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Erschöpfung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erschöpfung · Nominativ Plural: Erschöpfungen
Aussprache 
Worttrennung Er-schöp-fung
Wortzerlegung erschöpfen -ung
Wortbildung  mit ›Erschöpfung‹ als Erstglied: Erschöpfungserkrankung · Erschöpfungsgrad · Erschöpfungskrankheit · Erschöpfungspause · Erschöpfungssyndrom · Erschöpfungszustand
 ·  mit ›Erschöpfung‹ als Letztglied: Hitzeerschöpfung  ·  mit ›Erschöpfung‹ als Binnenglied: Welterschöpfungstag
eWDG

Bedeutungen

1.
völlige Ausnutzung
entsprechend der Bedeutung von erschöpfen (1)
Beispiele:
die Erschöpfung der Geldmittel, aller Reserven
die Erschöpfung (= Ertraglosigkeit) des Bodens
2.
Ermüdung bis zur Kraftlosigkeit
Beispiele:
ihm wurde schwindlig vor Erschöpfung
sich vor Erschöpfung hinsetzen
vor Erschöpfung sofort einschlafen
der Sportler lief bis zur völligen physischen Erschöpfung
An ihrem Gehstock trippelte … sie bis zur Erschöpfung durch die langen Straßen der Hauptstadt [ WerfelVeruntreuter Himmel121]

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Burnout · Burnout-Syndrom · Erschöpfung · Niedergeschlagenheit  ●  Abgeschlagenheit  schweiz. · Exhaustion  fachspr., lat., medizinisch · Lassitudo  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Abgeschlagenheit · Abgespanntheit · Erschöpfung · Mattigkeit · Müdigkeit · Zerschlagenheit  ●  Defatigation  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Erschöpfung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erschöpfung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Erschöpfung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann legte er sich mit dem Kopf zur Wand und schloß vor Erschöpfung die Augen. [Dominik, Hans: John Workmann der Zeitungsboy, Biberach an d. Riss: Koehler 1954 [1925], S. 2]
Die Erschöpfung war so groß, daß ich wochenlang keine ernste Arbeit vornehmen konnte. [Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4070]
Gerade in den ersten Monaten geraten viele Mütter an den Rand der totalen Erschöpfung. [Die Zeit, 14.11.1997, Nr. 47]
Der Begriff der Erschöpfung hat viel mehr mit meinem Theater zu tun. [Die Zeit, 05.09.1997, Nr. 37]
Jetzt kam die Erschöpfung auf, und ich fühlte mich immer elender. [Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 33]
Zitationshilfe
„Erschöpfung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ersch%C3%B6pfung>.

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