Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Erhabenheit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erhabenheit · Nominativ Plural: Erhabenheiten
Aussprache 
Worttrennung Er-ha-ben-heit

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Erhöhung, Wölbung
  2. 2. [gehoben] (feierliche) Größe, Würde
eWDG

Bedeutungen

1.
Erhöhung, Wölbung
Beispiele:
die Erhabenheit (= konvexe Form) der Linse, des Spiegels
auf der Fläche, Haut sind kleine, starke Erhabenheiten
2.
gehoben (feierliche) Größe, Würde
Beispiele:
die Erhabenheit eines Naturschauspiels, Anblicks
die Erhabenheit seines Stils, Ausdrucks, seiner Sprache
die sittliche Erhabenheit eines Dichtwerkes
die Erhabenheiten (= Schönheiten) der Natur bewundern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

erhaben · Erhabenheit
erhaben Adj. ‘plastisch hervortretend, reliefartig überlegen, erhebend’. Mhd. erhaben, Part. Prät. (bis ins 17. Jh.) von erheben ‘in die Höhe heben’ (s. heben), hat sich im Nhd. als Adjektiv erhalten (neben dem Part. Prät. nhd. erhoben); es bedeutet schon mhd. ‘über anderes emporragend’, auch ‘reliefartig verziert’ (vgl. nhd. erhabene Arbeit ‘getriebene Arbeit, Relief’). In übertragener Verwendung gilt erhaben für ‘hochstehend, vornehm, großartig’ und entwickelt sich im 18. Jh. (das Erhabene) zum sittlich-ästhetischen Wertbegriff. – Erhabenheit f. ‘Erhöhung, Wölbung, Größe, Würde’, mhd. erhabenheit.

Thesaurus

Synonymgruppe
Erhabenheit · Majestät · Würde  ●  Hehrheit  geh., veraltet, sehr selten
Synonymgruppe
Erhabenheit · Gefasstheit · Haltung · Stolz · Vornehmheit · würdevolles Benehmen  ●  Dignität  geh., bildungssprachlich · Distinktion  geh. · Getragenheit  geh. · Grandezza  geh., ital. · Gravität  geh., bildungssprachlich · Pathetik  geh. · Weihe  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Erhabenheit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erhabenheit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Erhabenheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die unbegreiflichen Störungen selbst bewahren dem Ziel nämlich seine herausgehobene Erhabenheit. [Die Zeit, 17.02.2000, Nr. 8]
Die Erhabenheit des Großen Tors von Kiew gibt ihm seinen Rahmen vor. [Die Zeit, 28.10.2008, Nr. 42]
Man identifizierte sich mit den Opfern, ihrem Leid, auch mit ihrer moralischen Erhabenheit. [Die Zeit, 27.01.2005, Nr. 05]
Aus der Ferne hat sie aber einen Rest ihrer Erhabenheit bewahrt. [Süddeutsche Zeitung, 27.01.2004]
Die Erhabenheit Gottes war in bildlicher Gestaltung reale Erhöhtheit gewesen. [Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 440]
Zitationshilfe
„Erhabenheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erhabenheit>.

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