Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Ernährung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ernährung · Nominativ Plural: Ernährungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache  [ɛɐ̯ˈnɛːʀʊŋ]
Worttrennung Er-näh-rung
eWDG

Bedeutungen

1.
das Ernähren, die Zufuhr der Nahrung
Beispiele:
die künstliche Ernährung des Kranken
die natürliche Ernährung des Säuglings
2.
Nahrung
Beispiele:
eine gesunde, gute, schlechte, hochwertige, unzureichende Ernährung
die Grundlagen der Ernährung
3.
Unterhalt
Beispiele:
wer sorgt für die Ernährung des Kindes?
er trug zu seiner und seiner Mutter Ernährung bei [ BöllHaus19]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähren · ernähren · Ernährung · Ernährer · Nahrung · nahrhaft · Nahrungsmittel
nähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, den Unterhalt ermöglichen, pflegen’, ahd. nerien, nerren (8. Jh.), mhd. nern, neren, nerigen, nergen, nerren ‘genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten, ernähren’, asächs. aengl. nerian, mnd. nēren, anord. næra, schwed. nära, got. nasjan ‘retten’, germ. *nazjan sind Kausativa (in der ursprünglichen, sehr umfassenden Bedeutung ‘genesen machen’, d. h. ‘retten, davonkommen lassen, durch Nahrung, Pflege am Leben erhalten’) zu dem unter genesen (s. d.) aufgeführten Verb. – ernähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, für jmds. Lebensunterhalt sorgen’, ahd. irnerien, irnerren ‘erretten’ (11. Jh.), mhd. ernern ‘gesund machen, heilen, erretten, am Leben erhalten, mit Nahrung versorgen’; Ernährung f. Ernährer m. (19. Jh.). Nahrung f. ‘alles zur Ernährung Dienende, Lebensmittel’, ahd. narunga (10. Jh.), mhd. narunge ‘Lebensunterhalt’, Ableitung von (im Nhd. untergegangenem) ahd. nara ‘Erlösung’ (8. Jh.), ‘Nahrung, Unterhalt’ (10. Jh.; vgl. lībnara, 9. Jh., asächs. līfnara ‘Lebensunterhalt’), mhd. nar ‘Heil, Rettung, Nahrung, Unterhalt’ (germ. *nazō-), wozu auch nahrhaft Adj. ‘reich an Nährstoffen, gewinnbringend’ (17. Jh.), älter nahrhaftig (15. Jh.) und Nahrhaftigkeit (16. Jh.). Nahrungsmittel Plur. (17. Jh.).

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
Ernährung · Ernährungsweise  ●  Nutrition  lat.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Ernährung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ernährung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ernährung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vernünftige Bewegung ist also der naturgegebene Partner der vernünftigen Ernährung. [Schönfeldt, Sybil: Leichte schnelle Küche, Hamburg: Litten 1978, S. 24]
Veränderungen ergeben sich hauptsächlich durch neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der gesunden Ernährung. [Neumann, Heinz u. Scharfe, Adolf: Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 37]
Um ihn einzusehen, muß man etwas von der Ernährung der Pflanzen wissen. [Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 65]
Die weitere Ausbildung geht, dank der reichlichen Ernährung aus dem mütterlichen Blute, rascher vor sich. [Waegner, Martin u. Thomasius, Erich: Zeugung, Entwicklung und Geburt des Menschen. In: Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg o.J. 1933 [1933], S. 326]
Mit der entsprechenden Ernährung fängt es aber meist erst an. [C’t, 2001, Nr. 6]
Zitationshilfe
„Ernährung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ern%C3%A4hrung>.

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