Exkommunikation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Exkommunikation · Nominativ Plural: Exkommunikationen
Aussprache 
Worttrennung Ex-kom-mu-ni-ka-ti-on
Wortzerlegung exkommunizieren -ation
Herkunft aus excommūnicātiokirchenlat ‘Kirchenbann’
eWDG

Bedeutung

Religion Kirchenstrafe, die den Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft bedeutet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kommunizieren · exkommunizieren · Exkommunikation · Kommunikation
kommunizieren Vb. ‘durch Mitteilung gemeinschaftlich machen, Informationen austauschen’, als Terminus der katholischen Kirche ‘die Kommunion empfangen’, entlehnt (15. Jh.) aus lat. commūnicāre ‘etw. gemeinsam, gemeinschaftlich machen, sich besprechen’, zu lat. commūnis (s. Kommunion). exkommunizieren Vb. ‘wegen schwerer Vergehen aus der Gemeinschaft der Gläubigen (d. h. vor allem vom Sakramentenempfang und vom kirchlichen Begräbnis) ausschließen’, Entlehnung (15. Jh.) aus kirchenlat. excommūnicāre ‘in den Bann tun’. Exkommunikation f. ‘Ausschluß aus der Gemeinschaft der Gläubigen, Kirchenbann’ (15. Jh.), aus kirchenlat. excommūnicātio (Genitiv excommūnicātiōnis) ‘Kirchenbann’. Kommunikation f. ‘Mitteilung, Unterredung’ (16. Jh.), ‘Verständigung (durch sprachliche Mittel), Informationsaustausch’ (20. Jh.), aus lat. commūnicātio (Genitiv commūnicātiōnis) ‘Mitteilung’.

Typische Verbindungen zu ›Exkommunikation‹ (berechnet)

Androhung Aufhebung Bischof Holocaust-leugner Kaiser Lefebvre-bischof Problem Rücknahme Strafe Tatstrafe Traditionalisten-bischof Traditionalistenbischof aufheben ausgesprochen aussprechen beschließen drohen eintretend gegenseitig heben sprechen verfallen verhängen verhängt ziehen zurücknehmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Exkommunikation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Exkommunikation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fünf seiner Bücher wurden 1903 indiziert; die Exkommunikation folgte 1908. [Roth, J.: Loisy. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 23848]
Damit verlor er seine Stelle. um sich von der Exkommunikation freisprechen zu lassen, zog er nach Rom. [Brennecke, Wilfried: Kerle. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 30036]
Er sei bereit gewesen, in diesem Fall die Exkommunikation zurückzunehmen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1991]]
Wenn er dabei bleibt, tritt die Exkommunikation wieder in Kraft. [Die Zeit, 16.02.2009, Nr. 07]
Dies entzog praktisch der Exkommunikation jede reelle Wirkung, und so blieb sie de facto ohne Folgen. [o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 5122]
Zitationshilfe
„Exkommunikation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Exkommunikation>.

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