Ermessensfreiheit

WorttrennungEr-mes-sens-frei-heit
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

die (jmdm. übertragene) Möglichkeit, nach eigenem Ermessen zu entscheiden

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ausdrücklich betont der Verfasser, daß seine Arbeit nicht quellenkritisch orientiert ist; dem Leser bleibt eine gewisse Ermessensfreiheit.
Süddeutsche Zeitung, 02.02.1999
Er könnte dies zweifellos in Ausübung der Ermessensfreiheit tun, die uns durch Artikel 9 des Statuts übertragen ist.
o. A.: Einundsiebzigster Tag. Freitag, 1. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 4823
Die dabei notwendige Ermessensfreiheit findet ihre Grenzen darin, daß die Sicherheit und Ordnung außerhalb der Anlagen nicht gefährdet werden darf.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1952]
Ich halte die damalige Nicht-Promotion in Mainz für ein bedenkliches Zeichen einer professoralen „Ermessensfreiheit“.
Die Zeit, 03.11.1972, Nr. 44
Die Zusicherung von Straffreiheit wäre eine Abweichung von diesem sogenannten Legalitätsprinzip zugunsten des Opportunitätsprinzips (Zweckmäßigkeitsgrundsatz mit Ermessensfreiheit).
o. A. [ker.]: Kronzeuge. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1986]
Zitationshilfe
„Ermessensfreiheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ermessensfreiheit>, abgerufen am 20.11.2019.

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