Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Exkulpation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Exkulpation · Nominativ Plural: Exkulpationen
Worttrennung Ex-kul-pa-ti-on
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Rechtssprache, bildungssprachlich (Selbst-)‍Entlastung vom Vorwurf des Verschuldens, Rechtfertigung, Schuldbefreiung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

exkulpieren · Exkulpation
exkulpieren Vb. ‘entlasten, rechtfertigen, von einer Schuld befreien’, entlehnt (17. Jh.) aus gleichbed. mlat. exculpare, zu lat. culpāre ‘beschuldigen, tadeln’ und ex- (s. d.); vgl. lat. culpa ‘Schuld, Verschulden’. Davon abgeleitet Exkulpation f. ‘Rechtfertigung, Schuldenbefreiung’ (17. Jh.), aus gleichbed. mlat. exculpatio (Genitiv exculpationis).

Thesaurus

Jura
Synonymgruppe
Entlastung · Rechtfertigung · Schuldbefreiung  ●  Exkulpation  fachspr., lat.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Exkulpation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zeitgleich setzte eine geradezu fieberhafte Exkulpation der bürgerlichen Eliten ein. [Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02]
Von einer massenhaften Exkulpation kann somit nicht die Rede sein. [Süddeutsche Zeitung, 15.06.1996]
Da hat es unsereiner leicht mit der Exkulpation, moralisch und biografisch betrachtet. [Süddeutsche Zeitung, 13.01.2001]
Nicht so leicht fällt die Exkulpation Maihofers in der Frage, ob der Minister damals nicht in seiner Wahrnehmung beeinträchtigt war. [Die Zeit, 18.03.1977, Nr. 12]
Die zweite Art der Exkulpation forscht nach der Schuld der Opfer des Terrorismus. [Die Welt, 02.03.2002]
Zitationshilfe
„Exkulpation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Exkulpation>.

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