Etüde, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Etüde · Nominativ Plural: Etüden
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Etüde‹ als Letztglied: Konzertetüde
Herkunft aus étudefrz ‘Studium, Studie, Übungsstück’
eWDG

Bedeutung

Musik Übungsstück, das besondere spieltechnische Schwierigkeiten enthält
Beispiele:
Etüden üben
der Schüler spielte im Klavierunterricht zunächst einige Etüden
virtuose Etüden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etüde f. ‘besondere Schwierigkeiten enthaltendes, zum Üben der spieltechnischen Fertigkeiten geeignetes Musikstück’, in diesem Sinne seit der 1. Hälfte des 19. Jhs., vorher ‘Skizze, Entwurf’ (18. Jh.). Das Substantiv ist Übernahme von frz. étude ‘Studium, Studie, Übungsstück’, afrz. estude, estuide (durch Metathese aus afrz. estudie) ‘Sorgfalt, Fleiß, geistige Anstrengung’, einer Lehnbildung nach lat. studium ‘Trieb, eifriges Streben, Lieblingsbeschäftigung, wissenschaftliche Beschäftigung’ (s. Studium, Etui).

Typische Verbindungen zu ›Etüde‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Etüde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Etüde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich handelt es sich nicht nur um Etüden des Wohlwollens.
Die Zeit, 04.05.2005, Nr. 19
Aber der Film ist nur eine brillante Etüde über ein Genre.
konkret, 1982
Ich sollte meine Etüden und Sonaten üben und dann aufhören.
Mann, Thomas: Buddenbrooks, Frankfurt a. M.: Fischer 1989 [1901], S. 670
Die spieltechnische Problemstellung der Etüde führt von selbst zu ihrer zumeist einthematischen Gestaltung.
Kahl, Willi: Etüde. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 11306
Außerdem sind es Etüden für Reim, Rhythmus und lyrische Redensarten.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 118
Zitationshilfe
„Etüde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Et%C3%BCde>, abgerufen am 19.10.2021.

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