Extravaganz, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Extravaganz · Nominativ Plural: Extravaganzen
Aussprache 
Worttrennung Ex-tra-va-ganz · Ext-ra-va-ganz
Herkunft Französisch
eWDG, 1967

Bedeutung

etw., was aus dem Rahmen des Üblichen fällt
Beispiele:
seinen Namen nicht durch Extravaganzen gefährden
sein Einkommen war groß genug, diese Extravaganz zu decken
er ist kein Freund von Extravaganzen
du mit deinen fortwährenden Extravaganzen!
Feierlich gelobt der begnadigte Sünder, von nun an alle ruinösen Extravaganzen (= Ausschweifungen) zu lassen [ St. ZweigBalzac220]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

extravagant · Extravaganz
extravagant Adj. ‘außergewöhnlich, ausgefallen, überspannt’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. extravagant, das auf das Part. Präs. mlat. extravagans zurückgeht, zu lat. extrā ‘außerhalb’ (s. ↗extra) und vagārī ‘umherschweifen, unstet sein’ (s. ↗Vagabund). Pluralisches mlat. extravagantes bezeichnet ‘außerhalb des bereits kodifizierten kanonischen Rechts bestehende päpstliche Verordnungen’. Extravaganz f. ‘ausgefallenes Verhalten, Überspanntheit’, Übernahme (17. Jh.) von frz. extravagance ‘Überspanntheit, Narrheit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Extravaganz · ↗Popanz · ↗Überspanntheit · ↗Übertreibung
Synonymgruppe
Exaltiertheit · Extravaganz · ↗Exzentrik · Spleenhaftigkeit · ↗Überspanntheit  ●  ↗Exzentrizität (gespreizt)  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Extravaganz‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Extravaganz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Extravaganz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für die Extravaganzen der europäischen Höfe aber ist es genug.
Der Tagesspiegel, 28.09.2001
Die aufreizende Extravaganz der frühen Jahre deutet sich nur noch vage an.
Die Welt, 14.03.2000
Extravaganzen können sehr kapriziös sein, genau so oft aber geschmacklos.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 21
Die Gesundheitsbehörden müßten sich fragen, ob sie zu zwingen seien, die Kosten vermeidbarer elterlicher »Extravaganzen« zu übernehmen.
Kliche, Thomas u. Moser, Helmut: Gentechnologie. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 6185
Sie sind wie Extravaganzen in der Toilette - kostspielig anzuschaffen und sehr diskret anzuwenden, wenn sie ihren Zweck nicht verfehlen sollen.
Gratiolet, K. [d.i. Struppe, Karin]: Schliff und vornehme Lebensart. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 6822
Zitationshilfe
„Extravaganz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Extravaganz>, abgerufen am 22.10.2020.

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