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Etat, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Etats · Nominativ Plural: Etats
Aussprache
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Etat‹ als Erstglied: ↗Etatansatz · ↗Etatausgleich · ↗Etatautonomie · ↗Etatberatung · ↗Etatentwurf · ↗Etatismus · ↗Etatjahr · ↗Etatkürzung · ↗Etatlage · ↗Etatlesung · ↗Etatmittel · ↗Etatposten · ↗Etatrede · ↗Etatstärke · ↗etatisieren · ↗etatmäßig
 ·  mit ›Etat‹ als Letztglied: ↗Ankaufetat · ↗Ankaufsetat · ↗Ausgabeetat · ↗Ausgabenetat · ↗Aussterbeetat · ↗Betriebsetat · ↗Bundesetat · ↗Forschungsetat · ↗Gesamtetat · ↗Haushaltsetat · ↗Jahresetat · ↗Kriegsetat · ↗Kulturetat · ↗Militäretat · ↗Nachtragsetat · ↗Sozialetat · ↗Staatsetat · ↗Verteidigungsetat · ↗Wehretat · ↗Werbeetat
eWDG, 1967

Bedeutung

Haushaltsplan, Staatshaushaltsplan
Beispiele:
den Etat aufstellen, überschreiten, überziehen
das Parlament berät über den neuen Etat, stimmt über den neuen Etat ab
diese Ausgaben waren im Etat nicht vorgesehen
den Etat kürzen
umgangssprachlich, scherzhaft das geht über meinen Etat, übersteigt meinen Etat (= meine Mittel)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etat m. ‘(Staats)haushaltsplan, Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben’. Der finanzwissenschaftliche Terminus ist eine Entlehnung der 1. Hälfte des 17. Jhs. von frz. état ‘Stand, Zustand, soziale Stellung, Staat’, hier in der speziellen Verwendung ‘schriftliche Fixierung des gegenwärtigen Standes, Aufstellung, Inventarliste’. Das frz. Substantiv beruht auf lat. status ‘das Stehen, Stand, Wuchs, Zustand, Lage, soziale Stellung, fester Bestand, Wohlstand’ (mlat. auch ‘Hofhaltung, Haushalt, Einkünfte, Inventar, Rechnungslegung’), dieses zum Verb lat. stāre ‘stehen’ (s. ↗Staat, ↗Status). Neben Etat tritt im 18. Jh. aus dem Engl. stammendes ↗Budget (s. d.).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Budget · Etat · ↗Finanzplan · ↗Haushalt · ↗Haushaltsplan  ●  ↗Topf  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufstellung Aufstockung Beratung Bundesanstalt Kürzung Kürzunge Lesung Loch Million Ministerium Reichsamt Verabschiedung aufstocken ausgeglichen ausgleichen belasten belaufen betragen decken einplanen entlasten gekürzt jährlich kalkulieren klaffen kürzen laufend veranschlagen zusammenstreichen überziehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Etat‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Etat, mit dem man vor fünf Jahren gut auskam, reicht heute längst nicht mehr.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2004
Der Etat hat einen Umfang von rund 45 Millionen Euro, Verluste in jeder Höhe begleicht die öffentliche Hand.
Der Tagesspiegel, 14.09.2004
Der Etat für 1981 war mit 238 Millionen Dollar aufgestellt, 185 Millionen Dollar wurden einbezahlt.
o. A.: UNRWA. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1982]
Auch hat kein Land das Recht, auf den Etat eines anderen einzuwirken.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 1003
Aber dem Sohne schlug er es mit hochmütigem, mitleidsvollem Lächeln ab, als er ihn bat, seinen kronprinzlichen Etat von fünfunddreißigtausend Talern herabzusetzen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 19
Zitationshilfe
„Etat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Etat>, abgerufen am 25.08.2019.

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