Erziehung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Erziehung · Nominativ Plural: Erziehungen
Aussprache  [ɛɐ̯ˈʦiːʊŋ]
Worttrennung Er-zie-hung
Wortzerlegung  erziehen -ung
Wortbildung  mit ›Erziehung‹ als Erstglied: Erziehungsanstalt · Erziehungsarbeit · Erziehungsaufgabe · Erziehungsauftrag · Erziehungsbeihilfe · Erziehungsberatung · Erziehungsberatungsstelle · Erziehungsberechtigte · Erziehungscamp · Erziehungsdirektion · Erziehungsdirektor · Erziehungserfolg · Erziehungsfaktor · Erziehungsfehler · Erziehungsfrage · Erziehungsgrundsatz · Erziehungsheim · Erziehungshelfer · Erziehungshilfe · Erziehungsideal · Erziehungsinstitut · Erziehungslager · Erziehungslehre · Erziehungsmaßnahme · Erziehungsmethode · Erziehungsminister · Erziehungsministerin · Erziehungsministerium · Erziehungsmittel · Erziehungsmodell · Erziehungspflicht · Erziehungsphilosophie · Erziehungsproblem · Erziehungsprogramm · Erziehungsprozess · Erziehungsroman · Erziehungsschwierigkeit · Erziehungssoziologie · Erziehungssystem · Erziehungsurlaub · Erziehungsversuch · Erziehungswesen · Erziehungswirklichkeit · Erziehungswissenschaft · Erziehungswissenschaftler · Erziehungswissenschaftlerin · Erziehungszeit · Erziehungsziel · erziehungsberechtigt
 ·  mit ›Erziehung‹ als Letztglied: Anstaltserziehung · Arbeitserziehung · Berufserziehung · Elementarerziehung · Familienerziehung · Friedenserziehung · Fürsorgeerziehung · Ganzheitserziehung · Gesundheitserziehung · Heilerziehung · Heimerziehung · Internatserziehung · Jugenderziehung · Kindererziehung · Kollektiverziehung · Kollektiverziehung · Kunsterziehung · Körpererziehung · Leibeserziehung · Medienerziehung · Musikerziehung · Mädchenerziehung · Selbsterziehung · Sexualerziehung · Spracherziehung · Umwelterziehung · Verkehrserziehung · Volkserziehung · Vorschulerziehung · Wehrerziehung · Zwangserziehung
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Tätigkeit, die dazu dienen soll, gewünschtes Verhalten bei jmdn. zu fördern oder zu verstärken und unerwünschtes Handeln zu verhindern; Ergebnis dieser Tätigkeit
Grammatik: nur im Singular
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine autoritäre, strenge, antiautoritäre, gewaltfreie, interkulturelle, musikalische, zweisprachige Erziehung; eine religiöse, christliche, politische, ideologische, sozialistische, kommunistische, militärische, patriotische, demokratische Erziehung
als Akkusativobjekt: eine Erziehung bekommen, brauchen, erhalten, genießen; die Erziehung [von jmdm.] fördern, übernehmen
in Präpositionalgruppe/-objekt: das Recht auf eine [gewaltfreie] Erziehung
mit Genitivattribut: die Erziehung der Schüler, Jugendlichen, Kinder, des Nachwuchses, des Sohnes, der Tochter
in Koordination: Bildung, Kultur, Betreuung, Schule, Förderung, Erziehung
Beispiele:
Die Erziehung der Schüler zu sozial handelnden Menschen sei von allen Beteiligten hervorragend und mit viel Engagement gemeistert worden, sagte Elternvertreter Johannes S[…]. [Südkurier, 17.07.2021]
Denn ist die Anschaffung eines Tieres im Vorfeld nicht gut durchdacht, führt das oft dazu, dass Hund, Katze und Co. am Ende wieder abgegeben werden, weil ihre Erziehung zu problematisch ist oder ihre Haltung »zu viel Arbeit« macht. [Rhein-Zeitung, 21.12.2018]
Der Sohn meiner Freundin ist laut und hibbelig, mag sich kein Buch anschauen, haut gerne mal andere Kinder. […] Ich finde, sie ist in der Erziehung oft zu wenig konsequent, was ich ihr auch schon gesagt habe. [Frankfurter Rundschau, 17.07.2021]
Er [der Polizist] regte die Schüler und Schülerinnen an, gemeinsam zu überlegen, was alles Gewalt ist und staunte oft über die klugen Gedanken. Dies ist vor allem ein Ergebnis der Erziehung im Elternhaus aber auch in der Schule oder bei Freizeitbeschäftigungen. [Thüringer Allgemeine, 17.01.2019]
Klar müsse allerdings sein, dass sich wohl kein Mensch von Vorurteilen völlig lossprechen könne. »Jeder hat Assoziationen, ist durch Erfahrungen und Erziehung geprägt«[…]. [Aachener Zeitung, 30.12.2009]
Erziehung habe in China seit Jahrtausenden immer das Gleiche bedeutet: das Gute der Gesellschaft weitergeben. [Die Zeit, 05.07.2001]
2.
Botanik Aufzucht und Pflege von Pflanzen
Beispiele:
Als Kulturpflanze benötigt die Weinrebe eine gezielte Erziehung, damit sie angemessen belastet und überlastet wird, sagt der begleitende Lehrer Dieter R[…]. [Rhein-Zeitung, 06.04.2005]
Ein Obstbaum sei ein Kulturbaum, der einer gewissen Erziehung bedürfe, selbst nach dem Kauf bei einem Fachbetrieb. Wenn dieser dann gepflanzt sei, brauche es einfach Disziplin. Denn »wer regelmäßig jährlich schneidet, braucht nur das«, sagte er und hielt eine einfache kleine Astschere hoch. [Südkurier, 27.03.2019]
Neben den Früchte‑Verkostungen können Sie sich auch über die neuen Anbaumethoden, über die erfolgreich praktizierten Erziehungen von Kirschbäumen und über die zukünftigen Entwicklungen in diesem Anbaugebiet informieren. [Fränkischer Tag, 17.07.2012]
Wie groß ein Apfelbaum wird, bestimmt nicht nur die Sorte, sondern auch die so genannte Unterlage, also der Teil des Baumes, aus dem die Wurzel besteht. Die Unterlage ermöglicht die Erziehung zum Buschbaum oder zur so genannten Schlanke Spindel, also schmalen, aufrecht wachsenden Bäumen, die nur zwei bis drei Meter hoch werden […]. [Frankfurter Rundschau, 27.10.2003]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ziehen · ungezogen · abziehen · Abzug · abzüglich · anziehen · Anzug · anzüglich · aufziehen · Aufzug · ausziehen · Auszug · beziehen · Beziehung · beziehungsweise · Bezug · bezüglich · erziehen · Erzieher · Erziehung · nachziehen · Nachzügler · überziehen · Überzieher · Überzug · umziehen · Umzug · verziehen · Verzug · vollziehen · Vollzug · vorziehen · Vorzug · vorzüglich · zuziehen · zuzüglich
ziehen Vb. ‘mit Kraft zu sich her oder hinter sich her bewegen, zerren, zu ganzer Länge ausdehnen, aufziehen, züchten, sich fortbewegen’, reflexiv ‘sich dehnen, in die Länge erstrecken’; zusammen mit einem Substantiv dient ziehen häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffs, vgl. in Zweifel ziehen ‘bezweifeln’ (16. Jh.), Lehren ziehen ‘lernen’ (18. Jh.); ahd. ziohan (8. Jh.), mhd. ziehen, asächs. tiohan, mnd. tēn, tīen, mnl. tīen, afries. tiā, aengl. tēon, anord. (nur Part. Prät.) toginn ‘gezogen’, got. tiuhan ‘führen’ (germ. *teuhan). Außergerm. vergleichen sich griech. dadýssesthai (δαδύσσεσθαι) ‘zerrissen werden’, dé͞ukein (δεύκειν) ‘denken, nachdenken, Sorge tragen’, lat. dūcere ‘ziehen, schleppen, führen, leiten’, mkymr. dygaf (aus *dukami) ‘bringe’. Zugrunde liegt ie. *deuk- ‘ziehen’. Dazu gehören aus dem germ. Sprachbereich die unter Zaum, Zeug, Zeuge, zögern, Zögling, Zucht, zucken, zücken, Zug, Zügel behandelten Wörter sowie auch Herzog (eigentlich ‘Heerführer’, s. d.). Zum Part. Prät. gezogen in der Bedeutung ‘erzogen’ gehört ungezogen Adj. ‘unartig, ungehorsam’, ahd. ungizogan ‘noch nicht erzogen, unbändig’ (8. Jh.), mhd. ungezogen ‘ohne gehörige Bildung, unartig, zuchtlos’. abziehen Vb. ‘durch Ziehen entfernen, herunterziehen, wegnehmen, weggehen, vermindern, subtrahieren’, ahd. abaziohan (9. Jh.), mhd. abeziehen; Abzug m. ‘Vorgang, Ergebnis des Abziehens, Weggang, abgezogener Betrag, Vorrichtung zum Ableiten’, mhd. abezuc; abzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘mit Abzug von, abgerechnet’ (19. Jh.), vgl. schon (md.) abezogelich (15. Jh.). anziehen Vb. ‘an sich heranziehen, straff ziehen, Kleidung anlegen’, mhd. aneziehen, auch ‘anklagen, beschuldigen’ (eigentlich ‘etw. als Beweis heranziehen’); Anzug m. ‘Vorwurf, Beschuldigung, Anmarsch, Ankunft’ (15. Jh.), im Anzuge sein ‘im Anmarsch sein, bevorstehen, beginnen’ (16. Jh.), ‘Kleidung’ (Ende 16. Jh., geläufig seit 18. Jh.), dann speziell ‘Jacke und Hose’, spätmhd. anzuc ‘Anzug (im Schachspiel)’; anzüglich Adj. ‘auf Unangenehmes, Peinliches anspielend, ungehörig, zweideutig’ (16. Jh.), vgl. anzügliche und schimpfliche Wort (17. Jh.), zu frühnhd. anzug ‘Vorwurf, Beschuldigung’ (s. oben); daneben auch im Sinne von ‘anziehend’ (Anfang 16. Jh., noch bei Goethe). aufziehen Vb. ‘durch Ziehen öffnen, in die Höhe ziehen, großziehen, erziehen, eine Feder spannen, ins Werk setzen, necken’, ahd. ūfziohan ‘emporziehen’ (um 1000), mhd. ūfziehen ‘sich erheben, in die Höhe ziehen, emporheben, auf-, erziehen, fördern, pflegen’; Aufzug m. ‘Vorrichtung zum Hochziehen, Hochfahren’, dann (ab 17. Jh.) ‘Aufmarsch, Festzug, Prozession’, mhd. ūfzuc ‘Vorrichtung zum In-die-Höhe- Ziehen, Aufschub, Anziehung, Einfluß’; Aufzug im Sinne von ‘Aufmachung’ (17. Jh.) ist eigentlich ‘die Art und Weise, wie man vor anderen aufzieht’, dann eingeschränkt auf ‘Kleidung’; die Bedeutung ‘Schauspielakt’ (seit 17. Jh.) stammt aus dem feierlichen Auftritt der Schauspieler zu Beginn eines Aktes. ausziehen Vb. ‘herausziehen, in die Länge ziehen, auseinanderziehen, ablegen, aus-, entkleiden, ausplündern, einen Auszug machen, exzerpieren, wegziehen, wegmarschieren, die Wohnung aufgeben’, ahd. ūʒziohan (9. Jh.), mhd. ūʒziehen ‘aus-, herausziehen, sich entfernen, in den Krieg ziehen, entkleiden, ausnehmen, befreien’; Auszug m. ‘das Ausziehen, Abmarsch, Auswanderung, Teilabschrift, Exzerpt, Extrakt’, mhd. ūʒzuc ‘Auszug, Einwand, Widerrede, Ausflucht, Ausnahme’. beziehen Vb. ‘auf, über etw. ziehen, (be)spannen, regelmäßig erhalten, in einen bestimmten Zusammenhang bringen’, reflexiv ‘sich berufen auf, verweisen auf’, ahd. biziohan ‘festbinden, über-, zusammenziehen, zusammenfügen, wegnehmen’ (8. Jh.), mhd. beziehen ‘zu etw. kommen, erreichen, überziehen, ein Kleid besetzen, füttern, an sich nehmen, einziehen’; Beziehung f. ‘Verbindung, innerer Zusammenhang, wechselseitiges Verhältnis, Bezug(nahme), Anspielung, Hinsicht’ (17. Jh.); beziehungsweise Konj. ‘oder vielmehr, genauer gesagt, im anderen Fall’ (Mitte 18. Jh.), älter beziehlicher Weise (17. Jh.); Bezug m. ‘Bezugnahme, Hinsicht, Beziehung, das Beziehen (von Waren), Überzug’ (Anfang 18. Jh.; Einzelbeleg schweiz. 1483); vgl. ahd. bizog ‘Decke’ (Hs. 11./12. Jh.), mhd. bezoc ‘Unterfutter’; bezüglich Adj. ‘sich auf etw. beziehend’ (vereinzelt 16. Jh., häufig seit Ende 18. Jh.); auch Präp. (19. Jh.). erziehen Vb. ‘jmdn., besonders ein Kind, geistig und charakterlich formen, seine Neigungen und Fähigkeiten entfalten’, ahd. irziohan ‘ziehen, aufziehen, erziehen’ (8. Jh.), mhd. erziehen, eigentlich ‘herausziehen’; die Bedeutung des Verbs steht seit ahd. Zeit unter dem Einfluß von lat. ēducāre ‘auf-, großziehen, ernähren, erziehen’; Erzieher m. (17. Jh., vereinzelt 15. Jh.), Erziehung f. (um 1500). nachziehen Vb. ‘hinter sich herziehen, fester anziehen, nachzeichnen, verstärken, nachfolgen’, ahd. nāhziohan (um 1000), mhd. nāchziehen; Nachzügler m. ‘wer verspätet eintrifft, Nachkömmling’, zuerst (1792) bei Goethe im Sinne von ‘hinter dem Heere zurückbleibender Soldat, Marodeur’, gebildet zu heute nicht mehr gebräuchlichem Nachzug ‘Nachhut eines Heeres’. überziehen Vb. (in trennbarer Verbindung) ‘ein Kleidungsstück über den Körper ziehen, (über etw. anderes) anziehen’ (17. Jh.); vgl. die Wendung jmdm. eins, ein paar überziehen ‘jmdm. einen Hieb, Hiebe versetzen, jmdn. schlagen’ (um 1600); (in untrennbarer Verbindung) ‘mit einem Überzug versehen, bedecken, bespannen’, auch mit Krieg überziehen ‘zum Kriegsschauplatz machen’, das Konto überziehen ‘mehr abheben, als auf dem Konto steht’; ahd. ubarziohan ‘verziehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. überziehen ‘über etw. ziehen, an sich ziehen, gewinnen, bedecken, überfallen, besetzen, übertreffen’; Überzieher m. ‘leichter Herrenmantel’ (Mitte 19. Jh.), früher ‘Überziehrock der Männerkleidung’ (18. Jh.); Überzug m. ‘auswechselbare Hülle, Bezug, dünne Decke, Schicht, Auflage’, auch frühnhd. überzog ‘Überfall, feindlicher Angriff’ (15. Jh.), ahd. ubarzug ‘Kleidungsstück’ (Hs. 13. Jh.). umziehen Vb. (trennbar) ‘in eine andere Wohnung ziehen, den Wohnsitz wechseln, ein anderes Kleid, einen anderen Anzug anziehen, die Kleidung wechseln’ (18. Jh.), älter ‘herum-, umherziehen, -schweifen, -wandern’ (Anfang 16. Jh.), (untrennbar) ‘sich um … herumbewegen, ziehend umkreisen, mit etw. rings umgeben, bedecken’, reflexiv ‘sich bewölken, beziehen’, mhd. umbeziehen ‘umgeben, -zingeln, überfallen, herumziehen’; Umzug m. ‘das Umherziehen, (feierlicher) Aufzug, Festzug’ (Anfang 16. Jh.), ‘Wohnungswechsel’ (19. Jh.). verziehen Vb. ‘durch Ziehen in eine vom Normalen, Üblichen abweichende Form bringen, verzerren, die Wohnung, den Wohnort wechseln, falsch, nicht in der richtigen Weise erziehen, verwöhnen, zu dicht stehende junge Pflanzen herausziehen, vereinzeln’, reflexiv ‘allmählich weiterziehen und verschwinden, sich (unauffällig) entfernen’, ahd. firziohan ‘wegnehmen, entziehen, falsch erziehen’ (8. Jh.), mhd. verziehen ‘auseinanderziehen, herausziehen, entfernen, hinziehen, aufschieben, verzögern’; Verzug m. ‘Verzögerung, Rückstand im Erfüllen einer Verpflichtung’, mhd. verzuc, verzoc, auch ‘Einspruch, Einwand’. vollziehen Vb. ‘in die Tat umsetzen, ausführen, vollstrecken’, reflexiv (seit 19. Jh.) ‘vor sich gehen, geschehen, ablaufen’, ahd. fol(l)aziohan ‘unterstützen helfen, vollenden’ (8. Jh.), mhd. vol(le)ziehen ‘vollständig ziehen, ausführen, unterstützen, gemäß verfahren, genügen, befriedigen’, eigentlich ‘etw. bis zum Ende, zum Ziele ziehen’; Vollzug m. ‘Verwirklichung, Ausführung, Vollstreckung’, mhd. volzuc. vorziehen Vb. ‘nach vorn ziehen, hervorziehen, vor etw. ziehen, bevorzugen, lieber mögen, für später Vorgesehenes auf einen früheren Zeitpunkt legen, zuerst in Angriff nehmen’, ahd. furiziohan ‘hervorziehen, vorbringen, etw., jmdn. vorziehen’ (10. Jh.), mhd. vür-, vorziehen (frühnhd. für-, vorziehen) ‘vorführen (Pferd), darlegen, anführen, geltend machen, vorenthalten’; Vorzug m. ‘Vergünstigung, Vorteil, Vorrang, Vorrecht’, mhd. vürzuc, vürzoc (frühnhd. Für-, Vorzug); auch im Sinne von ‘wertvolle, vortreffliche Eigenschaft, Vorzüglichkeit, gute Seite’ (seit 17. Jh.); vorzüglich Adj. ‘hervorragend, ausgezeichnet, vortrefflich’ (18. Jh.). zuziehen Vb. ‘durch Heranziehen schließen, zusammenziehen, festziehen, herbeirufen, von auswärts an den hiesigen Ort ziehen’, sich etw. zuziehen (z. B. etw. Übles, eine Krankheit, 18. Jh.), ahd. zuoziohan ‘anziehen, (die Bogensehne) spannen’ (um 1000), mhd. zuoziehen ‘zuziehen, zufügen, schließen, entgegenziehen, jmdm. zusetzen’; zuzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘hinzukommend, hinzuzurechnen’ (20. Jh.), wohl nach abzüglich (s. oben) gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Erziehung · Zucht  ●  Edukation  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Erziehung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Erziehung‹.

Zitationshilfe
„Erziehung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Erziehung>, abgerufen am 08.12.2021.

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