Erniedrigung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erniedrigung · Nominativ Plural: Erniedrigungen
WorttrennungEr-nied-ri-gung
Wortbildung mit ›Erniedrigung‹ als Erstglied: ↗Erniedrigungszeichen  ·  mit ›Erniedrigung‹ als Letztglied: ↗Selbsterniedrigung · ↗Temperaturerniedrigung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
moralische Herabwürdigung
Beispiele:
die Erniedrigung von Menschen zu Sklaven, Maschinen
Ungerechtigkeit und Erniedrigung erdulden
neue Erniedrigungen ertragen müssen
eine tiefe, hoffnungslose Erniedrigung
ein Akt der Erniedrigung
Ein üppig lastervolles Leben büßt sich / In Mangel und Erniedrigung allein [SchillerStuartI 1]
2.
Senkung, Herabsetzung
Beispiele:
eine Erniedrigung des Energiebedarfes, der Spannung, Temperatur
die Erniedrigung des Sauerstoffverbrauches
eine merkliche, spürbare Erniedrigung
3.
Musik
entsprechend der Bedeutung von erniedrigen (Lesart 2)
Beispiele:
die Erniedrigung des Grundtones
eine Erniedrigung der Terz

Thesaurus

Synonymgruppe
Absetzung · Erniedrigung
Synonymgruppe
Beschämung · Erniedrigung · ↗Verlegenheit
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Demütigung · Erniedrigung  ●  ↗Schmach  veraltend · ↗Schlappe  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Affront · ↗Beleidigung · ↗Diskreditierung · Erniedrigung · ↗Herabwürdigung · ↗Insult · ↗Kränkung · ↗Schimpf · ↗Verbalinjurie · ↗Verletzung · ↗Verunglimpfung · schwere Beleidigung  ●  Schlag ins Gesicht  fig.
Oberbegriffe
  • Ehrverletzung  ●  Ehrdelikt  fachspr., juristisch · Ehrverletzungsdelikt  fachspr., juristisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausbeutung Ausgrenzung Beleidigung Beschimpfung Demütigung Elend Entbehrung Entrechtung Entwürdigung Folter Halbton Kränkung Misshandlunge Ohnmacht Qual Quälerei Scham Schmach Todesangst Unterdrückung Unterwerfung Versklavung erdulden erlitten ertragen rächen sadistisch sexuell tief ultimativ

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erniedrigung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn diese persönliche Erniedrigung bietet ihm die letzte Chance, sein politisches Amt weiterhin ausüben zu können.
Süddeutsche Zeitung, 19.08.1998
Ein anderes Wort fällt ihr für die erwiesene Erniedrigung nicht ein.
Der Tagesspiegel, 23.04.1998
Wie bis zum Heil erhöht durch die von einem göttlich liebenden Wesen ausgesonnene Erniedrigung!
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 119
Er selbst also machte sich der Erniedrigung seiner trotz allem tiefgeliebten Schwester schuldig.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 264
Leider nützt mir das nichts für die Erniedrigung, die er mir damit bereitet hat!
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 413
Zitationshilfe
„Erniedrigung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erniedrigung>, abgerufen am 16.11.2018.

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