Erpel, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Erpels · Nominativ Plural: Erpel
Aussprache
WorttrennungEr-pel (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

männliche Ente, Enterich
Beispiel:
Die männliche Stockente, der Erpel, hat im Prachtkleid grünen Kopf und Oberhals, braune Vorderbrust ... graue Oberflügel, prachtvoll blauen, vorn und hinten weiß gesäumten Spiegel, schwarzgrünen Unterrücken und Bürzel [BrehmTierleben3,232]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Erpel m. ‘Enterich’. Die vor allem im Nordd. übliche Bezeichnung für die männliche Ente wird durch niederländische Siedler eingeführt (vgl. mnl., bes. südnl. brabant.-ostfläm. erpel); im Dt. zuerst Ende des 15. Jhs. in Magdeburg nachgewiesen. Die Jägersprache (‘männliche Wildente’) trägt zur weiteren Verbreitung bei. Verwandtschaft besteht mit ahd. erph ‘dunkelfarbig’ (8. Jh.), aengl. earp, anord. jarpr ‘dunkelbraun’, wozu männliche Vornamen wie asächs. Erpo, ahd. Erpho (eigentl. ‘der Braune, Dunkle’). Von einer nfrk. Form dieses Vornamens scheint mnl. erpel abgeleitet zu sein. (Das ursprüngliche Adjektiv ist im nd.-nl. Raum nicht bezeugt, dort also wohl schon früh untergegangen.) Zugrunde liegt ie. *erb(h)- ‘dunkelrötlich, bräunlich’, wozu auch (mit n-Suffix) griech. orphnós (ὀρφνός) ‘finster, dunkel’ sowie die unter ↗Rebhuhn (s. d.) aufgeführten germ. und außergerm. Formen.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Ente · ↗Enterich
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Chilenische Pfeifente · Chilepfeifente
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ente berühmteste reichste

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darin gewährt eine von Erpeln bewohnte Stadt heimatlosen Gänsen Asyl.
Die Zeit, 03.12.2012, Nr. 49
Ein paar Erpel schwimmen an mir vorbei und gucken mich kurz an.
Süddeutsche Zeitung, 05.07.2002
Was ist denn, wofür schälst du so viele Erpel, Ursula?
konkret, 1994
Die Weibchen beider Arten, deren Erpel so grundverschieden aussehen, sind sich so ähnlich, daß auch ein Kenner genau hinsehen muß, um die Arten auseinanderzuhalten.
Dathe, Heinrich: Wegweiser durch den Tierpark, Berlin: OV 1976, S. 13
Ihr Ehemann, der diesem Drama zunächst untätig zugesehen hat, folgt ihr endlich nach und so sieht man dann zwei Erpel hinter einer Ente herfliegen.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 161
Zitationshilfe
„Erpel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erpel>, abgerufen am 18.10.2017.

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