Eselei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Eselei · Nominativ Plural: Eseleien
Aussprache
WorttrennungEse-lei (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich dummer Streich
Beispiele:
eine Eselei machen, begehen
das war eine große Eselei
Er ... machte ihm Krach wegen seiner jugendlichen Eselei [A. ZweigErziehung37]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Esel · Eselei · Eselsbrücke · Eselsohr
Esel m. zur Gattung der Pferde gehörendes, graues langohriges Haustier, Sinnbild der Torheit und Störrischkeit, ahd. esil (9. Jh.), mhd. esel, asächs. esil, mnd. mnl. ēsel, nl. ezel, aengl. esol, eosol und got. asilus beruhen auf einer sehr frühen Entlehnung (germ. *asiluz) aus lat. asinus ‘Esel’ (kaum aus dem gleichbed. Deminutivum lat. asellus). Dagegen geht aengl. assa, engl. ass über kelt., anord. asni über afrz. Vermittlung auf lat. asinus zurück. Der lat. Name und auch griech. ónos (ὄνος) ‘Esel’ stammen wohl durch thrak.-illyr. Vermittlung aus einer kleinasiat. Sprache im Süden des Schwarzen Meeres. Eselei f. ‘große Dummheit’, mhd. eselīe. Eselsbrücke f. ‘vereinfachende Gedächtnisstütze bei Merkschwierigkeiten’ (16. Jh.), Übersetzung von mlat. pons asinorum, einem Ausdruck der scholastischen Philosophie für eine schematische Zeichnung, die logische Begriffsverhältnisse veranschaulicht. Eselsohr n. ‘Ohr eines Esels’ (um 1500), bildlich ‘umgeknickte Ecke einer Buchseite’ (17. Jh.), aus dem Vergleich mit dem herabhängenden Ohr eines Esels.

Thesaurus

Synonymgruppe
Eulenspiegelei · ↗Nonsens · ↗Schildbürgerstreich · ↗Spaß · ↗Ulk · lustiger Streich  ●  ↗Schabernack  Hauptform · ↗Schnurre  veraltet · Spass  österr. · ↗Clownerie  geh. · ↗Drolerie  geh. · Döneken (Rhein., Plural Dönekes)  ugs. · Eselei  ugs. · ↗Fez  ugs. · ↗Flachs  ugs. · ↗Hanswurstiade  ugs. · ↗Jokus  ugs. · ↗Jux  ugs. · ↗Posse  geh. · ↗Schnack  ugs., norddeutsch · ↗Schnurrpfeiferei  geh., veraltet · ↗Schote  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Konstante begehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eselei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Später bezeichnete er diesen Fehler als "die größte Eselei meines Lebens".
Die Welt, 01.08.2005
Verliebte Esel aber stehlen keine Bäume und werfen keine Steine; die wirklichen Eseleien machen nun andere.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.1998
Damals hatte Einstein sie eingeführt - sie aber später selbst als seine "größte Eselei" verworfen.
o. A.: Streit um Einsteins Konstante. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]
Die Anni, seine Freundin, wird sich niedersetzen über eine solche Eselei.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 228
Wenn ich heute daran denke, könnte ich mich über die Qual des armen Fisches und unsere Eselei geradezu prügeln.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„Eselei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eselei>, abgerufen am 19.01.2019.

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