Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Erkältung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erkältung · Nominativ Plural: Erkältungen
Aussprache 
Worttrennung Er-käl-tung
Wortbildung  mit ›Erkältung‹ als Erstglied: Erkältungsbad · Erkältungsgefahr · Erkältungsinfekt · Erkältungskrankheit · Erkältungsmittel · Erkältungswelle
eWDG

Bedeutung

(leichte) Erkrankung der Atemwege durch Zugluft oder rasch eintretende Kälte
Beispiele:
eine leichte, starke Erkältung
sich [Dativ] eine Erkältung holen, zuziehen
eine Erkältung nicht loswerden
der Erkältung vorbeugen
die Erkältung klingt bereits wieder ab
sich vor Erkältung schützen
zu Erkältungen neigen
Aus einer Erkältung entwickelte sich endlich ein ernstliches Brustübel [ Storm2,37]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kalt · Kälte · erkalten · erkälten · Erkältung · kaltblütig · Kaltschale · Kaltschmied
kalt Adj. ‘von niedriger Temperatur, erstarrt, gefühlsarm’, ahd. (9. Jh.), mhd. kalt, asächs. kald, mnd. kōlt, mnl. cout, nl. koud, aengl. ceald, cald, engl. cold, anord. kaldr, schwed. kall, got. kalds (germ. *kalda-) geht aus einer alten Partizipialbildung (auf ie. -to-) hervor, daher eigentlich ‘gekühlt, gefroren’; es stellt sich zu den überlieferten germ. Verben aengl. calan ‘erkalten, abkühlen’ und anord. kala ‘frieren, kalt machen’. Mit den ablautenden Verwandten kühl (s. d.), lat. gelū ‘Kälte, Frost’, gelāre ‘gefrieren’, gelidus ‘eiskalt’ (s. Gelee) setzt es eine (allerdings nur aus dem Germ. und Ital. zu erschließende) Wurzel ie. *gel(ə)- ‘kalt, frieren’ voraus. – Kälte f. Adjektivabstraktum, ahd. kaltī (8. Jh.), mhd. kelte. erkalten Vb. ‘kalt werden, abkühlen’, ahd. irkaltēn, -kaltōn (9. Jh.), mhd. erkalten, zum gleichbed., im Nhd. untergegangenen Simplex ahd. kaltēn, kaltōn, mhd. kalten. erkälten Vb. reflexiv ‘durch Kälteeinwirkung erkranken’, mhd. erkelten ‘kalt machen’, zum gleichbed. Simplex mhd. kelten, das nhd. nicht mehr gebräuchlich ist; dazu Erkältung f. (16. Jh.). kaltblütig Adj. ‘leidenschaftslos, unerschrocken, skrupellos’ (18. Jh.). Kaltschale f. ‘kalt serviertes süßes (Suppen)gericht mit Früchten’ (17. Jh.), Zusammenrückung aus kalte Schale. Kaltschmied m. ‘ohne Feuer arbeitender Schmied’ (z. B. Kupferschmied), ahd. kaltsmid (Hs. 12. Jh.), mhd. kaltsmit ‘Kessel-, Kupfer-, Messingschmied’.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Erkältung · grippaler Infekt  ●  Freck  ugs., saarländisch · Husten  ugs. · Schnupfen  ugs. · Verkühlung  ugs., österr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Erkältung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erkältung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Erkältung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht, versuchte er sich selbst zu überzeugen, hatte er sich auch schlichtweg eine Erkältung eingefangen. [Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 186]
Dabei hat sich der 77jährige Greis eine schwere Erkältung zugezogen. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 04.03.1914]
An der Erkältung, die er sich dabei einfing, starb er einen Monat später. [o. A. [kit]: Inauguration. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1997]]
Tags darauf entpuppte sich der Schnupfen als Beginn einer fiebrigen Erkältung. [Die Zeit, 16.12.1998, Nr. 52]
Aber was ich Dir noch sagen wollte, meine Erkältung ist schon wieder besser geworden. [Brief von Ernst G. an Irene G. vom 10.10.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Zitationshilfe
„Erkältung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erk%C3%A4ltung>.

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