Föhn, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Föhn(e)s · Nominativ Plural: Föhne
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Föhn‹ als Erstglied: ↗Föhnkrankheit · ↗Föhnmauer · ↗Föhnwetter · ↗Föhnwind
eWDG, 1967

Bedeutung

beim Überströmen von Luft über ein Gebirge, Hochgebirge entstehender warmer, trockener Fallwind
Beispiele:
der Wettersturz, die Lawinengefahr bei Föhn in den Alpen
der Föhn tost in den Fichten
Der Föhn ist los, ihr seht, wie hoch der See geht [ SchillerTellI 1]

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Föhn · Fön · ↗Haartrockner
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Föhn · ↗Föhnwind · warmer Wind
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Fön‹, ›Föhn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Föhn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fön‹, ›Föhn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf dem Tisch vor ihnen liegt ein kleiner Föhn bereit.
Der Tagesspiegel, 03.07.2004
Viel schlimmer ist dagegen die heiße Luft aus dem Föhn.
Bild, 03.08.1999
Der Föhn brach plötzlich hervor zwischen den Häusern wie aus einem zusammengepreßten Sack.
Frapan, Ilse: Arbeit. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 565
Aber schon streift der warme Föhn über das minderjährige Blond und plustert es fraulich auf, Empfindsame Finger beginnen zu arbeiten.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 325
Föhn brach herein und hielt alle Gäste tagelang im Hause gefangen.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„Föhn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/F%C3%B6hn#1>, abgerufen am 29.11.2020.

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Fön, der

Alternative Schreibung Föhn
Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fön(e)s · Nominativ Plural: Föne
Aussprache 
Rechtschreibregeln Einzelfälle
eWDG, 1967

Bedeutung

elektrisches Gerät, das einen heißen, trockenen Luftstrom erzeugt und zum Trocknen der Haare, Hände dient; Heißlufttrockner
Beispiel:
die frisch gewaschenen Haare, Hände mit dem Fön / Föhn trocknen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Föhn · föhnen · föhnig · Fön · fönen
Föhn m. ‘warmer, trockener Fallwind’, ahd. fōno m. ‘sehr warmer Südwind, Wirbelwind’ (10. Jh.), mhd. phounne, phönne f. ‘Südwest-, Südwind’ ist eine Entlehnung aus vlat. faōnius, lat. favōnius ‘lauer Westwind’ (wohl zu lat. fovēre ‘wärmen’) oder einer daraus entwickelten roman. Form (vgl. ital. favonio ‘Westwind’). Der lange Zeit auf das Obd. (speziell Alem.) beschränkte Ausdruck gelangt seit dem 16. Jh. als schweizerdt. Wort in die übrigen Landschaften, endgültig eingebürgert durch Schiller (Tell). Schweiz. gegen der Pfön ‘nach Süden zu’, pfön(t)halb ‘südwärts’ bezeugen Föhn als den Südwind, der nach Norden über die Alpen hinwegzieht, und zugleich als Bezeichnung der Himmelsrichtung. Mask. Genus setzt sich in der Literatursprache im Hinblick auf Sturm und Wind durch. föhnen Vb. ‘wehen’ (vom Föhn; 18. Jh.); föhnig Adj. ‘föhnwindig’ (19. Jh.). Daneben steht die orthographisch unterschiedene Übertragung Fön m. ‘elektrische Heißluftdusche’, fönen Vb. ‘mit dem Fön trocknen’ (etwa 1925).

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Föhn · Fön · ↗Haartrockner
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Föhn · ↗Föhnwind · warmer Wind
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Fön‹, ›Föhn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Föhn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fön‹, ›Föhn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das kann sich durchaus messen mit dem großen Fön der Regierung, dem Kanzler.
Die Welt, 09.04.2003
Aber beim Fön, der für Damen offenbar lebenswichtig ist, streikt er.
Die Zeit, 10.04.1987, Nr. 16
Eine Verkäuferin packt mir einen Fön ein, ich zahle und gehe.
Genazino, Wilhelm: Die Liebesblödigkeit, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2005, S. 125
Mit einem Fön oder einer Luftdusche kannst du deine Haare im Nu trocknen.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 72
Karotte klickt den Fön auf Höchstleistung für den Fall, daß sie vorhat, noch deutlicher zu werden.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 44
Zitationshilfe
„Fön“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/F%C3%B6n#2>, abgerufen am 29.11.2020.

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