Ermüdung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ermüdung · Nominativ Plural: Ermüdungen
Aussprache  [ɛɐ̯ˈmyːdʊŋ]
Worttrennung Er-mü-dung
Wortbildung  mit ›Ermüdung‹ als Erstglied: ↗Ermüdungsbruch · ↗Ermüdungserscheinung · ↗Ermüdungszustand · ↗ermüdungsfrei · ↗ermüdungslos
 ·  mit ›Ermüdung‹ als Letztglied: ↗Materialermüdung · ↗Metallermüdung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das Absinken der Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus
entsprechend der Bedeutung von ermüden (1, 2)
Beispiele:
eine geistige, körperliche, leichte, schwere, große, unsägliche Ermüdung fühlen
am Ende des Kongresses war eine allgemeine Ermüdung festzustellen
er spürte keine Ermüdung
eine Ermüdung befällt, überkommt jmdn.
Zeichen der Ermüdung waren sichtbar
ein Gefühl der Ermüdung erfasste sie
sie war steif vor Ermüdung
das Kind weinte vor Ermüdung, war vor Ermüdung eingeschlafen
bis zur völligen Ermüdung arbeiten
2.
Technik Strukturveränderung eines Werkstoffes durch Dauerbelastung an der Stelle, wo später der Bruch eintritt
Beispiele:
die Ermüdung des Metalls, Eisens, von Werkstoffen
die Sicherheit gegen Ermüdung des Materials

Thesaurus

Synonymgruppe
Ermattung · Ermüdung · ↗Müdewerden  ●  ↗Defatigation  fachspr., selten, veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Ermüdung‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ermüdung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ermüdung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Antagonistisch ist daran nichts, und alle Wege führen in die Ermüdung.
Der Tagesspiegel, 10.08.2000
Daß nun jahrelang wenig von Hole zu hören war, ist jedoch kein Zeichen von Ermüdung.
Süddeutsche Zeitung, 09.09.1998
Angezogen warf ich mich aufs Bett, konnte aber trotz großer Ermüdung nicht schlafen.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Die Wirkungen der Ermüdung sind - pathologische Fälle beiseite gelassen - ihrem Wesen nach flüchtige.
Weber, Max: Zur Psychophysik der industriellen Arbeit. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik, Tübingen: Mohr 1924 [1908], S. 76
Ich spürte noch einige Tage hernach die Ermüdung meines Handgelenks und habe später solche übermäßige Arbeit vermieden.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Ermüdung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erm%C3%BCdung>, abgerufen am 23.10.2020.

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