Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Erpel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Erpels · Nominativ Plural: Erpel
Aussprache 
Worttrennung Er-pel
eWDG

Bedeutung

männliche Ente, Enterich
Beispiel:
Die männliche Stockente, der Erpel, hat im Prachtkleid grünen Kopf und Oberhals, braune Vorderbrust … graue Oberflügel, prachtvoll blauen, vorn und hinten weiß gesäumten Spiegel, schwarzgrünen Unterrücken und Bürzel [ BrehmTierleben3,232]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Erpel m. ‘Enterich’. Die vor allem im Nordd. übliche Bezeichnung für die männliche Ente wird durch niederländische Siedler eingeführt (vgl. mnl., besonders südnl. brabant.-ostfläm. erpel); im Dt. zuerst Ende des 15. Jhs. in Magdeburg nachgewiesen. Die Jägersprache (‘männliche Wildente’) trägt zur weiteren Verbreitung bei. Verwandtschaft besteht mit ahd. erph ‘dunkelfarbig’ (8. Jh.), aengl. earp, anord. jarpr ‘dunkelbraun’, wozu männliche Vornamen wie asächs. Erpo, ahd. Erpho (eigentlich ‘der Braune, Dunkle’). Von einer nfrk. Form dieses Vornamens scheint mnl. erpel abgeleitet zu sein. (Das ursprüngliche Adjektiv ist im nd.-nl. Raum nicht bezeugt, dort also wohl schon früh untergegangen.) Zugrunde liegt ie. *erb(h)- ‘dunkelrötlich, bräunlich’, wozu auch (mit n-Suffix) griech. orphnós (ὀρφνός) ‘finster, dunkel’ sowie die unter Rebhuhn (s. d.) aufgeführten germ. und außergerm. Formen.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Ente · Enterich · Erpel
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Erpel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erpel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Erpel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darin gewährt eine von Erpeln bewohnte Stadt heimatlosen Gänsen Asyl. [Die Zeit, 03.12.2012, Nr. 49]
Und auch der Erpel forderte offenbar nie mehr von ihr, daß sie ihn, anstatt zu fliegen, schwimmend begleiten solle. [Die Zeit, 04.12.1981, Nr. 50]
Wenn die Tinte fortan irgendwohin flog, so mußte der Erpel schwimmen. [Die Zeit, 18.07.1957, Nr. 29]
Und auch der Erpel forderte nie mehr von ihr, daß sie ihn, anstatt zu fliegen, schwimmend begleiten sollte. [Die Zeit, 18.07.1957, Nr. 29]
Ein paar Erpel schwimmen an mir vorbei und gucken mich kurz an. [Süddeutsche Zeitung, 05.07.2002]
Zitationshilfe
„Erpel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erpel>.

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