Erle, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erle · Nominativ Plural: Erlen
Aussprache
WorttrennungEr-le
Wortbildung mit ›Erle‹ als Erstglied: ↗Erlenbusch · ↗Erlengebüsch · ↗Erlenholz
 ·  mit ›Erle‹ als Letztglied: ↗Grauerle · ↗Roterle · ↗Schwarzerle · ↗Weißerle
eWDG, 1967

Bedeutung

zu den Birkengewächsen gehörender Laubbaum mit eingeschlechtigen, zu Kätzchen vereinigten Blüten, der besonders an feuchten Stellen wächst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Erle · erlen · Erlkönig
Erle f. an feuchten Stellen wachsender Laubbaum. Der germ. Baumname ahd. elira (9. Jh.), mit Metathese erila (10. Jh.), mhd. erle, asächs. elis, mnd. alre, elre, else, eller (vgl. nordd. Eller), mnl. else, nl. els, aengl. alor, aler, engl. alder, anord. elri, elrir, alri, ǫlr, dän. el (ein aus span. aliso ‘Erle’ erschlossenes got. *aliza oder *alisa bleibt unsicher; vgl. Corominas 1, 134) ist verwandt mit aruss. olьcha, serb.-kslaw. jelьcha, russ. ol’chá (ольха) ‘Erle’, lit. al̃ksnis, lat. alnus. Diese Namen werden als Bildungen mit s-Suffixen (im Germ. vornehmlich *alisō, *alizō) auf die vor allem in Tier- und Pflanzennamen auftretende Farbwurzel ie. *el-, *ol- ‘rot, braun’ (s. ↗Ulme, ↗Lamm, ↗Iltis) zurückgeführt, zu der auch ahd. elo (flektiert elawēr) ‘gelb’ (um 800) gehört, so daß die Benennung an die rötlich-gelbe Farbe des Holzes anknüpft. erlen Adj. ‘aus Erlenholz’, ahd. erilīn (Hs. 12. Jh.), mhd. erlīn. Erlkönig m. dän. ellekonge (aus elve(r)konge) ‘Elfenkönig’ wird von Herder (1778) in Anlehnung an nordd. Eller fälschlich als Erl(en)könig übersetzt; von Goethe 1782 für seine Ballade übernommen.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Eller · Erle
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ahorn Birke Buche Eiche Esche Fichte Hainbuche Hasel Haselnuß Holz Kiefer Lärche Nachfolger Pappel Robinie Schatten Schering-Vorstandsvorsitzende Ulme Vorstandsvorsitzende Vorstandsvorsitzender Weide Wurzel blühen massiv pflanzen säumen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erle‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da hebt Erle plötzlich die Nase in den Wind und jagt los.
Neues Leben, 1981, Nr. 9
Das Schutzgitter ist aus massiver Erle gefertigt, vier Stäbe sind zum Herausnehmen.
Der Tagesspiegel, 25.11.1999
Gerade über ihm, in den Zweigen einer Erle, gellte der Waldkauz aufsehenerregend.
Salten, Felix: Bambi, Frankfurt a. M.: Fischer 1956 [1923], S. 46
Morgens nach dem Frühstück bin ich hinausgegangen zu der Erle.
Altenberg, Peter: Was der Tag mir zuträgt. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1901], S. 966
Es wuchs aber nicht einmal eine einzige Erle im Erlengrund, und in den ersten Jahren herrschte eine Art Rivalität zwischen den Bewohnern beider Viertel.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 28
Zitationshilfe
„Erle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erle>, abgerufen am 17.10.2019.

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