Expresszug, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungEx-press-zug (computergeneriert)
WortzerlegungexpressZug
Ungültige SchreibungExpreßzug
Rechtschreibregeln§ 2
Wortbildung mit ›Expresszug‹ als Grundform: ↗Express
eWDG, 1967

Bedeutung

Fernschnellzug
Beispiel:
es verkehren Expresszüge in die verschiedensten Richtungen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

expreß- · Expreß(zug)
expreß- ‘schnell-’. Das Bestimmungswort in Zusammensetzungen (z. B. Expreßgut, Expreßreparatur, Expreßreinigung) stammt aus dem heute seltenen Adverb expreß ‘ausdrücklich’, aus lat. expressē Adv. ‘ausgedrückt, ausdrücklich, bestimmt’ (zu expressus, Part. Perf. von lat. exprimere ‘herausdrücken, ausdrücken’, zu lat. premere ‘drücken, pressen, drängen’ und ↗ex-, s. d). Seit 1600 erscheint adverbiales expresse in dt. Texten und hält sich in lat. Form bis zum Beginn des 18. Jhs., wird aber zuvor schon eingedeutscht zu expressenlich (16. Jh.), dann expreßlichen, expreslich und schließlich (Mitte 17. Jh.) zu auch adjektivisch gebrauchtem expreß. Die Bedeutungsentwicklung von ‘ausdrücklich, genau festgelegt’ zu ‘schnell’ vollzieht sich wohl zuerst in der substantivierten Form der Expresse, d. i. ‘der eigens gesandte Bote’, der zugleich die schnellste Benachrichtigungsmöglichkeit darstellt (Ende 17. Jh.), vor allem aber in Expreß(zug) m. das dem engl. express train (nach 1840) nachgebildet ist. Der Ausdruck bezeichnet zunächst einen Zug mit genau (‘ausdrücklich’) festgelegten und daher kürzeren Fahrzeiten, woraus sich ‘Schnellzug’ als besondere Zugart entwickelt.

Thesaurus

Eisenbahn
Synonymgruppe
D-Zug · ↗Durchgangszug · ↗Eilzug · Expresszug · ↗Schnellzug
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Regionalbahn Schiene Wagen Waggon entgleisen rasen rasten verkehren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Expresszug‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist billig, alle Züge fahren ungewöhnlich schnell, der Service in den Expreßzügen ist hervorragend.
Die Zeit, 19.06.1970, Nr. 25
Immerhin steht der geruhsame Expresszug stellvertretend für eine ebenso ruhige Reise-Philosophie.
Süddeutsche Zeitung, 09.03.1999
Müllerin besorgt ein Visum, das normalerweise nicht vor vier Wochen zu haben ist, in 48 Stunden und hat alle Fluglinien, alle Expreßzüge im Kopf.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 425
Die Bereiche gehen mitunter ineinander über - in Badeorten, Rennplätzen, in Weltstädten und Expreßzügen.
Reznicek, Paula von: Auferstehung der Dame. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 16924
Die Schneider halten das Szepter in Händen und entsenden ihre Befehle durch die Modejournale mit Expresszügen und Schnelldampfern bis in die fernsten Ecken aller Kulturstaaten.
Francke, Alexander: Fünf Wochen im Osten der Vereinigten Staaten und Kanadas, Bern: A. Francke 1913, S. 95
Zitationshilfe
„Expresszug“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Expresszug>, abgerufen am 24.04.2019.

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