Espresso, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Espresso/Espressos · Nominativ Plural: Espressos/Espressi
Aussprache 
Worttrennung Es-pres-so
Herkunft Italienisch
Wortbildung  mit ›Espresso‹ als Erstglied: ↗Espressobar
eWDG, 1967

Bedeutung

in einer Spezialmaschine rasch zubereiteter starker Kaffee¹
Beispiele:
einen Espresso bestellen
Cécile gab den Espresso gratis [ M. WalserEhen169]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Espresso · Espresso
Espresso m. ‘in einer Spezialmaschine schnell zubereiteter starker Kaffee’, Entlehnung (20. Jh.) von gleichbed. ital. (caffè) espresso. Das Part. Perf. ital. espresso ‘ausdrücklich’ (von ital. esprimere ‘zum Ausdruck bringen’, lat. exprimere, s. ↗expreß-) nimmt zunächst in der Substantivierung ital. espresso ‘eigens gesandter Bote zur schnellen Benachrichtigung, Eilbote’, dann unter dem Einfluß von engl. express (train), frz. (train) express (wonach ital. espresso ‘Schnellzug’, heute rapido) die Bedeutung ‘schnell, eilig’ an; jedoch bleibt unklar, ob für die Benennung des Kaffees dessen rasche Zubereitung oder vielmehr die Tatsache ausschlaggebend ist, daß er für einen Gast eigens, auf ausdrücklichen Wunsch hin bereitet wird. Anschluß an die etymologische Bedeutung ‘herausgedrückt, ausgepreßt’ (nahegelegt durch die Verwendung einer unter Dampfdruck stehenden Kaffeemaschine) verbietet sich wohl, da diese im Ital. kaum lebendig ist. Espresso n. ‘kleines Lokal, in dem Espresso verabreicht wird’ (Mitte 20. Jh.), nach gleichbed. engl. espresso (vielleicht gekürzt aus engl. espresso bar, vgl. aus dem Ital. übernommenes engl. espresso ‘Espresso-Kaffee’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Espresso  ●  ↗Röster  österr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Italien · Italienische Republik  ●  (das) Land, wo die Zitronen blühen  geh. · ↗Stiefel  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Espresso‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Espresso‹.

Verwendungsbeispiele für ›Espresso‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der bosnische Espresso war für meinen Geschmack doch zu stark.
konkret, 1998
Er bot dem entnervten Vater erst einmal einen Espresso an.
Der Tagesspiegel, 05.12.1996
Er kippte den Espresso hinunter und setzte sich wieder vor den Bildschirm.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 282
Doch sollte man auch direkt an der Bar Mokka und Espresso servieren können.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 164
Dann nahmen wir noch jeder einen Espresso und einen Grappa.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 164
Zitationshilfe
„Espresso“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Espresso#1>, abgerufen am 28.10.2020.

Weitere Informationen …

Espresso, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Espresso/Espressos · Nominativ Plural: Espresso/Espressos
Aussprache 
Worttrennung Es-pres-so
Herkunft Italienisch
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet kleines Café, in dem Espresso¹ verkauft wird
Beispiel:
daß die Gäste immer wieder gern auf einen Sprung ins Espresso kommen [ Tageszeitung1962]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Espresso · Espresso
Espresso m. ‘in einer Spezialmaschine schnell zubereiteter starker Kaffee’, Entlehnung (20. Jh.) von gleichbed. ital. (caffè) espresso. Das Part. Perf. ital. espresso ‘ausdrücklich’ (von ital. esprimere ‘zum Ausdruck bringen’, lat. exprimere, s. ↗expreß-) nimmt zunächst in der Substantivierung ital. espresso ‘eigens gesandter Bote zur schnellen Benachrichtigung, Eilbote’, dann unter dem Einfluß von engl. express (train), frz. (train) express (wonach ital. espresso ‘Schnellzug’, heute rapido) die Bedeutung ‘schnell, eilig’ an; jedoch bleibt unklar, ob für die Benennung des Kaffees dessen rasche Zubereitung oder vielmehr die Tatsache ausschlaggebend ist, daß er für einen Gast eigens, auf ausdrücklichen Wunsch hin bereitet wird. Anschluß an die etymologische Bedeutung ‘herausgedrückt, ausgepreßt’ (nahegelegt durch die Verwendung einer unter Dampfdruck stehenden Kaffeemaschine) verbietet sich wohl, da diese im Ital. kaum lebendig ist. Espresso n. ‘kleines Lokal, in dem Espresso verabreicht wird’ (Mitte 20. Jh.), nach gleichbed. engl. espresso (vielleicht gekürzt aus engl. espresso bar, vgl. aus dem Ital. übernommenes engl. espresso ‘Espresso-Kaffee’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Espresso  ●  ↗Röster  österr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Italien · Italienische Republik  ●  (das) Land, wo die Zitronen blühen  geh. · ↗Stiefel  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Espresso‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Espresso‹.

Verwendungsbeispiele für ›Espresso‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der bosnische Espresso war für meinen Geschmack doch zu stark.
konkret, 1998
Er bot dem entnervten Vater erst einmal einen Espresso an.
Der Tagesspiegel, 05.12.1996
Er kippte den Espresso hinunter und setzte sich wieder vor den Bildschirm.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 282
Doch sollte man auch direkt an der Bar Mokka und Espresso servieren können.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 164
Dann nahmen wir noch jeder einen Espresso und einen Grappa.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 164
Zitationshilfe
„Espresso“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Espresso#2>, abgerufen am 28.10.2020.

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