Erpresser, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Erpressers · Nominativ Plural: Erpresser
Aussprache 
Worttrennung Er-pres-ser
Wortbildung  mit ›Erpresser‹ als Erstglied: Erpresserbrief · Erpresserin · Erpresserpolitik · erpresserisch
eWDG

Bedeutung

jmd., der andere durch Drohungen oder Gewalt zwingt, etw. herauszugeben
Beispiele:
ein schamloser Erpresser
er war in die Hände von Erpressern gekommen
Das sind ja Ausbeuter, das sind Erpresser [ DöblinAlexanderpl.159]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pressen · erpressen · Erpresser · Erpressung
pressen Vb. ‘mit Gewalt (zusammen)drücken, (Öl, Saft) ausdrücken, keltern, (Bücher) drucken, in einen Dienst zwingen, hart bedrücken’, ahd. pressōn (8. Jh.), spätmhd. pressen ‘keltern, hart bedrücken’, entlehnt aus lat. pressāre ‘drücken’, einer Intensivbildung zu lat. premere (pressum) ‘drücken, pressen, bedrängen’ (s. Presse, pressieren). erpressen Vb. ‘durch Drohung oder Gewalt zu etw. zwingen, dadurch erlangen’, in älterer Sprache auch ‘herausdrücken’ (Ende 16. Jh.); Erpresser m. (Ende 17. Jh.); Erpressung f. (Mitte 17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Erpresser‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erpresser‹.

Verwendungsbeispiele für ›Erpresser‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst in der letzten Zeit habe sich der Erpresser verändert.
Bild, 25.09.2003
Da ein »Recht auf die Leistung« vorliegt, ist er kein Erpresser.
Die Fackel [Elektronische Ressource], 2002 [1904]
Denn nur zu leicht konnte er in die Hände von Erpressern geraten sein, als die Willenskraft nicht mehr ausreichte, um die verhängnisvolle Naturanlage zu unterdrücken.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 4812
Um den Skandal im Keime zu ersticken, verstand sich der Landgerichtsdirektor, dem Verlangen der Erpresser zu entsprechen.
Friedländer, Hugo: Der Beleidigungsprozeß des Berliner Stadtkommandanten, Generalleutnant z.D. Graf Kuno von Moltke gegen den Herausgeber der »Zukunft« Maximilian Harden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 3905
Vielleicht ist er in der Hand der Erpresser Göring und Goebbels, vielleicht aber schiebt er sie nur vor, um als der »Gute« zu gelten.
Tucholsky, Kurt: An Walter Hasenclever, 20.04.1933. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1933], S. 9705
Zitationshilfe
„Erpresser“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erpresser>, abgerufen am 27.09.2021.

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