Erzeugnis, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Erzeugnisses · Nominativ Plural: Erzeugnisse
WorttrennungEr-zeug-nis (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Erzeugnis‹ als Letztglied: ↗Abfallerzeugnis · ↗Agrarerzeugnis · ↗Chemieerzeugnis · ↗Druckerzeugnis · ↗Exporterzeugnis · ↗Fertigerzeugnis · ↗Fischereierzeugnis · ↗Gießereierzeugnis · ↗Haupterzeugnis · ↗Holzerzeugnis · ↗Industrieerzeugnis · ↗Milcherzeugnis · ↗Mineralölerzeugnis · ↗Naturerzeugnis · ↗Plasteerzeugnis · ↗Spitzenerzeugnis · ↗Textilerzeugnis · ↗Verlagserzeugnis · ↗Werterzeugnis
eWDG, 1967

Bedeutung

Produkt, Ware
Beispiele:
ein technisches, landwirtschaftliches, marktfähiges Erzeugnis
das Erzeugnis arbeitet einwandfrei, ist auf dem Weltmarkt sehr gefragt, ist von hoher Qualität
auf der Messe stellen viele Länder ihre Erzeugnisse aus
die Produktion tierischer und pflanzlicher Erzeugnisse steigern
der Verbrauch tierischer Erzeugnisse ist gestiegen
übertragen Kunstwerk
Beispiel:
manches geniale Erzeugnis beurkundete seinen Beruf zum Dichter [E. T. A. Hoffm.Serapionsbrüder3,99]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeugen · Zeugung · erzeugen · Erzeuger · Erzeugnis
zeugen Vb. ‘herstellen, hervorbringen’ (heute selten), ‘ein Lebewesen entstehen lassen, Kinder hervorbringen’, ahd. giziugōn ‘etw. (als Besitz, Vermögen) nachweisen’, ziugōn ‘zustande bringen’ (um 1000), mhd. ziugen ‘herstellen, (ein Buch) verfassen, anschaffen, ausrüsten, beweisen, Zeugnis ablegen’, mnd. (ge)tǖgen ‘beschaffen, hervorbringen, beweisen, Zeugnis ablegen’, mnl. ghetūghen ‘beschaffen, beweisen, Zeugnis ablegen’, nl. getuigen ‘bezeugen, bekunden’. Das Verb (eigentl. ‘etw. heranschaffen, heranziehen’) ist etymologisch an das unter ↗Zeug (s. d.) behandelte Substantiv anzuschließen. Die alte Bedeutung ‘beschaffen, verfertigen’ tritt im 17. Jh. zurück, hält sich jedoch im Sinne von ‘hervorbringen’ in dichterischer oder gehobener Sprache; allgemein gilt dafür erzeugen (s. unten). Die im Mhd. auftretende Verwendung ‘geschlechtlich hervorbringen’ wird vom 17. Jh. an vorherrschend. In der Rechtssprache übliches zeugen ‘be-, nachweisen, Zeugnis ablegen’ liegt von da an semantisch weit ab und wird als eigenständiges Verb empfunden (s. ↗zeugen). Zeugung f. ‘Fortpflanzung, Keimlegung für Nachkommenschaft’ (16. Jh.), mhd. ziugunge ‘das Machen, Tun’. erzeugen Vb. ‘hervorbringen, herstellen, produzieren’, mhd. erziugen ‘hervorbringen, machen lassen, die Kosten wovon bestreiten, ausrüsten’; Erzeuger m. ‘Hersteller, Produzent’, Erzeugnis n. ‘das Hervorgebrachte, Produkt’ (beide 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fabrikat · ↗Produkt
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Fabrikat · ↗Gebilde · ↗Produkt · ↗Werk  ●  ↗Machwerk  abwertend
Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeit (= Produkt) · ↗Artikel · ↗Fabrikat · ↗Gut · ↗Handelsgut · ↗Manufakt · ↗Produkt · ↗Ware · ↗Werk
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absatz Ausfuhr Chemikalien Einfuhr Elektrotechnik Ernährungswirtschaft Erzeugnisse Konsumgüter Leichtindustrie Lieferungen Maschinen Maschinenbaus Rohstoffe Textilien chemische eheliche elektrotechnische exportieren feinmechanische gewerbliche hergestellten hochwertigen industriellen keramische kosmetische landwirtschaftlichen optische pflanzliche pharmazeutische tierischen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erzeugnis‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst seitdem müssen Erzeugnisse aus Wolle als solche gekennzeichnet sein, damit Händler nur Wolle als Wolle verkaufen können.
Der Tagesspiegel, 03.01.2002
Die Verbreitung literarischer Erzeugnisse ging zunächst auf privatem Wege vor sich.
Matthias, W.: Buchhandel. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8309
Die hochwertigen Erzeugnisse der deutschen Industrie finden überall ihre Liebhaber.
Die Zeit, 06.09.1956, Nr. 36
Dabei wird die handwerkliche Qualität der Erzeugnisse nach wie vor gewahrt.
Rostand, Claude: Gaveau. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 27001
Sie ist daher rational nur bei hinlänglich breitem Bedarf an Erzeugnissen der betreffenden Art.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 60
Zitationshilfe
„Erzeugnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erzeugnis>, abgerufen am 21.09.2017.

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