Eros, der

GrammatikEigenname (Maskulinum)
eWDG, 1967

Bedeutung

griechischer Liebesgott, geflügelt und in Kindergestalt
gehoben, übertragen sinnliche Liebe
Beispiel:
Der Eros in mir war noch nicht geweckt [WintersteinLeben1,72]
gehoben, übertragen Drang nach Erkenntnis
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eros1 · Eros2 · erotisch · Erotik · erogen
Eros1 m. ‘das Verlangen, Liebe’, Übernahme (um 1800) von griech. érōs, éros (ἔρως, ἔρος) ‘Liebe, Lust, Verlangen’, in der griechischen Mythologie personifiziert Eros2 m. der Gott der Liebe (17. Jh.), griech. Érōs (Ἔρως). erotisch Adj. ‘zur Liebe gehörend, das Liebesleben betonend, sinnlich’, entlehnt (18. Jh.) über gleichbed. mfrz. frz. érotique oder unmittelbar aus mlat. eroticus, griech. erōtikós (ἐρωτικός), einer Ableitung von griech. érōs (s. oben). Anfangs nur zur Charakterisierung der Liebesdichtung, später (19. Jh.) in breiterer Anwendung. Erotik f. ‘sinnliche Liebe, Liebes- und Geschlechtsleben’ (um 1800). erogen Adj. ‘geschlechtliche Erregung auslösend, geschlechtlich erregbar’, gelehrte Bildung (Freud 1905) zu ↗Eros1 (s. oben) in Verbindung mit ↗-gen (s. d.).

Typische Verbindungen zu ›Eros‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Agape Caritas Ecclesia Eros Erzählen Ethos Ex Meditation Melancholie Psyche Ratio Sex Sexualität Sexus Sinnlichkeit Thanatos Tod Todestrieb Unmögliche Vergänglichkeit didaktisch gefesselt geflügelt huldigen kosmogonisch philosophisch platonisch pädagogisch schlafend verstört

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eros‹.

Verwendungsbeispiele für ›Eros‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir brauchen mehr Sinn für den Eros der Freiheit, für das Leben aus eigener Hand.
Die Zeit, 03.11.2005, Nr. 45
Sie ist die Frau von Eros, mit ganz viel Eros.
Bild, 26.08.1999
Das war, wie Sie vielleicht vermutet haben, keine sehr seltene Spielart des Eros.
Stadler, Arnold: Sehnsucht, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 295
Nur durch den Eros werden wir fähig, dem Objekt «einen Vorrang zuzugestehen.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 1018
Die Nacht habe ein Ei, das Weltei, erzeugt und daraus sei ein geflügelter Eros hervorgegangen.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 2473
Zitationshilfe
„Eros“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eros>, abgerufen am 22.01.2020.

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