Fähigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fähigkeit · Nominativ Plural: Fähigkeiten
Aussprache
WorttrennungFä-hig-keit (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Fähigkeit‹ als Erstglied: ↗Fähigkeitslücke  ·  mit ›Fähigkeit‹ als Letztglied: ↗Abstraktionsfähigkeit · ↗Lesefähigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

besondere Eigenschaft, die den Menschen befähigt, auf einem bestimmten Gebiet etwas zu leisten, Begabung
entsprechend der Bedeutung von fähig (Lesart 2 a)
Beispiele:
erlernte, angeborene Fähigkeiten
die geistigen, schöpferischen, künstlerischen, technischen Fähigkeiten eines Menschen
er hat große, ungewöhnliche Fähigkeiten
seine Fähigkeiten entwickeln, einsetzen
in ihm schlummern, erwachen verschiedenartige Fähigkeiten
in jmdm. eine Fähigkeit wecken
Strunck besaß keinerlei erkennbare Vorzüge oder gar leuchtende Fähigkeiten [JahnnHolzschiff178]
[die] so furchtbaren wachen Augenblicke, in denen er an sich, an seinen Fähigkeiten ... zu zweifeln beginnt [St. ZweigBalzac47]
die Fähigkeit zu etw. habenzu etw. imstande sein
Beispiele:
er hat die Fähigkeit zur Abstraktion
jmdm. die Fähigkeit zu einer Arbeit zutrauen, absprechen
er hat die Fähigkeit, die Zusammenhänge zu sehen
spöttisch sie hatte die fatale Fähigkeit, alles zu verwirren
mit Gen.
gehoben
Beispiel:
die Fähigkeit starken, unmittelbaren Erlebnisses [FlakeLogbuch368]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fähig · befähigen · Fähigkeit
fähig Adj. ‘imstande zu etw., begabt, tüchtig’, im 15. Jh. von fahen, der älteren Form von ↗fangen (s. d.), abgeleitet (vgl. auch gleichbed. spätmhd. gevæhic, 2. Hälfte 14. Jh.), daher ursprünglich ‘imstande sein zu fassen, aufzunehmen, empfänglich’, sowohl körperlich (von Gefäßen) als auch geistig; in der Rechtssprache so viel wie ‘berechtigt’ (vgl. erbfähig). Der Zusammenhang mit dem Verb wird auch in der alten Bedeutung ‘fangbar’ (von Tieren) deutlich (16. Jh.). Modern vorwiegend auf Lebewesen und speziell auf ihr geistiges Erfassungsvermögen bezogen, daher oft ‘begabt, tüchtig’. befähigen Vb. ‘fähig machen, in die Lage versetzen’ (18. Jh.). Fähigkeit f. ‘Vermögen, Imstandesein’ (Anfang 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fähigkeit · ↗Horizont · ↗Kenntnis · ↗Kenntnisstand · ↗Know-how · ↗Kompetenz · ↗Können · ↗Rüstzeug · ↗Sachkenntnis · ↗Sachkunde · ↗Sachverstand · ↗Wissen · ↗Wissensstand  ●  ↗Ahnung  ugs. · ↗Expertise  geh. · Kenne  ugs. · Techne  geh., griechisch
Oberbegriffe
  • psychologische Eigenschaft
Unterbegriffe
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Befähigung · ↗Eignung · Fähigkeit · ↗Kompetenz · ↗Potential · ↗Potenzial · ↗Profil · ↗Qualifikation · ↗Tauglichkeit · ↗Vermögen  ●  ↗Kompetenzprofil  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (sich) für etwas eignen · für etwas geeignet sein
Synonymgruppe
Anlage · ↗Begabung · Fähigkeit · ↗Gabe · ↗Talent
Oberbegriffe
  • psychologische Eigenschaft
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (an jemandem ist ...) verloren gegangen · das Zeug haben (zu) · hätte (gut / ohne weiteres ...) werden können
Antonyme
  • Fähigkeit

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bereitschaft Fertigkeit Kenntnis Neigung Selbstkritik Vertrauen Zweifel absprechen analytisch außergewöhnlich besitzen besonder beweisen erstaunlich erworben geistig handwerklich hellseherisch individuell intellektuell kognitiv kommunikativ mangelnd menschlich militärisch motorisch rhetorisch technisch verfügen zweifeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fähigkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gibt nur wenige Trainer auf der Welt, mit seinen Fähigkeiten.
Die Zeit, 15.07.2013 (online)
Als Kind war ich zutiefst überzeugt von der Fähigkeit, mich verständlich zu machen.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 260
Wer oben angelangt ist, wird wohl die entsprechenden Fähigkeiten aufweisen.
o. A.: PROGRAMMIERTE ENTTÄUSCHUNG. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1982]
Wenn zu selbständigen Improvisationen aufgefordert wurde, so mußte die Fähigkeit dazu unverändert bewahrt worden sein.
Angelis, Alberto de u. a.: Rom. In: Blume, Friedrich (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 35120
Seine Werke zeugen jedoch von einer beachtlichen Fähigkeit zu großen Formen.
Schiørring, Nils: Hammerich (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 27783
Zitationshilfe
„Fähigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fähigkeit>, abgerufen am 23.10.2019.

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