Exulant, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungExu-lant (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
im 17. und 18. Jahrhundert aus einem der Länder der habsburgischen Monarchie vertriebener Protestant
2.
veraltet Verbannter, Vertriebener

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der Zeit der großen Emigration um 1730 entstand das Lied »Ich bin ein armer Exulant« mit der Melodie von M. Praetorius (1610).
Schneider, Erich u. a.: Österreich. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 40855
Auf dieses Kultmonopol hin hatten die babylonischen Exulanten charakteristischerweise entscheidendes Gewicht gelegt.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 366
Fast lückenlos überwachten die deutschen Botschaften die Aktivitäten der Exulanten.
Der Tagesspiegel, 31.10.2000
Jetzt aber zwangen die Ephoren die Gemeinde, die Exulanten zurückzurufen; sie sollten ihren konfiszierten Besitz zurückerhalten, die Käufer aus der Staatskasse entschädigt werden.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. V. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 12144
Auch die Kurpfalz war schon früh zum Ziel von Exulanten geworden
Die Zeit, 11.02.2002, Nr. 06
Zitationshilfe
„Exulant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Exulant>, abgerufen am 23.04.2019.

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