs · ↗Erfolgskurve · ↗Erfolgsroman · ↗Erfolgsschlager · ↗Erfolgsserie · ↗Erfolgsstück · ↗Erfolgswahrscheinlichkeit · ↗Erfolgszahl · ↗erfolglos · ↗erfolgreich · ↗erfolgsabhängig · ↗erfolgshungrig · ↗erfolgsorientiert · ↗erfolgssicher · ↗erfolgswirksam · ↗erfolgversprechend
 ·  mit ›Erfolg‹ als Letztglied: ↗Absatzerfolg · ↗Abwehrerfolg · ↗Anlageerfolg · ↗Behandlungserfolg · ↗Berufserfolg · ↗Betriebserfolg · ↗Bildungserfolg · ↗Dauererfolg · ↗Doppelerfolg · ↗Enderfolg · ↗Erziehungserfolg · ↗Exporterfolg · ↗Fahndungserfolg · ↗Gesamterfolg · ↗Geschäftserfolg · ↗Innovationserfolg · ↗Lernerfolg · ↗Markterfolg · ↗Produktionserfolg · ↗Projekterfolg · ↗Regieerfolg · ↗Saisonerfolg · ↗Schulerfolg · ↗Sensationserfolg · ↗Therapieerfolg · ↗Torerfolg · ↗Unternehmenserfolg · ↗Unterrichtserfolg · ↗Verhandlungserfolg · ↗Verkaufserfolg · ↗Überraschungserfolg
eWDG, 1967

Bedeutung

Eintritt einer beabsichtigten, angestrebten Wirkung, positives Ergebnis
Beispiele:
ein großer, bedeutender, großartiger, außerordentlicher, beispielloser, ungeheurer, sensationeller, schöner, stolzer Erfolg
ein toller Erfolg salopp
die Aufführung, das Unternehmen war, wurde ein voller, durchschlagender Erfolg
dieser Künstler war ein Erfolg
das Ensemble, Ballett hatte auf seiner Tournee überall riesigen Erfolg
ein beachtlicher, ermutigender, fragwürdiger, zweifelhafter Erfolg
nach anfänglichen Erfolgen lieferte der Autor nur noch mittelmäßige Stücke
die Untersuchung führte zu (keinen) greifbaren Erfolgen
seine Bemühungen hatten (nicht) den gewünschten Erfolg
ein persönlicher, praktischer, propagandistischer, taktischer Erfolg
die politischen, wirtschaftlichen Erfolge eines Landes
Erfolge erringen, erzielen, aufweisen können, zu verzeichnen haben
auf Erfolg ausgehen, um Erfolg ringen
Erfolg ernten
von Erfolg zu Erfolg schreiten, eilen
einen Erfolg (weiter) ausbauen, ausnutzen
etw. ist von Erfolg begleitet, gekrönt, findet, zeitigt keinen Erfolg
ein Mittel, eine Methode mit (gutem, bestem, wechselndem) Erfolg, ohne Erfolg anwenden, erproben
eine Krankheit mit, ohne Erfolg behandeln
sich mit, ohne Erfolg an einem Preisausschreiben, Wettbewerb beteiligen
mit Erfolg geimpft
seine Bestrebungen blieben ohne Erfolg
der Erfolg blieb (nicht) aus
Erfolg reihte sich an Erfolg
damit hat sie wenig, keine Aussicht auf Erfolg
er hat Erfolg bei Frauen (= gewinnt sie leicht für sich)
Sie hat sich dem Erfolg verschrieben, der hellen Seite des Lebens [RinserMitte347]
Folge
Beispiele:
der (einzige) Erfolg war, dass alles lachte
er sprach weiter, jedoch mit dem Erfolg, dass niemand mehr zuhörte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

folgen · Folge · folglich · folgsam · folgenschwer · folgerecht · folgerichtig · folgern · Folgerung · Gefolge · Gefolgschaft · erfolgen · Erfolg · verfolgen · Verfolger · Verfolgung · verabfolgen
folgen Vb. ‘hinterhergehen, der nächste sein, sich nach etw. richten, sich aus etw. ergeben, gehorchen’, ahd. folgēn ‘folgen, treu dienen, nachjagen’ (8. Jh.), seltener folgōn ‘Folge leisten’ (9. Jh.), mhd. volgen, auch ‘Heerfolge leisten, beipflichten’, asächs. folgon, mnd. volgen, mnl. volghen, nl. volgen, aengl. folgian, engl. to follow, anord. fylgja, schwed. följa ist trotz zahlreicher Deutungsversuche in seiner Etymologie ungeklärt. Außergerm. Verwandte sind fraglich; erwogen wird Verwandtschaft mit kymr. ol ‘Spur’, ar ol ‘nach, hinter’, korn. ol ‘Fußspur’, so daß sich eine Form ie. *pelgh-, *polgh- ergäbe (Kluge ²¹211 f.); andere vermuten einen Zusammenhang mit der Wortfamilie ↗befehlen (s. d.) mit einer Bedeutungsentwicklung ‘bedecken ‒ beschützen ‒ in jmds. Gefolgschaft treten’ (Falk/Torp 1, 291 und 227). Die naheliegende Annahme, das Verb (mit den Endungen ahd. -ōn bzw. -ēn) als Ableitung von einem Nomen aufzufassen, bleibt ebenfalls zweifelhaft, da Folge f. ‘Ergebnis, Wirkung, Reihe’ erst spät im Kompositum ahd. selbfolga ‘Sekte’ (11. Jh.) bezeugt ist, danach mhd. volge ‘Gefolge, Begleitung, Verfolgung, Nachfolge, Beistimmung’. Hier liegt eher eine postverbale Bildung vor. folglich Konj. ‘daher, infolgedessen’ (1. Hälfte 17. Jh.), ohne Tradition zu ahd. folglīhho Adv. ‘in der Folge, hintenan’ (9. Jh.); in älterer Sprache nicht nur kausal (s. oben), sondern auch temporal im Sinne von ‘danach, ferner, weiter’ (bis ins 19. Jh.) verwendet. folgsam Adj. ‘brav, gehorsam’ (17. Jh.); vgl. ahd. gifolgīg ‘gehorsam, gefügig’ (um 1000), mhd. gevolgec, -volgic, nhd. gefolgig (bis ins 18. Jh.). Daneben wird folgsam (wie folglich, s. oben) als kausale (17. Jh.) und temporale (18. Jh.) Konj. benutzt. folgenschwer Adj. ‘von schwerwiegender Wirkung’ (18. Jh.), wohl nach frz. gros de conséquences, entsprechend noch im 19. Jh. auch folgeschwer. folgerecht Adj. (18. Jh.), heute häufiger folgerichtig (19. Jh.) ‘sich aus den Tatsachen logisch ergebend’, für frz. conséquent (s. ↗konsequent). folgern Vb. ‘eine Folge ableiten, einen Schluß ziehen’ (16. Jh.), bei Luther geringschätzig im Sinne von ‘Sophisterei treiben’, seit dem 18. Jh. im Wortschatz der Philosophie üblich ‘einen logischen Schluß ableiten’; dazu Folgerung f. ‘logische Ableitung, Schluß’ (18. Jh.), älteres ↗Konsequenz (s. d.) teilweise ersetzend. Gefolge n. ‘Begleitung’, seit dem 17. Jh. belegt, geläufig seit dem 18. Jh. für ‘Begleitung einer fürstlichen Person, Hofstaat’; im Gefolge ‘zeitlich oder kausal folgend’ (18. Jh.). Gefolgschaft f. ‘Gesamtheit der Gefolgsleute’ (eines germanischen Fürsten), Fachwort der Geschichtswissenschaft; dann auch ‘Anhängerschaft’ (19. Jh.). erfolgen Vb. ‘als Folge eintreten, geschehen’, ahd. irfolgēn ‘verfolgen’ (9. Jh.), mhd. ervolgen ‘zuteil werden, erreichen, erlangen’, refl. ‘sich erfüllen, zutragen’; dazu Erfolg m. ‘Wirkung, Erreichen eines Zieles’, Rückbildung zu erfolgen (17. Jh.); erfolglos, erfolgreich Adj. (19. Jh.). verfolgen Vb. ‘(in feindlicher Absicht) hinterhergehen, zu erreichen suchen’, verstärktes ↗folgen (s. d.), mhd. vervolgen ‘Folge leisten, beistimmen, nachfolgen, befolgen’, asächs. farfolgon; dazu Verfolger m. ‘wer jmdn. feindlich verfolgt’ (15. Jh.) und Verfolgung f. ‘feindliches Nachsetzen, Versuch, ein Ziel zu erreichen’ (14. Jh.). verabfolgen Vb. ‘zuteilen, übergeben’ (17. Jh.), neben gleichbed., heute seltenem abfolgen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bilanz · Bilanzaufstellung · ↗Ergebnis · ↗Jahresabschluss
Synonymgruppe
Fortuna · Gelingen · ↗Heil · Lorbeeren
Assoziationen
Synonymgruppe
Bombenerfolg · ↗Gewinn · ↗Riesenerfolg · ↗Triumph · triumphaler Erfolg  ●  ↗(großer) Erfolg  Hauptform
Assoziationen
  • Erfolg haben · erfolgreich sein · ↗reüssieren  ●  (die) Lorbeeren ernten  fig.
Antonyme
Synonymgruppe
gute Neuigkeit · positive Überraschung  ●  ↗Aufsteller  schweiz.
Synonymgruppe
Hit  ●  ↗Klopper  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Durchsetzung  ●  ↗Erfolgsgeschichte  fig.
Ökonomie
Synonymgruppe
(wirtschaftlicher) Erfolg  ●  ↗Fortune  ugs., franz.
Synonymgruppe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussicht Geheimnis Mißerfolg Schlüssel abhängt ausblieb beachtliche beigetragen durchschlagenden errungen ersten erzielt feierte führen gehabt gemessen gewünschten großen kommerziellen mäßigem sportlichen verbuchen verdankt verhelfen verspricht voller vorweisen wertete wirtschaftlichen wünsche

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erfolg‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daran änderte auch die Freude über meinen weltweiten Erfolg nichts.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 176
Der Film war, soweit man weiß, ein großer kommerzieller Erfolg.
Die Zeit, 20.09.1996, Nr. 39
Aber der Erfolg, so stark er die Gestaltung der Theorie beeinflußt hat, ist keineswegs das Entscheidende gewesen.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. V. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 12231
Gelang es hier, einen entscheidenden Erfolg zu gewinnen, so mußte das ausschlaggebend auch auf die innere Politik zurückwirken.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 11128
Durch diese Erfolge stand das Reich auch nach außen machtvoll da.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 25710
Zitationshilfe
„Erfolg“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erfolg>, abgerufen am 20.09.2017.

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